Die Seychellen werden ein Meeresschutzgebiet von der Größe Großbritanniens einrichten. Es soll rund ein Drittel der Gewässer des Landes im Indischen Ozean umfassen. Damit soll die einzigartige Artenvielfalt langfristig geschützt werden.

Die Seychellen werden ein Meeresschutzgebiet von der Größe Großbritanniens einrichten. Es soll rund ein Drittel der Gewässer des Landes im Indischen Ozean umfassen. Damit soll die einzigartige Artenvielfalt langfristig geschützt werden. Hintergrund ist ein weltweit wohl einzigartiger Deal – ein Schuldentausch, bei dem eine Umweltschutzorganisation Gläubigern des Landes die Schulden abgekauft hat.

Dafür wurden Spenden in Höhe von fünf Millionen Dollar gesammelt, um einen Teil der Schulden direkt abzuzahlen. Leonardo DiCaprio spendete mit seiner Stiftung eine Million US-Dollar. “Diese Anstrengung wird den Bürgern der Seychellen helfen, ihren Ozean für künftige Generationen zu beschützen”, sagte der Schauspieler, “dies wird als Modell für weitere Projekte in der ganzen Welt dienen.”

Eine Umweltschutzorganisation kaufte Gläubigern  die Schulden ab
Eine Umweltschutzorganisation kaufte Gläubigern die Schulden ab

Zu dem Meeresschutzgebiet gehört zum einen das Aldabra-Atoll, das UNESCO-Weltnaturerbe und ökologisch gleichbedeutend mit den Galapagos-Inseln ist. Dort gibt es die weltweit größte Population an Riesenschildkröten, dazu vom Aussterben bedrohte Seekühe und etliche weitere seltene Arten. Künftig ist jegliche menschliche Aktivität in den Gewässern um Aldabra untersagt. Dazu gehören Fischerei und Ölbohrungen. Der zweite große Teil des Schutzgebiets umfasst die Gewässer um die Hauptinseln der Seychellen. Dort müssen alle Aktivitäten, darunter auch der Tourismus, auf ein umweltverträgliches Maß reduziert werden. Bis 2021 soll der Plan umgesetzt werden.