Alle Silvesterkreuzfahrten von Aida Cruises sind aufgrund massiver IT-Probleme an Bord der Schiffe sowie in der Zentrale in Rostock abgesagt

Update 31.12.: Wie die Reederei mitteilte, müssen sechs weitere Reisen der beiden Schiffe Aida Perla und Aida Mar rund um die Kanarischen Inseln bis Mitte Januar abgesagt werden. Der Grund dafür sei, dass die IT-Probleme, wegen denen bereits die Silvesterkreuzfahrten abgesagt werden mussten, weiter bestehen. Das Unternehmen sei darüber hinaus per Telefon oder E-Mail weiter nicht zu erreichen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter wegen des Verdachts der Computersabotage. Vermutlich hat ein Hacker-Angriff die AIDA-Systeme zur Stilllegung gezwungen.

Update 30.12.: Wegen der abgesagten Silvesterkreuzfahrten von AIDA ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Der Grund: Verdacht auf Computersabotage. Denn wie der SPIEGEL berichtet, werden  die Ermittlungen  durch die auf Cybercrime-Vorfälle spezialisierte Stelle »Informations- und Kommunikationskriminalität« (IUK) der Rostocker Staatsanwaltschaft geführt. Dort werden alle Verfahren im Bereich Cybercrime in Mecklenburg-Vorpommern gebündelt. AIDA hatte ihre beiden einzigen Silvesterkreuzfahrten aufgrund massiver IT-Probleme auf zwei Schiffen und in der Zentrale absagen müssen (s.u.)

Ursprungsmeldung: Alle Silvesterkreuzfahrten von Aida Cruises sind kurzfristig abgesagt worden. Die Rostocker Reederei gab bekannt, dass alle Silvesterkreuzfahrten aufgrund massiver IT-Probleme an Bord der Schiffe sowie in der Konzernzentrale in Rostock nicht stattfinden werden. Per Facebook teilte Aida mit, man sei für die Kunden derzeit weder telefonisch noch per E-Mail zu erreichen. Davon betroffen ist insbesondere auch die notwendige Kommunikation für anreisende Gästen sowohl der „Aidaperla” als auch der „Aidamar”, die neue Passagiere für ihre Silvesterkreuzfahrten aufnehmen sollten. An Bord der „Aidamar”, die derzeit vor den Kanarischen Inseln unterwegs ist, soll IT-Technik wie die automatische Abbuchung von Bordkarten und das Entertainmentsystem in den Kabinen ausgefallen sein.

Zu den Hintergründen der IT-Probleme gibt es derzeit keine Angaben. Ob es sich um einfache Ausfälle oder um einen Angriff von außen auf die Computersysteme von Hackern handelt, ist bislang unklar. Da die technischen Probleme bei mehreren Schiffen auftreten und auch die Unternehmenszentrale betroffen ist, kann es sich nur um ein massives Server- bzw. Cloudproblem handeln, das auch durch einen Hackerangriff hervorgerufen werden kann. Mitte Dezember war die norwegische Reederei Hurtigruten so einem umfassenden Datenangriff ausgesetzt. Dabei wurden mehrere Systeme des Unternehmens lahmgelegt, die gesamte globale IT-Infrastruktur war betroffen. Angegriffen wurden die Systeme nach Angaben von Hurtigruten mutmaßlich von einem Virus, mit dem Lösegeld gefordert wurde. Für Aida Cruises sind die Kanaren-Touren ein erneuter Versuch, den Betrieb nach der Corona-Zwangspause wieder zu starten.

Weitere Informationen unter https://aida.de/entdecken/a/informationen?teasersrc=65196fac-9af1-4fa1-8b08-a687db9c9f72