Nachdem der Verdacht auf mit dem Corona-Virus Infizierte an Bord besteht, dürfen Tausende Passagiere und Crewmitglieder die Golden Princess nicht verlassen. Die Golden Princess liegt derzeit mit 2.600 Passagieren und 1.100 Besatzungsmitgliedern an Bord vor Neuseeland.

Nachdem der Verdacht auf mit dem Corona-Virus Infizierte an Bord besteht, dürfen Tausende Passagiere und Crewmitglieder die Golden Princess nicht verlassen. Die Golden Princess liegt derzeit mit 2.600 Passagieren und 1.100 Besatzungsmitgliedern an Bord vor Neuseeland. Der Schiffsarzt der Golden Princess hatte zuvor bei einem Passagier eine Infektion mit dem Corona-Virus festgestellt und ihn sowie zwei weitere nahe Kontakte des Gastes sofort unter Quarantäne gestellt. Bis Testergebnisse für die weiteren Gäste und Crewmitglieder vorliegen, darf niemand das Schiff verlassen. Die Golden Princess liegt derzeit im Hafen von Akaroa in der Nähe von Christchurch. Von dort aus werden jetzt sämtliche Hilfsmaßnahmen organisiert und koordiniert.

Princess Cruises ist bislang die vom Corona-Virus am stärksten gebeutelte Kreuzfahrtreederei: Die Diamond Princess war das erste Kreuzfahrtschiff, das wegen des Corona-Virus in Japan unter Quarantäne gestellt wurde. Anlass für die zweiwöchige Quarantäne war ein 80-Jähriger aus Hongkong gewesen, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Er war am 20. Januar in Yokohama zugestiegen und fünf Tage später in Hongkong von Bord des Kreuzfahrtschiffes gegangen. Japans Regierung hatte das Schiff daraufhin zwei Wochen bis zum 19. Februar im Hafen der Tokioter Nachbarstadt Yokohama unter Quarantäne gestellt. Als die Quarantäne aufgehoben wurde und Passagiere von Bord konnten, waren 619 Passagiere infiziert. Mindestens zwei Menschen, die auf dieser Kreuzfahrt waren, sind mittlerweile gestorben. Ursprünglich hatten sich rund 3700 Menschen an Bord der Diamond Princess befunden, darunter zehn deutsche Staatsangehörige. Ein deutsches Ehepaar wurde später positiv auf den Erreger getestet. Die Infektionsrate an Bord des Schiffes war laut einem schwedischen Professor rund viermal höher, als an Land in den am schlimmsten infizierten Gebieten Chinas. Weitere Informationen dazu unter https://www.alphagalileo.org/en-gb/Item-Display/ItemId/189850?returnurl=https://www.alphagalileo.org/en-gb/Item-Display/ItemId/189850

Außerdem hatte der US-Bundesstaat Kalifornien der Grand Princess die Einfahrt in den Heimathafen San Francisco verwehrt, nur wenige Stunden nachdem der erste Todesfall durch die Lungenkrankheit in dem Westküsten-Staat bekanntgeworden war. Bei dem Toten handelte es sich um einen älteren Mann, der sich im Februar an Bord des Kreuzfahrtschiffs angesteckt haben soll. Das Schiff war auf der Rückkehr von Hawaii nach San Francisco, zuvor hatte es eine Reise nach Mexiko absolviert. An Bord waren rund 2500 Passagiere und 1150 Crewmitglieder. Das Kreuzfahrtschiff legte Tage später im Hafen von Oakland an, mit mindestens 21 Infizierten an Bord, davon 19 Besatzungsmitglieder und zwei Passagiere. Alle von Bord gehenden Menschen mussten in eine für 14 Tage, noch andauernde, Quarantäne. Niemand werde “in die Öffentlichkeit entlassen”, erklärte Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom. Im Hafen wurden Zäune, Zelte und mobile Toiletten aufgestellt. Passagiere, die keine medizinische Hilfe brauchten, wurden in US-Militärstützpunkten in Kalifornien, Texas und Georgia unter Quarantäne gestellt. Die 1113 Besatzungsmitglieder wurden an Bord unter Quarantäne gestellt und sollen im Falle einer Erkrankung in einem Krankennhaus in Kalifornien behandelt werden. US-Vizepräsident Mike Pence erklärte, dass er von einer hohen Zahl an Infizierten unter den etwa 1100 Besatzungsmitgliedern ausgehe.