TUI Cruises reagiert auf die Situation wegen der Corona-Epidemie und plant Minikreuzfahrten in der Nordsee, auf nur 1000 Gäste auf jedem Schiff begrenzt.

UPDATE 29.07.: Jetzt hat TUI Cruises verschiedenen Medien bestätigt, dass fünf Crewmitglieder mit dem Corona-Virus infiziert sind. Im Rahmen des On-Boarding-Prozesses wurden die Besatzungsmitglieder der Mein Schiff 1 positiv auf Covid-19 getestet. Die Betroffenen sind derzeit in einer durch TUI Cruises angemieteten Einrichtung an Land in Quarantäne. Die zuständigen Behörden wurden informiert. Warum TUI Cruises erst auf Nachfrage verschiedener Medien reagiert und die Corona-Fälle zugegeben hat, ist schleierhaft. Denn diese Salamitaktik könnte sich beim Kundenvertrauen als Bumerang erweisen. Sicher ist, dass TUI Cruises vor einer Woche die ursprünglich für übermorgen ab Kiel geplante Kurzkreuzfahrt abgesagt hat. Sollte sich herausstellen, das das Unternehmen bereits zu diesem Zeitpunkt von den Coronafällen innerhalb der Crew gewusst hat, ist das sicher kein Pluspunkt bei potenziellen Gästen.

 

Update 28.07.: Das auf Kreuzfahrten spezialisierte US-Internetportal „Cruise Law News” berichtet, dass es auf  der „Mein Schiff 1“ positiv getestete Crewmitglieder gegeben habe. Aus diesem Grund sei auch die erste „Blaue Reise“ ab Kiel abgesagt worden. Das Kreuzfahrtportal beruft sich auf Aussagen mehrerer Crewmitglieder, offiziel hat TUI Cruises dazu noch keine Stellung genommen. TUI Cruises hatte die erste Kurzkreuzfahrt, die Blaue Reisen genannt werden, vom 31. Juli bis 3. August ab Kiel in der vergangenen Woche abgesagt. Grund für die Absage soll laut der Reederei gewesen sein, dass die international zusammengesetzte Crew aufgrund nicht schnell genug an Bord kommen konnten.  Bereits damals gab es erste Zweifel von medien und Endkunden an dieser Version, denn  der Absagezeitpunkt nur eine gute Woche vor der Fahrt war äußerst erstaunlich. Denn eigentlich müssen alle Crewmitglieder zunächst für zwei Wochen in Quarantäne, um sicherzustellen, dass kein Mannschaftsmitglied mit dem Corona-Virus infiziert ist. Jetzt soll es am 3. August ab Kiel losgehen.

Update (22.7.2020): TUI Cruises muss die für den Re-Start nach der Corona-Krise erste geplante Blaue Reise eine Woche vor Beginn der Kreuzfahrt schon wieder absagen. Die Mein Schiff 1 sollte am 31. Juli in Kiel ablegen und am 3. August in die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein zurückkehren. Grund für die Absage soll sein, dass die international zusammengesetzte Crew aufgrund nicht schnell genug an Bord bekommen worden sei.  Erstaunlich daran ist der Absagezeitpunkt eine Woche vor der Fahrt. Denn eigentlich müssen alle Crewmitglieder zunächst für zwei Wochen in Quarantäne, um sicherzustellen, dass kein Mannschaftsmitglied mit dem Corona-Virus infiziert ist. Das bedeutet, dass TUI Cruises bereits knapp eine Woche zuvor von der Absage dieser Kreuzfahrt gewusst haben muss, Reisebüros sowie Endkunden aber erst deutlich später informiert hat. Die morgige erste Blaue Reise mit der Mein Schiff ab Hamburg in die Norwegischen Fjorde scheint aber wie geplant stattzufinden, das Schiff ist mittlerweile in der Hansestadt eingelaufen.

Update (16.7.2020):

Ab 7. August starten die siebentägigen Kreuzfahrten mit der Mein Schiff 1 und der Mein Schiff 2 ab und bis Hamburg, sowie Kiel in die norwegischen Fjorde. Bei sechs Seetagen bleibt den Gästen reichlich Zeit, das Premium Alles Inklusive-Konzept an Bord voll auszukosten und gemeinsam mit der Familie oder Freunden einzigartigen Ausblicke auf die norwegische Küstenlandschaft zu genießen. „Die Resonanz unserer Gäste auf die kurzen „Blauen Reisen“ war sehr gut. Daher gehen wir jetzt in die Verlängerung und sind überzeugt davon, dass wir mit den längeren Panoramafahrten eine gute Alternative für den Sommerurlaub an Land bieten“, so Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises. Die Gesundheit und Sicherheit von Gästen und Besatzung steht für TUI Cruises an oberster Stelle. Deshalb hat TUI Cruises die seit jeher geltenden strengen Maßnahmen zur Prävention der Verbreitung von Viruserkrankungen nochmals verstärkt. Gemeinsam mit medizinischen Experten hat TUI Cruises einen 10-Punkte-Plan für die Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs entwickelt. Die Vorsichtsmaßnahmen basieren auf den medizinischen Standards renommierter Institutionen wie dem Robert Koch-Institut (RKI), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie auf den örtlich geltenden Vorgaben und Leitlinien. Darüber hinaus beabsichtigt TUI Cruises mit dem SGS INSTITUT FRESENIUS, dem deutschen Marktführer in der neutralen Hygienekontrolle z.B. für Retail, Systemgastronomie, Kreuzfahrtschiffe, Restaurants, Hotels und Catering, im Bereich der Hygieneaudits und Prüfung der Maßnahmen im Umgang mit COVID-19, zusammenzuarbeiten.

Die Vorteile der Panoramafahrten in die norwegischen Fjorde auf einen Blick:

– Bequeme An- und Abreise: mit Bahn oder eigenem Auto

– Reise ab / bis Hamburg & Kiel

– Noch mehr Platz als sonst: begrenzte Gästezahl von maximal 60 Prozent

– Borderlebnis pur: ausschließlich erholsame und entschleunigende Seetage

– Erleben der eindrucksvollen norwegischen Küstenlandschaft mit Einfahrt in den

Aurlandsfjord (Flam), Innvikfjord (Olden), Geirangerfjord (Geiranger) und   Hardangerfjord

– Gewohnter Service: natürlich mit Premium Alles Inklusive

– Exklusiv ausschließlich Balkonkabinen und Suiten buchbar

– Zusätzlich: noch mehr Hygiene- und Schutzmaßnahmen

Die Panoramafahrten sind ab sofort im Reisebüro und auf tuicruises.com buchbar. Die 7-tägige Reisen ab Hamburg oder Kiel ohne Anreise mit Premium Alles Inklusive kostet bei Doppelbelegung pro Person im Wohlfühlpreis ab 1099 Euro in der Balkonkabine und ab 1699 Euro in der Suite.

Update (9.7.2020):

Ab dem 24. Juli starten die sogenannten „Blauen Reisen“ auf der Mein Schiff 2. Die drei- bis viertägigen Kurzreisen beginnen und enden in Hamburg und bestehen ausschließlich aus Seetagen. Die Gäste haben so die Möglichkeit das Mein Schiff Erlebnis mit dem Premium Alles Inklusive Konzept an Bord zu genießen und sich gleichzeitig eine Auszeit auf dem Meer zu gönnen, selbstverständlich mit einem angepassten und erweiterten Gesundheits- und Sicherheitskonzept. Die Basis für die Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs sind Leitsätze der zuständigen Behörden, die in Koordination mit CLIA Deutschland und den Reedereien sowie in Zusammenarbeit mit Experten erarbeitet worden sind.

„Unsere Kunden und Fans haben uns in den letzten Wochen signalisiert, dass sie Sehnsucht nach Meer und der Mein Schiff haben. Damit Reisende auch in diesen Zeiten mit einem guten Gefühl an Bord kommen können, haben wir unsere ohnehin schon sehr strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen nochmals verschärft und auf die aktuelle Situation hin angepasst. Wir freuen uns, dass wir nun ab Juli wieder die ersten Mein Schiff Reisen anbieten können.“ sagt Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises.

Mein Schiff ist mit Abstand am besten – für die Sicherheit von Gästen und Crew

Die Gesundheit und Sicherheit von Gästen und Besatzung steht für TUI Cruises an oberster Stelle. Deshalb hat TUI Cruises die seit jeher geltenden strengen Maßnahmen zur Prävention der Verbreitung von Viruserkrankungen nochmals verstärkt. Gemeinsam mit medizinischen Experten hat TUI Cruises einen 10-Punkte-Plan für die Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs entwickelt. Die Vorsichtsmaßnahmen basieren auf den medizinischen Standards renommierter Institutionen wie dem Robert Koch-Institut (RKI), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie auf den örtlich geltenden Vorgaben und Leitlinien.

Auf den „Blauen Reisen“ wird das ohnehin schon beste Platz-pro-Passagier Verhältnis noch großzügiger: TUI Cruises begrenzt die Kapazität an Bord zum Start auf maximal 60 Prozent und hat sämtliche Prozesse vor und während der Reise, beim Check-In und im Gäste- sowie Crew-Bereich zur Einhaltung von Hygiene- und Abstandsvorschriften angepasst. So werden beispielsweise alle Kabinen vor Ankunft der Gäste desinfiziert oder die Sonnenliegen mit einem Abstand von zwei Metern auf dem Pooldeck platziert. Diese und viele weitere Maßnahmen können Gäste in Kürze der eigens dafür eingerichteten Website entnehmen: www.tuicruises.com/blauereisen.

Die Vorteile der Blauen Reisen auf einen Blick:

–     Bequeme An- und Abreise: mit Bahn oder eigenem Auto

–     Reise ab / bis Hamburg: zentral erreichbar und beeindruckende Elb-Passagen

–     Noch mehr Platz als sonst: begrenzte Gästezahl von maximal 60 Prozent

–     Borderlebnis pur: ausschließlich erholsame und entschleunigende Seetage

–     Gewohnter Service: natürlich mit Premium Alles Inklusive

–     Zusätzlich: noch mehr Hygiene- und Schutzmaßnahmen

 

Die „Blauen Reisen“ sind in Kürze im Reisebüro und auf tuicruises.com buchbar. Auf den „Blauen Reisen“ sind exklusiv ausschließlich Balkonkabinen und Suiten buchbar. Die 3-tägige Reise ab und bis Hamburg ohne Anreise mit Premium Alles Inklusive kostet bei Doppelbelegung pro Person im Wohlfühl-Tarif ab 599 Euro in der Balkonkabine und ab 949 Euro in der Suite.

Update  (6.7.2020)

Der Re-Start von TUI Cruises mit Minikreuzfahrten scheint unmittelbar bevorzustehen: Auf zwei Schiffe wurde eine frische Crew gebracht, welche den Start vorbereiten soll. Es handelt sich dabei um die Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2. Da die neue Crew nach den geltenden Vorschriften nun erst einmal 14 Tage in Quarantäne verbleiben muss, ist der Start erst Ende Juli möglich. Während der 14-tägigen Quarantäne dürfen die entsprechenden Crew-Mitglieder ihre Kabinen nicht verlassen und werden auf COVID 19 getestet. Ende Juli soll es dann mit den angekündigten Minikreuzfahrten losgehen und zwar zunächst mit zwei Schiffen ab Hamburg und Kiel. Die Mein Schiff 2 ist dabei wohl für Reisen ab Hamburg vorgesehen, die Mein Schiff1 soll ab Kiel auf drei- bis viertägige Minikreuzfahrten gehen.

Update (10. Juni2020):

TUI Cruises reagiert auf die Situation wegen der Corona-Epidemie und plant Minikreuzfahrten in der Nordsee anzubieten. TUI-Chef Joussen kündigte an, weitere Schiffe nach Norddeutschland verlegen zu wollen. Derzeit liegen die Mein Schiff 4 und die Mein Schiff 6 vor Wangeooge auf Reede, die Mein Schiff 3 liegt mit Besatzungsmitgliedern von einigen anderen Schiffen der TUI-Flotte noch in Bremerhaven, nachdem ein Crewmitglied an COVID-19 erkrankt war. Die Minikreuzfahrten in der Nordsee sollen auf nur 1000 Gäste auf jedem Schiff begrenzt werden, obwohl die Passagierkapazitäten weit höher sind. Dies sei eine freiwillige Sicherheitsmaßnahme. Diese Regelung soll zunächst bis zum 31. August gelten und ist Teil eines Gesamtkonzepts zur Wiederbelebung der Reiseaktivität. Außerdem soll es an Bord der Schiffe keine Selbstbedienung in den Restaurants mehr geben. Zu den Vorstellungen in den Theatern wird auf diesen Minikreuzfahrten nur jeder dritte Platz belegt und die Kids Clubs dürfen von maximal zehn Kindern besucht werden. Geld verdienen kann TUI Cruises mit diesen Minikreuzfahrten eigentlich nicht, wenn sie auf dem gewohnten Qualitätsniveau ohne Abstriche bei Essen und Service stattfinden sollen: Wenn auf den großen TUI-Schiffe die 1.000-Passagiere-Regelung bei diesen Minikreuzfahrten angewandt wird, bedeutet diese eine Auslastung von nur rund einem Drittel der Gesamtkapazität. Passagiere an Bord der Schiffe des TUI-Konzerns, zu dem neu ab Sommer auch Hapag-Lloyd Cruises gehören wird, sollen vor Beginn der Minikreuzfahrten einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen und beim Boarding einem Gesundheits-Screening unterzogen werden, zum Beispiel in Form einer Temperaturmessung. Das Boarding soll, ähnlich wie bei Flugzeugen, gestaffelt erfolgen, um Menschenansammlungen mit großer Nähe zueinander zu vermeiden. Welche Routen gefahren werden sollen und wie lange die Mini-Kreuzfahrten dauern wurde noch nicht bekanntgegeben. Außerdem ist noch nicht klar, welche Häfen die Mein Schiff-Flotte überhaupt anlaufen kann. Derzeit sind auch in Europa noch viele Häfen für Kreuzfahrtschiffe gesperrt. Als Abfahrtshäfen kommen bei Nordsee-Touren dieser Minikreuzfahrten in allererster Linie Bremerhaven und eventuell noch Hamburg in Frage. Für Landgänge und auch eventuelle Ausflüge sollen gemeinsame Verfahren mit Hafenbehörden entwickelt werden.

Derzeit sind infolge der Corona-Situation noch alle Reisen auf der Mein Schiff-Flotte mit Abreisetermin bis Mitte Juni abgesagt. Gäste, die eine Kreuzfahrt mit Abreisetermin bis zum 31. Juli 2020 gebucht haben, bekommen derzeit die Möglichkeit, bis spätestens fünf Tage vor Reisebeginn gebührenfrei umzubuchen (unabhängig vom gebuchten Tarif), falls sie ihre Reise nicht antreten möchten.

Weitere Informationen unter https://www.tuicruises.com/

Die Mein Schiff 3 hatte zuvor wochenlang in Bremerhaven unter Quarantäne gestanden:

Update  (29.05.): Nach mehr als einem Monat Liegezeit in Cuxhaven verabschiedet sich morgen die Mein Schiff 3 von der Stadt an der Nordsee. Das Kreuzfahrtschiff von TUI Cruises hatte am Dienstag, 28. April 2020 festgemacht, um einem Großteil der Besatzung die Rückreise nach Hause zu ermöglichen. Insgesamt sind in den vergangenen Wochen 1.900 der zuvor 2.900 Besatzungsmitglieder aus über 60 verschiedenen Nationen in ihre Heimatländer zurückgeflogen. Insgesamt 11 Chartermaschinen hatte TUI Cruises dafür organisiert. Zuvor war eine Rückkehr in Folge der weltweiten Reiserestriktionen nicht möglich gewesen. Nach einem, am 30. April bekannt gewordenen COVID-19-Fall an Bord der Mein Schiff 3, wurde die gesamte Besatzung getestet, um eine weitere Ansteckung auszuschließen. Dabei arbeitete TUI Cruises eng mit den Behörden, dem Hafenärztlichen Dienst des Landkreises Cuxhaven, dem Gesundheitsamt Niedersachsen, der Helios Klinik Cuxhaven und den AMEOS Kliniken zusammen. Insgesamt neun Crewmitglieder hatten sich mit dem Virus infiziert. Sie wurden umgehend von Bord gebracht und isoliert. Allen Betroffenen geht es gut. Das Havariekommando koordinierte den Einsatz der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) und unterstützte so in Amtshilfe den Landkreis Cuxhaven. Unter Leitung des Havariekommandos wurde ein PSNV-Team, bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Seemannsmission, TUI Cruises und PSNV-Fachberatern des Havariekommandos für die Betreuung der isolierten Crewmitglieder an Land und der Besatzung an Bord eingesetzt. Landrat Kai-Uwe Bielefeld zeigt sich erleichtert, dass das humanitäre Ziel des Anlaufs in Cuxhaven, sehr vielen Crewmitgliedern die Heimreise zu ermöglichen, erreicht werden konnte. „Durch die unerwarteten neun Covid-19 Fälle an Bord entstand zeitweilig eine wirklich herausfordernde Situation. Ich danke allen Beteiligten, die in einem weit überdurchschnittlichen Maß an Einsatzwillen und Pragmatismus gemeinsam dieses Ziel erreicht haben. Weiter allzeit gute und gesunde Fahrt für die Mein Schiff 3!“

Die Mein Schiff 3 verlässt Cuxhaven in Richtung Deutsche Bucht. Dort wird sie bis zur Wiederaufnahme des Schiffsbetriebs vor Anker liegen.

Update  (7.5.): Mit Genehmigung der zuständigen Behörden werden heute im Laufe des Tages acht der neun auf COVID-19 getesteten Besatzungsmitglieder von Bord der Mein Schiff 3 auf eine Quarantänestation des AMEOS Klinikums Seepark Geestland gebracht. Sie werden dort in Isolation untergebracht und versorgt. Allen Patienten geht es gut, sie sind ohne Symptome. Dies gilt auch für das, am 30. April positiv getestete Besatzungsmitglied, welches auf der Isolierstation der Helios Klinik Cuxhaven untergebracht ist. TUI Cruises ist mit allen neun Besatzungsmitgliedern in Kontakt und versorgt sie unter anderem mit SIM-Karten, um den Kontakt in die Heimat sicherzustellen. Darüber hinaus werden die Besatzungsmitglieder vom, durch TUI Cruises angeforderten, psychosozialem Dienst der Deutschen Seemannsmission betreut. Oberste Priorität hat weiterhin, den ursprünglichen Plan der Rückführung der Besatzung in ihre Heimatländer fortzusetzen. Aufgrund der aktuellen Reiserestriktionen war dies bisher nicht umsetzbar. Mittlerweile sind Rückflüge für rund 1.200 Personen, knapp die Hälfte der Besatzungsmitglieder, geplant, diese sollen ab morgen starten (s. Update 2 ende des Absatzes)

Update 3 (5.5.): Um die Situation an Bord zu entlasten und die Klinik-Kapazitäten des Landkreises Cuxhaven zu schützen, war gestern geplant, die Mein Schiff 6 (belegt mit 254 Besatzungsmitgliedern) ab dem heutigen Dienstag früh ebenfalls nach Cuxhaven neben die Mein Schiff 3 zu legen und einen Wechsel der negativ getesteten Crew-Mitglieder der Mein Schiff 3 auf die Mein Schiff 6 vorzunehmen. Die Mein Schiff 3 wird bis auf weiteres in Cuxhaven bleiben. Als reine Vorsichtsmaßnahme und um das Risiko einer weiteren Ansteckung auf der Mein Schiff 3 auf ein Minimum zu reduzieren war geplant, bisher negativ getestete Besatzungsmitglieder von der Mein Schiff 3 auf die Mein Schiff 6 zu bringen. Nach einer Neubewertung der Situation am späten Montagabend wurde dieser Anlauf und ein Crew-Wechsel zunächst ausgesetzt, die Mein Schiff 6 bleibt aber in der Nähe. Aufgrund der reduzierten Besatzung auf der Mein Schiff 6 kann aktuell die Versorgung zusätzlicher Crew-Mitglieder nicht gewährleistet werden. TUI Cruises berät sich nun zu den nächsten Schritten mit den Behörden. Für die Bewertung ist unter anderem auch entscheidend, wie die noch ausstehenden Testergebnisse der Crew ausfallen

UPDATE 2 (4.5.): Mittlerweile liegen zwei Drittel der Testergebnisse vor,  acht der Besatzungsmitglieder sind positiv getestet (inkl. des Besatzungsmitglieds, welches bereits am 30.4. positiv gestestet wurde). Die zuletzt sechs positiv getesteten Besatzungsmitglieder haben leichte bzw. keine Symptome und wurden umgehend auf ihrer Kabine isoliert. Das positiv getestete Besatzungsmitglied befindet sich weiterhin auf der Isolierstation der Helios Klinik Cuxhaven, ist wohlauf und hat nur milde Symptome. Die restlichen Testergebnisse werden bis heute Nachmittag erwartet. Die Mein Schiff 3 wird bis auf weiteres in Cuxhaven bleiben. Um die Situation an Bord zu entlasten und die Klinik-Kapazitäten des Landkreises Cuxhaven zu schützen, wird TUI Cruises die aktuell mit 254 Besatzungsmitgliedern belegte Mein Schiff 6 ab Heute (geplante Anlaufzeit: ca. 7 Uhr) ebenfalls nach Cuxhaven neben die Mein Schiff 3 legen. Als reine Vorsichtsmaßnahme und um das Risiko einer weiteren Ansteckung auf ein Minimum zu reduzieren, werden bisher negativ getestete Besatzungsmitglieder von der Mein Schiff 3 auf die Mein Schiff 6 wechseln und begeben sich dort umgehend in Isolation in Einzelkabinen. Ein Kontakt zu den 254 Besatzungsmitgliedern der Mein Schiff 6 findet entsprechend der strengen Vorgaben  selbstverständlich nicht statt. Oberste Priorität ist nun, den ursprünglichen Plan der Rückführung der Besatzung in ihre Heimatländer fortzusetzen.  Für die Rückreise von rund 900 Besatzungsmitgliedern hat TUI Cruises für die nächsten Wochen Flugzeuge in die Ukraine und nach Indonesien gechartert. Aktuell geplant: Freitag, 8.5.: Hamburg-Kiev für rund 160 Besatzungsmitglieder, Freitag, 8.5.: Frankfurt-Jakarta für 369 Besatzungsmitglieder, Montag, 11.5.: Frankfurt – Denpasar für weitere 369 Besatzungsmitglieder. Die Rückreise findet unter Berücksichtigung aller geltenden Vorsichtsmaßnahmen statt. Es reisen nur Besatzungsmitglieder ab, die negativ auf COVID-19 getestet wurden.

UPDATE 1 (4.5.): Das an Covid-19 erkrankte Crewmitglied der Mein Schiff 3 ist mittlerweile in ein Krankenhaus in Cuxhaven eingeliefert worden. Das Besatzungsmitglied befindet sich auf der Isolierstation der Helios Klinik Cuxhaven, ist wohlauf und hat weiterhin nur milde Symptome. Die bislang durchgeführten Tests auf das Corona-Virus vom Gesundheitsamt und dem hafenärztlichen Dienst des Landkreises Cuxhaven sind hingegen erfreulich ausgefallen: Alle Tests der bislang 229 getesteten Besatzungsmitglieder sind negativ. Es gibt entsprechend bisher keinen weiteren bestätigten Fall von COVID-19 an Bord der Mein Schiff 3. Getestet wurden alle Besatzungsmitglieder, die entweder direkten und persönlichen Kontakt zu dem Crewmitglied hatten (Kontaktgruppe 1) oder einer Tätigkeit nachgehen, bei der sie generell viel Kontakt zu anderen Crewmitgliedern haben. Um eine weitere Ansteckung auszuschließen, hat TUI Cruises daher mit den Behörden abgestimmt, die gesamte restliche Besatzung (aktuell an Bord: 2.899 Crew) zu testen. Diese Tests sollten größtenteils am Sonntag vorgenommen werden. Die Ergebnisse der Tests werden frühestens ab Heute Abend erwartet. Die Mein Schiff 3 bleibt vorerst weiter im Hafen unter Quarantäne, um nach Vorlage der Ergebnisse das weitere Vorgehen mit den zuständigen Behörden abzustimmen. Falls eine größere Zahl an Corona-Erkrankungen festgestellt werden sollte, würde das Havariekommando in Cuxhaven den Fall übernehmen. Als Quarantäne-Häfen kämen Wilhelmshaven, Bremerhaven und Hamburg infrage. Ursprünglich sollte Die Mein Schiff 3 Cuxhaven am Sonntagabend in Richtung Deutsche Bucht verlassen.

Weitere Informationen unter https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Cuxhaven-Mein-Schiff-3-bleibt-vorerst-in-Quarantaene,meinschiff390.html

Ursprungsmeldung:

Die Mein Schiff 3 ist in Cuxhaven unter Quarantäne gestellt worden. Das entschieden die Behörden nach einer Corona-Infektion an Bord. Ein Besatzungsmitglied war zuvor positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Insgesamt sollen sich 15 Besatzungsmitglieder nach der Ankunft in Cuxhaven mit leichten grippeähnlichen Symptomen an das Bordhospital gewandt haben. Einer von ihnen wurde dann positiv auf das Coronavirus getestet. Alle 15 Crewmitglieder wurden sofort auf ihren Kabinen isoliert und werden medizinisch betreut.

Auf dem Schiff befinden sich derzeit rund 2900 Crew-Mitglieder, die teilweise von anderen TUI-Schiffen auf die Mein Schiff 3 verlegt worden waren. Von Cuxhaven aus sollten sie eigentlich die Rückreise in ihre Heimatländer antreten. Doch die Ausschiffung hatte sich zuvor verzögert, es war nicht gelungen die benötigten Flugkapazitäten zu organisieren. Da es nicht gelang, dem Großteil des asiatischen Personals eine sichere Heimreise zu organisieren, konnten bislang nur 200 der 2.900 Besatzungsmitglieder abgemustert und mit Bussen zu den Flughäfen Hamburg und Frankfurt gebracht werden konnte. Der Rest blieb erst einmal an Bord, nach rund 30 Tagen ohne Landgang ist die Geduld bei einigen Menschen jedoch äußerst strapaziert. Diejenigen Crewmitglieder, die das Schiff in den vergangenen Tagen bereits verlassen hatten, wurden informiert und aufgefordert, sich in ihrer Heimat in Quarantäne zu begeben. In Cuxhaven befinden sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und des Helios Klinikums Cuxhaven an Bord, um Abstriche von allen Personen zu nehmen, die Symptome zeigen.

Die Mein Schiff 3 sollte ursprünglich in Richtung Ostfriesische Inseln verholt werden und bei Wangerooge vor Anker gehen, wo bereits zwei Schiffe von TUI Cruises liegen: Bereits seit Anfang April liegt die Mein Schiff 4 vor Wangeooge auf Reede, etwas später kam die Mein Schiff 6 vor der ostfriesischen Insel an. Die Mein Schiff 3 wird während der 14-tägigen Quarantäne wohl in Cuxhaven liegen bleiben. Wie lange die drei TUI Cruises-Schiffe vor Wangeooge liegen und wann es mit Kreuzfahrten überhaupt weitergeht und wie viele der pro Schiff rund einhundert geplanten Reisen in den Saisons 2020 und 2021 überhaupt stattfinden, ist noch absolut nicht klar.