TUI Cruises reagiert auf die Situation wegen der Corona-Epidemie und plant Minikreuzfahrten in der Nordsee, auf nur 1000 Gäste auf jedem Schiff begrenzt.

TUI Cruises reagiert auf die Situation wegen der Corona-Epidemie und plant Minikreuzfahrten in der Nordsee anzubieten. TUI-Chef Joussen kündigte an, weitere Schiffe nach Norddeutschland verlegen zu wollen. Derzeit liegen die Mein Schiff 4 und die Mein Schiff 6 vor Wangeooge auf Reede, die Mein Schiff 3 liegt mit Besatzungsmitgliedern von einigen anderen Schiffen der TUI-Flotte noch in Bremerhaven, nachdem ein Crewmitglied an COVID-19 erkrankt war. Die Kurz-Kreuzfahrten in der Nordsee sollen auf nur 1000 Gäste auf jedem Schiff begrenzt werden, obwohl die Passagierkapazitäten weit höher sind. Dies sei eine freiwillige Sicherheitsmaßnahme. Diese Regelung soll zunächst bis zum 31. August gelten und ist Teil eines Gesamtkonzepts zur Wiederbelebung der Reiseaktivität. Außerdem soll es an Bord der Schiffe keine Selbstbedienung in den Restaurants mehr geben. Zu den Vorstellungen in den Theatern wird nur jeder dritte Platz belegt und die Kids Clubs dürfen von maximal zehn Kindern besucht werden. Geld verdienen kann TUI Cruises mit diesen Minikreuzfahrten eigentlich nicht, wenn sie auf dem gewohnten Qualitätsniveau ohne Abstriche bei Essen und Service stattfinden sollen: Wenn auf den großen TUI-Schiffe die 1.000-Passagiere-Regelung ausgewandt wird, bedeutet diese eine Auslastung von nur rund einem Drittel der Gesamtkapazität. Passagiere an Bord der Schiffe des TUI-Konzerns, zu dem neu ab Sommer auch Hapag-Lloyd Cruises gehören wird, sollen vor Beginn der Reise einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen und beim Boarding einem Gesundheits-Screening unterzogen werden, zum Beispiel in Form einer Temperaturmessung. Das Boarding soll, ähnlich wie bei Flugzeugen, gestaffelt erfolgen, um Menschenansammlungen mit großer Nähe zueinander zu vermeiden. Welche Routen gefahren werden sollen und wie lange die Mini-Kreuzfahrten dauern wurde noch nicht bekanntgegeben. Außerdem ist noch nicht klar, welche Häfen die Mein Schiff-Flotte überhaupt anlaufen kann. Derzeit sind auch in Europa noch viele Häfen für Kreuzfahrtschiffe gesperrt. Als Abfahrtshäfen kommen bei Nordsee-Touren in allererster Linie Bremerhaven und eventuell noch Hamburg in Frage. Für Landgänge und auch eventuelle Ausflüge sollen gemeinsame Verfahren mit Hafenbehörden entwickelt werden.

Derzeit sind infolge der Corona-Situation noch alle Reisen auf der Mein Schiff-Flotte mit Abreisetermin bis Mitte Juni abgesagt. Gäste, die eine Kreuzfahrt mit Abreisetermin bis zum 31. Juli 2020 gebucht haben, bekommen derzeit die Möglichkeit, bis spätestens fünf Tage vor Reisebeginn gebührenfrei umzubuchen (unabhängig vom gebuchten Tarif), falls sie ihre Reise nicht antreten möchten.

Weitere Informationen unter https://www.tuicruises.com/