Ein Flusskreuzfahrtschiff und ein Tanker sind bei einem Unfall auf dem Rhein zusammengestoßen, es handelt sich um die "Illumination" von Avalon Waterways

Ein Flusskreuzfahrtschiff und ein Tanker sind bei einem Unfall auf dem Rhein zusammengestoßen.  Die “Illumination” der Reederei Avalon Waterways ist dabei in Höhe der Rheinbrücke bei Wesel bei Rheinkilometer 814 mit einem Tankschiff kollidiert. Die Schiffe waren gegen 20 Uhr in entgegengesetzte Richtungen unterwegs, als sich der Unfall ereignete. In beide Schiffe trat kein Wasser ein, sie konnten aus eigener Kraft noch bis zu den nächstmöglichen Anlegestellen fahren. An Bord des Tankkraftschiffes wurde niemand verletzt. Die „Illumination“ fuhr mit 160 Gästen an Bord bis zum Weseler Stadtsteiger an der Rheinpromenade und wurde von einem Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst in Empfang genommen. An Bord wurden insgesamt sieben verletzte Personen versorgt und anschließend in Krankenhäuser in Wesel, Xanten und Emmerich gebracht. Alle Verletzten saßen auf dem unteren Deck im Restaurant und stürzten, als die beiden Schiffe zusammenstießen. Während der Rettungsarbeiten an Bord sicherte ein Feuerlöschboot das Schiff gegen den Verkehr auf dem Rhein ab. An beiden Schiffen entstanden Sachschäden, sie konnten aber später ihre Fahrt fortsetzen. Wie es zu dem Unfall kam, wird noch von der Wasserschutzpolizei untersucht.

Immer wieder kommt es zu Unfällen mit Flusskreuzfahrtschiffen, der schlimmste Zusammenstoß ereignete sich in Budapest: Die Viking Sigyn war am 29. Mai auf der Donau in Budapest mit dem kleinen Ausflugsschiff Hableany zusammengestoßen. Das kleinere Schiff kenterte und sank innerhalb weniger Sekunden. An Bord hatten sich eine 33-köpfige Reisegruppe aus Südkorea und zwei ungarische Besatzungsmitglieder befunden. Lediglich sieben Südkoreaner konnten gerettet werden. Alle anderen Menschen an Bord der Hableany kamen ums Leben. Die Leiche eines Südkoreaners wurde bislang noch nicht gefunden. Viking River Cruises verfügt über insgesamt 48 Schiffe auf den Flüssen Europas und hat ihren Sitz in Basel. Nach mehreren Unglücksfällen in Folge wurde der CEO und VR-Präsident der Reederei, Torstein Hagen, stark für die mangelhafte Kommunikation kritisiert. Viking River Cruise droht eine Klage wegen des Schiffsunglücks in Budapest: Die südkoreanische Reiseagentur “Very Good Tours”, die den Ausflug auf dem gesunkenen Schiffe organisiert hatte, kündigte an, Reederei, Eigentümer und Kapitän zu verklagen. Der Unfall war der zweite mit Flusskreuzfahrtschiffen in kurzer Zeit für Viking: Erst Anfang April hatte es in Belgien die Viking Idun erwischt, die mit einem Tankschiff kollidiert war. Mehrere Personen wurden verletzt und zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus gebracht.

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