Ecuador hat den Notstand für Galápagos ausgerufen. Der berühmte Archipel ist von einem Schiffsunglück bedroht, bei dem Diesel auslief

Ecuador hat den Notstand für Galápagos ausgerufen. Der wegen seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt berühmte Archipel ist von einem Schiffsunglück bedroht: Beim Beladen eines Frachtschiffs kam es zu einem Unglück, das Schiff sank. Ein Kran, der einen Container auf das Schiff laden wollte, war zusammengebrochen. Der fallende Container brachte dann das Schiff zum Sinken. Auf dem Schiff sollen rund 2500 Liter Dieselkraftstoff gelagert sein. Der auslaufende Treibstoff bedroht nun die Gewässer und die umliegenden Inseln. Umweltaktivisten versuchen bereits, die Auswirkungen einzudämmen. Wie die Behörden des südamerikanischen Landes mitteilten, ereignete sich das Unglück vor der östlichsten Insel des Archipels, San Cristóbal. Das Militär sowie Umweltaktivisten seien dabei, Schutzbarrieren zu errichten, um die Auswirkungen durch das Unglück einzudämmen, teilte der Galapagos-Nationalpark auf Twitter mit. Umweltminister Raúl Ledesma twitterte, die Regierung habe Sofortmaßnahmen ergriffen, um Gefahren für die Umwelt zu reduzieren. Die 1978 von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärten Galapagos-Inseln gehören zu Ecuador und liegen tausend Kilometer westlich der südamerikanischen Küste. Die Artenvielfalt auf den abgelegenen Vulkaninseln im Pazifik ist weltweit einzigartig.

Die Inselregierung hatte frühzeitig strenge Auflagen für den Besuch des Nationalparks und Kreuzfahrtreedereien erlassen. Bereits seit Jahren gilt einPlastikverbot:  Die Regierung von Ecuador verkündete eine Verordnung, dass aus Umweltschutzgründen ab Februar 2019 Plastikflaschen auf dem Archipel verboten sind. Plastiktüten und Verpackungen aus Plastik wurden bereits 2014 verboten, die Nutzung von Trinkhalmen ist bereits seit Mai 2018, die von Plastiktüten seit Juli 2018 untersagt. Galapagos wird damit die erste Zone ohne bestimmte Kunststoffe sein, dazu zählen u.a. auch  Kunststoff-Behälter für Speiseeis, Kunststoffhüllen für T-Shirts oder Schaumstoffbehälter. Hotels, Restaurants und Unterkünfte des Archipels werden von den Behörden regelmäßig kontrolliert, um den Verkauf und die eventuelle Verwendung von Plastik, wie beispielsweise Kunststoff-Behälter, zu überwachen.

Weitere Informationen unter https://www.eluniverso.com/noticias/2019/12/22/nota/7661910/barcaza-colapsa-galapagos-recibir-contenedor