Nach Angaben der Cruise Lines International Association (CLIA) kostete das Aussetzen von Kreuzfahrten allein die Wirtschaft in den USA 25 Milliarden Dollar sowie rund 164.000 Arbeitsplätze.

Nach Angaben der Cruise Lines International Association (CLIA) kostete das Aussetzen von Kreuzfahrten allein die US-Wirtschaft 25 Milliarden Dollar sowie rund 164.000 Arbeitsplätze. Die CLIA hat eine Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass 421.000 Arbeitsplätze in den USA an der Kreuzfahrtindustrie hängen und damit jährlich 53 Milliarden US-Dollar Wirtschaftsleistung erbracht wird. Jeder Tag der Einstellung des US-Kreuzfahrtbetriebs führt nach der CLIA-Studie zu einem Verlust von bis zu 110 Millionen US-Dollar an Wirtschaftstätigkeit und dem Abbau von 800 direkten und indirekt mit der Kreuzfahrt verbundenen Arbeitsplätzen in den USA, z. B. in Zulieferbetrieben.

Die drei größten Kreuzfahrtunternehmen weltweit verzeichnen riesige Umsatzeinbrüche. Laut dem Gewinnbericht für das 3. Quartal 2020 erlitt die Carnival Corporation, die weltweit führende Kreuzfahrtgesellschaft mit rund 100 Schiffen unterschiedlicher Marken, in diesem Zeitraum einen Verlust von USD 2,9 Milliarden US-Dollar. Die Einnahmen fielen von 6,53 Milliarden USD im 3. Quartal 2019 auf 31 Millionen USD, ein Rückgang von 99,5 Prozent! Carnival hat demnach eine monatliche Cash-Burn-Rate von etwa 770 Millionen USD. Royal Caribbean verzeichnete laut ihrem Gewinnbericht im gleichen Zeitraum einen Verlust von 1,2 Milliarden USD. Die dritte Großreederei, Norwegian Cruise Lines, hatte in diesem Zeitraum einen geschätzten Einnahme-Verlust von 99,75 Prozent. Obwohl die globale Kreuzfahrtindustrie über mehr als 50 Kreuzfahrtgesellschaften und 270 Schiffe verfügt, kontrollieren diese drei Groß-Unternehmen rund 85 Prozent des gesamten Marktes.

Am  31. Oktober, ist die so genannte No Sail Order der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention)zwar ausgelaufen, doch ein Restart wird dauern. Diese hatte seit Mitte März den Kreuzfahrtbetrieb ab und an amerikanischen Häfen zunächst für eine Dauer von 30 Tagen untersagt und wurde dann von April bis Juli, danach von Juli bis September und schließlich von September bis Ende Oktober verlängert. Mit Auslaufen der letzten Frist haben die in den USA beheimateten Kreuzfahrtkonzerne wie Carnival Corporation, Royal Caribbean Group und Norwegian Cruise Line Holdings  grünes Licht für den Re-Start. Dieser ist allerdings mit vielerlei Auflagen verbunden, die in einem 40-seitigen Dokument der CDC zusammengefasst sind.

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