Die Eintrittsgebühr für Tagestouristen in Venedig soll zum 1. Juli 2020 kommen und flexibel gestaltet werden: von mindestens drei Euro bis zu zehn Euro.

Die geplante Eintrittsgebühr für Tagestouristen in Venedig soll zum 1. Juli 2020 kommen und flexibel gestaltet werden. So soll das neue Eintrittsgeld bei mindestens drei Euro liegen und bis zu zehn Euro an hochfrequentierten Tagen gehen. Das gab die Stadtregierung bekannt. Die Gebühr für Tagesgäste und Kreuzfahrtpassagiere war vor einigen Monaten angekündigt, ihre Einführung aber zunächst verschoben worden. Nach den aktuellen Plänen soll der Eintritt zu Hochzeiten auf sechs bis acht Euro steigen. Ab Januar 2021 soll dann die Standardgebühr sechs Euro betragen. Ist Venedig überfüllt, soll der Preis auf acht bis zehn Euro steigen. An weniger frequentierten Tagen werden drei Euro fällig. Die Zahlungsmethode wird noch ausgearbeitet. Die Gebühr gilt für Tagesgäste und Kreuzfahrtpassagiere. Nach Angaben der Stadt drohen Besuchern 100 bis 450 Euro Bußgeld, wenn sie versuchen sollten, die Gebühr zu umgehen. Venedig sieht sich seit Jahren einem großen Andrang von Touristen konfrontiert. Immer wieder gibt es Ideen, wie die Massen in Schach gehalten werden könnten. Gleichzeitig ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle für die Lagunenstadt.

Zuvor waren bereits andere Maßnahmen gegen große Kreuzfahrtschiffe getroffen worden:  die Behörden wollen einen Teil der Kreuzfahrtschiffe in die Häfen nach Fusina und Lombardia außerhalb des Stadtzentrums umleiten. Diese Terminals befinden sich innerhalb der venezianischen Lagune. . Der Fokus soll zunächst auf besonders großen Schiffen liegen. Zudem berichten mehrere italienische Medien übereinstimmend, dass die Linienschiffe mit rund 3000 Passagieren aus dem Zentrum Venedigs umgelenkt würden. Ein Drittel der Kreuzfahrtschiffe könnte so bis zum nächsten Jahr von der Innenstadt Venedigs weggelenkt werden. Die italienische Zeitung „The Vision“ schreibt sogar, dass bereits in den nächsten Wochen einige Schiffe, die mehr als 40.000 Tonnen haben, nicht mehr in den Giudecca-Kanal einfahren dürfen – das trifft dann die Schiffe aller großen Reedereien.

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