Zu viele riesige Kreuzfahrtschiffe: Der Bürgermeister von Venedig will, dass seine Stadt von der Unesco als gefährdet eingestuft wird.

Zu viele riesige Kreuzfahrtschiffe: Der Bürgermeister von Venedig will, dass seine Stadt von der Unesco als gefährdet eingestuft wird. Bürgermeister Luigi Brugnaro fordert die Stadt auf die Rote Liste des gefährdeten Weltkulturerbes zu setzen. Die Stadt und die italienische Regierung in Rom diskutieren seit Jahren, ob und wie die Schiffe die Weltkulturerbe-Stadt umfahren sollen. Der Bürgermeister griff Transportminister Danilo Toninelli scharf an. Er würde einen Plan der Vorgängerregierung aus dem Jahr 2017 blockieren, der vorsieht, große Kreuzfahrtschiffe aus der Lagunenstadt zu verbannen. Die Schiffe sollten stattdessen in der Industriegegend von Marghera anlegen, dafür sollte ein neues Terminal gebaut werden. Toninelli hatte gesagt, dass der Plan nicht durchführbar sei. Brugnaro und machte deutlich, dass der Transportminister aus seiner Sicht den Schutz Venedigs nicht garantieren könne.

Die Unesco warnt Venedig bereits seit einiger Zeit, dass die Riesenschiffe das Welterbe gefährdeten und hat bereits vor einigen Jahren mit dem Entzug des Welterbetitels gedroht, weil zu viele Touristen und zu viele Kreuzfahrtschiffe in die Stadt kommen. Passiert ist bislang nichts Umweltschützer sehen wegen der Schiffe vor allem das Ökosystem der Lagune in Gefahr..

Die „MSC Opera“ hatte am 2. Juni beim Anlegen in Venedig ein Touristen-Boot gerammt, mehrere Menschen wurden verletzt. Seit dem Crash ist die Stimmung in der Stadt aufgeheizt.