Die Fährreederei Viking Line nutzt jetzt neben dem abgasarmen Naturgas-Antrieb mit der  Viking Grace auch Wind zum Antrieb. Die Viking Grace mit einem sogenannten Flettner-Rotor nachgerüstet.

Die Fährreederei Viking Line nutzt jetzt neben dem abgasarmen Naturgas-Antrieb mit der  Viking Grace auch Wind zum Antrieb.

Die Viking Grace mit einem sogenannten Flettner-Rotor nachgerüstet. Das ungewöhnliche Bauteil, ein 24 Meter hoher zylindrischer Rotor mit 4 Metern Durchmesser, basiert auf einer vor vielen Jahren patentierten Erfindung des Deutschen Anton Flettner. Es ist eine Alternative zu einem großflächigen Segel. Dabei wird der sogenannte Magnus-Effekt – Sog- und Staudruckkräfte – genutzt, um einen quer zur Windrichtung wirkenden Vortrieb zu erreichen. Die Kraft des Windes kann mit einem Flettner-Rotor wesentlich effektiver als mit einem gewöhnlichen Segel genutzt werden. Nach einer Modellrechnung kann die Viking Grace mit dem Rotor ihren Treibstoffbedarf um bis zu 900 Tonnen im Jahr reduzieren. Entsprechend geringer fallen auch die ausgestoßenen Abgase aus, die wegen des LNG-Antriebs bereits niedriger als bei den meisten anderen modernen Fährschiffen ist.

Die nächste Großfähre, die Viking Line bis zum Jahr 2020 in China bauen lässt, soll neben einem LNG-Antrieb sogar zwei Flettner-Rotoren des finnischen Herstellers Norsepower erhalten und somit noch weniger Treibstoff als die Viking Grace benötigen.

Weitere Informationen unter www.vikingline.de