Die Scarlet Lady, erstes von vier Schiffen, die Virgin Voyages bei Fincantieri bestellt hat, ist auf der Werft in Genua Sestri Ponente vorgestellt worden.

Die Scarlet Lady, das erste von vier Schiffen, die Virgin Voyages bei der italienischen Werftengruppe Fincantieri bestellt hat, ist auf der Werft in Genua Sestri Ponente ins Wasser gelassen und vorgestellt worden. Virgin Voyages ist die neue Kreuzfahrtgesellschaft und Markenteil der Virgin Group von Sir Richard Branson. An der Zeremonie nahmen unter anderem der Präsident und CEO von Virgin Voyages, Tom McAlpin, der Gouverneur der Region Ligurien, Giovanni Toti und der Bürgermeister von Genua, Marco Bucci, teil.

Die Scarlet Lady wiegt ungefähr 110.000 Bruttotonnen, ist 278 Meter lang und 38 Meter breit. Das zweite Schiff von Virgin Voyages, „Valiant Lady“, das derzeit auf derselben Werft gebaut wird, wird 2021 ausgeliefert, während die dritte und die vierte Einheit, die noch nicht benannt sind, 2022 bzw. 2023 in See stechen werden. Sie alle werden über 1.400 Gästekabinen für mehr als 2.770 Passagiere fassen, begleitet von 1.160 Besatzungsmitgliedern an Bord. Die Lebensqualität an Bord wird durch die Zertifizierung “Komfortklasse” bestätigt, die ein Minimum an Geräuschen und Vibrationen sowie den umfassenden Einsatz von Hausautomation garantiert. Dank der Installation einer App auf dem Smartphone können die Gäste so eine Vielzahl von Kabinenfunktionen verwalten (Klimatisierung, Beleuchtung, Öffnen und Schließen von Jalousien, Musik und Fernsehen).

Die Scarlet Lady zeichnet sich durch ihr Design und die Möglichkeiten für die Energierückgewinnung aus, die innovative alternative Technologien beinhaltet, die die Gesamtumweltbelastung des Schiffes verringern wird. Beispielsweise ist das Schiff mit einer Energieerzeugungsanlage von ca. 1 MW ausgestattet, die die Abwärme des Dieselmotors nutzt. Neben einer Waschanlage zur Abfallentsorgung von Schwefeldioxiden ist die neue Anlage mit einem Katalysator ausgestattet, der Stickoxide reduziert. Die Scarlet Lady ist vollständig mit LED-Leuchten ausgestattet, um den Energieverbrauch zu senken. Das hydrodynamische Design des Rumpfes bietet hervorragende Leistung und spart dadurch Kraftstoff. Das erste Schiff, die Scarlett Lady, das auf 2.770 Passagiere ab 18 Jahren ausgelegt ist, debütiert bei Kreuzfahrten in die Karibik. Basishafen für das Ein- und Ausschiffen wird Miami. Eine besondere Kabinenkategorie hat sich der spleenige Geschäftsmann Branson, zu dessen Mischkonzern auch eine renommierte Plattenfirma gehört, auch bereits einfallen lassen: die „Rock-Star-Suiten“. Deren Bewohner haben laut Reederei Backstage-Zugang unter anderem zum Bord-Entertainment und zu Restaurants sowie einen Express-Zutritt zum Schiff – es handelt sich also um eine VIP-Kategorie mit vielen weiteren Annehmlichkeiten. Zu den weiteren Extra-Services sollen auch das Ein- und Auspacken der Koffer durch ein Crew-Mitglied und darüber hinaus die Reinigung der Badekleidung über Nacht gehören. Denn wie heißt es so schön in der Virgin-Werbung: Kein Rockstar sollte jemals einen nassen Hintern haben. Ein schönes Beispiel für den etwas anderen Ton und Stil, mit denen die Virgin-Flotte aus der Masse der Kreuzfahrtgesellschaften herausstechen will. Kunden aus Deutschland können Reisen mit dem etwas anderen Kreuzfahrtprodukt bislang nur direkt unter www.virginvoyages.com buchen.