Der weltgrößte Kreuzfahrthafen Miami stellt für Virgin Voyages ein eigenes Terminal bereit. Die Scarlet Lady soll 2021 von dort aus in die Karibik fahren.

Virgin Voyages hat noch kein einziges Kreuzfahrtschiff in Betrieb, aber bereits eine gewichtige Zusage: Der weltgrößte Kreuzfahrthafen Miami stellt für Virgin Voyages ein eigenes Terminal bereit. Das Kreuzfahrt-Start-up von Richard Branson verpflichtet sich im Gegenzug zu einer langfristigen Bindung an die Florida-Metropole. Das erste Virgin-Schiff namens Scarlet Lady soll 2021 das ganze Jahr über von dort aus in die Karibik fahren.

Der zweite Neubau kommt dann zum Winter 2021/22 nach Miami. Buchungsstart für die Reisen ist bereits am 14. Februar 2019. Das Virgin -Terminal wird in der Nordwestecke des Hagens eingerichtet bis ein Neubau, dessen Bau im nächsten Jahr losgehen und im November 2021 fertig sein soll, zur Verfügung steht. Die neue Reederei will ausschließlich erwachsene Passagiere ansprechen –  Kinder und Jugendliche bis 18 sind an Bord nicht willkommen. Dies ist typisch Branson, eine außergewöhnliche Strategie gegen den vorherrschenden Trend, denn die anderen Reedereien bemühen sich verstärkt um durchaus lukrative jüngere Zielgruppen wie Familien.

Bis 2023 sollen nun vier Schiffe fertiggestellt werden, jeweils mit einer BRZ von 110.000, 278 Meter Länge, einer Breite von 38 Metern und einer Kapazität von mehr als 2700 Passagieren sowie einer 1150-köpfigen Crew. Heimathafen des ersten Flottenmitglieds wird Miami, angeboten werden zunächst Kreuzfahrten in die Karibik. In Sachen ökologischer Nachhaltigkeit kooperiert Virgin Voyages mit Climeoan. Das Unternehmen gewinnt Elektrizität aus heißem Wasser. Wie die Technologien auf den Schiffen genau aussehen sollen, ist noch nicht bekannt, Virgin Cruises spricht jedoch von Emissionseinsparungen von 5400 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr und Schiff und will die sauberste Flotte auf See schaffen.