AIDA Cruises will wegen der Corona-Krise auf Staatshilfen zurückgreifen und schickt 1.500 Mitarbeiter in Rostock und Hamburg in Kurzarbeit

Update 26.8.: Rund 50 Mitarbeitern von Aida Entertainment, die sich seit mehr einem Jahr zu hundert Prozent in Kurzarbeit befinden, droht die Kündigung. AIDA hatte in einer digitalen Informationsveranstaltung das neue Organigramm des Unternehmens präsentiert, nach dem es künftig nur noch 34 festangestellte Mitarbeiter geben soll. Das Unternehmen will 50 der 85 Mitarbeiter in Hamburg, die das Unterhaltungsprogramm auf den Schiffen entwickeln, in die Arbeitslosigkeit entlassen. Dagegen gingen die Betroffenen in Hamburg auf die Straße, um in einer von der Gewerkschaft ver.di organisierten Demonstration gegen den drohenden Jobverlust zu protestieren.

Das Entertainment Programm und die Kinderbetreuung auf den AIDA-Schiffe wurde jahrelang von Hamburg aus gesteuert. Dazu gab es eine Partnerschaft mit dem Schmidt´s Tivoli in Hamburg.

Derzeit laufen noch Gespräche zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat. Die Reederei hat aber bereits alternative Beschäftigungsmöglichkeiten für die teils langjährigen Angestellten der Aida Entertainment ausgeschlossen, trotz einer öffentlich verkündeten Joboffensive, bei der bis zu 5000 Neueinstellungen versprochen wurden. Auch eine Aufnahme der Hamburger Mitarbeiter in den sonst im Unternehmen geltenden Manteltarifvertrag lehnt Rostock ab. Der Tarifvertrag hätte für die Beschäftigten in Hamburg einen erweiterten Kündigungsschutz bedeutet.

Update 26.2.2021: Aida Cruises soll eine Bürgschaft vom Land Mecklenburg-Vorpommern erhalten. Der Finanzausschuss des Landtags stimmte der Übernahme einer sogenannten Rückbürgschaft zu. Das ist Voraussetzung dafür, dass Aida Cruises Mittel aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) des Bundesministeriums für Wirtschaft erhalten kann. Aida hatte zuvor  mit der Bundesregierung wegen eines Kredits über 400 Millionen Euro verhandelt (s.u.) Mit der Bereitschaft des Landes zur Übernahme der Bürgschaft sei aber noch keine Entscheidung über die tatsächliche Inanspruchnahme von WSF-Mitteln gefallen, hieß es von AIDA. man wolle zu gegebener Zeit entscheiden, ob das Unternehmen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werde.

Update (9.11.): Aida Crusises hat Staatshilfen beantragt, ein entsprechender Antrag soll an den Wirtschaftsstabilisierungsfonds gestellt worden sein. Dabei geht es um Hilfen in Höhe von 400 Millionen Euro. Für diese Summe würde der Staat bürgen, außerdem gibt es Gespräche über eine Beteiligung des Landes Mecklenburg-Vorpommern an dem Unternehmen.  Die Reederei soll Umsatzausfälle in Höhe von 400 Millionen Euro – jeden Monat! So sei in den vergangenen Monaten  bei Europas größtem Kreuzfahrtanbieter Costa Crociere, zu dem auch Aida gehört, ein hoher Millionenverlust entstanden. Auch die Mutter der beiden Marken, der börsennotierte US-Kreuzfahrtriese Carnival hatte in seiner Quartalsbilanz veröffentlicht, im Sommer praktisch kein Geld verdient zu haben. Danach brachen die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 99,5 Prozent auf 31 Millionen US-Dollar ein und es mussten Verluste  von rund 2,5 Milliarden Euro hingenommen werden. Carnival hatte dabei auch vorhergesagt, im letzten Quartal des Jahres 2020  weitere 1,5 Milliarden Euro Minus zu machen.

Weitere Informationen unter: https://www.welt.de/wirtschaft/article219530968/Kreuzfahrten-Preise-werden-nach-der-Corona-Pandemie-deutlich-steigen.html

Ursprungsmeldung: Nach A-Rosa Flussreisen, die vom Land einen Bürgschaftskredit erhalten hat, möchte mit Hochsee-Anbieter AIDA Cruises die zweite Reederei aus Mecklenburg-Vorpommern wegen der Corona-Krise auf Staatshilfen zurückgreifen. Aida Cruises mit Sitz in Rostock verhandelt mit Banken und der Bundesregierung über Finanzhilfen in Millionenhöhe. Es geht darum, ob das Unternehmen auch unter den Rettungsschirm des Bundes darf. Alle finanzpolitischen Möglichkeiten werden geprüft, darunter auch Möglichkeiten von Staatshilfen. Dabei geht es um einen Überbrückungskredit in Höhe von bis zu 500 Millionen Euro. Hilfe für Aida als einem der größten Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern ist wichtig, aber dafür muss zum Einen erstmal das Unternehmen ein Konzept vorlegen und dann noch die Deutsche Bank als Hausbank sich bewegen.

Seit Mitte März hat Aida praktisch keine Umsätze mehr. Mit dem Betriebsrat wurde vereinbart, zunächst bis Jahresende einen Großteil der 1.500 Mitarbeiter in Rostock und Hamburg in Kurzarbeit zu schicken. Davon sind am Standort Rostock rund 800 Mitarbeiter betroffen. Betriebsbedingte Kündigungen wurden aber bislang ausgeschlossen. Aida Cruises beschäftigt insgesamt rund 15 000 Mitarbeiter. Aida gehört zum britisch-amerikanischen Kreuzfahrtkonzern Carnival Corporation mit Sitz in Miami. Die Schiffe der Reederei fahren unter italienischer Flagge. Die Schiffe der Flotte liegen inzwischen nur noch mit Notbesatzungen in unterschiedlichen Häfen fest. Die Crews, darunter viele aus asiatischen Ländern, sind bereits größtenteils wieder zu Hause. Allerdings sitzen immer noch einige Hundert Mannschaftsmitglieder fest, denn die Heimreise in einige Länder beispielsweise Indien ist derzeit nicht beziehungsweise nur unter erheblichen Einschränkungen möglich.

Weitere Informationen unter https://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/MV-aktuell/Aida-in-Not-Reederei-schickt-bis-zu-1500-Mitarbeiter-bis-Jahresende-in-Kurzarbeit

Aida Cruises hatte zuvor nach Princess Cruises, Viking und Celestyal Cruises die gesamten Kreuzfahrtreisen der 14 Schiffe umfassenden Flotte eingestellt. Vorerst werden alle Reisen bis Anfang April abgesagt. Die Schiffe, die noch auf See sind, beenden ihre Routen in den nächsten drei bis vier Tagen an geeigneten Standorten, von wo aus die Passagiere nach Hause gebracht werden. Die Schiffe sollen dann an geeigneten Liegeplätzen geparkt werden, die aber nicht unbedingt dort sein müssen, wo tatsächlich die Passagiere von Bord gehen. Derzeit werden Passagiere an Bord sowie diejenigen Gäste, die auch dem Weg zu einer Kreuzfahrt sind, über die Maßnahmen informiert. Insgesamt sind mehrere Tausend Gäste betroffen. Für die AIDAmira, die derzeit vor Südafrika unterwegs ist, steht der Zeitplan noch nicht definitiv fest. Die Crewmitglieder bleiben auf den Schiffen, damit der Betrieb nach der Auszeit so schnell wie möglich wieder regulär anlaufen kann. Bereits Mitte Februar hat AIDA die Saison in Asien vorzeitig beendet. Davon betroffen waren die AIDAbella und die AIDAvita mit mehr als 3.300 Passagieren. Die Höhe des finanziellen Schadens steht noch nicht fest, auch die genauen Kompensations-Modalitäten für die betroffenen Gäste müssen erst noch bekanntgegeben werden. Die Reederei schreibt dazu auf ihrer Webseite:

„Uns liegt sehr viel daran, Ihnen Ihren lang ersehnten AIDA Urlaub zu ermöglichen, sobald dies wieder in gewohnter Weise möglich ist. Gern bieten wir Ihnen an, aus unserem vielfältigen Angebot bis zum Frühjahr 2022 Ihre Wunschreise auszuwählen. Das vollständige Programm finden Sie auf www.aida.de sowie im aktuellen AIDA Katalog. Auch Ihr Reisebüro berät Sie gern.

Für Ihre Umbuchung bis zum 31.05.2020 bedanken wir uns bei Ihnen für Ihre Flexibilität mit einem attraktiven Bordguthaben.

Buchen Sie einfach Ihre neue Reise und teilen uns per E-Mail unter gaesteinfo@aida.de Ihre alte und neue Buchungsnummer mit. AIDA kümmert sich um die geleisteten Zahlungen und verrechnet diese mit der neuen Buchung. Im Anschluss erhalten Sie eine aktualisierte Buchungsbestätigung.

Sollten Sie bereits Bordleistungen oder Ausflüge in Ihrem MyAIDA Reiseportal reserviert haben, werden diese durch uns storniert. Der entsprechende Betrag wird auf das bei der Zahlung angegebene Konto bzw. die Kreditkarte erstattet. Des Weiteren können ab Montag, den 16.03.2020 gebuchte Reisen mit Abfahrt im Zeitraum 03.04.2020 bis einschließlich 31.05.2020 gebührenfrei umgebucht werden.

Ursprungsmeldung: Auch Aida Cruises stellt jetzt, nach Princess Cruises, Viking und Celestyal Cruises die gesamten Kreuzfahrtreisen der 14 Schiffe umfassenden Flotte ein. Vorerst werden alle Reisen bis Anfang April abgesagt. Die Schiffe, die noch auf See sind, beenden ihre Routen in den nächsten drei bis vier Tagen an geeigneten Standorten, von wo aus die Passagiere nach Hause gebracht werden. Die Schiffe sollen dann an geeigneten Liegeplätzen geparkt werden, die aber nicht unbedingt dort sein müssen, wo tatsächlich die Passagiere von Bord gehen. Derzeit werden Passagiere an Bord sowie diejenigen Gäste, die auch dem Weg zu einer Kreuzfahrt sind, über die Maßnahmen informiert. Insgesamt sind mehrere Tausend Gäste betroffen. Für die AIDAmira, die derzeit vor Südafrika unterwegs ist, steht der Zeitplan noch nicht definitiv fest. Die Crewmitglieder bleiben auf den Schiffen, damit der Betrieb nach der Auszeit so schnell wie möglich wieder regulär anlaufen kann. Bereits Mitte Februar hat AIDA die Saison in Asien vorzeitig beendet. Davon betroffen waren die AIDAbella und die AIDAvita mit mehr als 3.300 Passagieren. Die Höhe des finanziellen Schadens steht noch nicht fest, auch die genauen Kompensations-Modalitäten für die betroffenen Gäste müssen erst noch bekanntgegeben werden. Die Reederei schreibt dazu auf ihrer Webseite:

„Uns liegt sehr viel daran, Ihnen Ihren lang ersehnten AIDA Urlaub zu ermöglichen, sobald dies wieder in gewohnter Weise möglich ist. Gern bieten wir Ihnen an, aus unserem vielfältigen Angebot bis zum Frühjahr 2022 Ihre Wunschreise auszuwählen. Das vollständige Programm finden Sie auf www.aida.de sowie im aktuellen AIDA Katalog. Auch Ihr Reisebüro berät Sie gern.

Für Ihre Umbuchung bis zum 31.05.2020 bedanken wir uns bei Ihnen für Ihre Flexibilität mit einem attraktiven Bordguthaben.

Buchen Sie einfach Ihre neue Reise und teilen uns per E-Mail unter gaesteinfo@aida.de Ihre alte und neue Buchungsnummer mit. AIDA kümmert sich um die geleisteten Zahlungen und verrechnet diese mit der neuen Buchung. Im Anschluss erhalten Sie eine aktualisierte Buchungsbestätigung.

Sollten Sie bereits Bordleistungen oder Ausflüge in Ihrem MyAIDA Reiseportal reserviert haben, werden diese durch uns storniert. Der entsprechende Betrag wird auf das bei der Zahlung angegebene Konto bzw. die Kreditkarte erstattet. Des Weiteren können ab Montag, den 16.03.2020 gebuchte Reisen mit Abfahrt im Zeitraum 03.04.2020 bis einschließlich 31.05.2020 gebührenfrei umgebucht werden.

Kreuzfahrten, die derzeit stattfinden, werden ihre derzeitige Kreuzfahrt nur beenden, damit die Gäste von Bord gehen und in ihre Heimat zurückkehren können. Costa Crociere informiert unverzüglich alle betroffenen Reisebüros und Kunden.

Auch Costa Crociere kündigte an, dass es den weltweiten Betrieb der Schiffe bis zum 3. April freiwillig einstellen wird. derzeitiger, geplanter Kreuzfahrt-Neustart der Schiffe: 3. April Costa Magica; 4. April Costa Smeralda, Costa Pacifica; 5. April Costa Luminosa, Costa Diadema; 8. April Costa Fortuna; 10. April Costa Favolosa, Costa Mediterranea; 3. Mai Costa Fascinosa.