Wegen eines Notfalls an Bord hat die Aidaluna kurz nach dem Auslaufen in Kiel wenden müssen, ein Rettungskreuzer holte eine erkrankte Passagierin ab

Update 25.1.: Die Aidaluna hat nach der Stornierung von zunächst drei Reisen (s.u.), jetzt die gesamte geplante Karibiksaison abgesagt. Das Schiff kehrt ohne Passagiere nach Hamburg zurück.

Update 10.1.2022: Nach der Unterbrechung der Silvesterkreuzfahrt der Aidanova mit der anschließenden Absage von drei Reisen, setzt jetzt auch die Aidaluna, die sich derzeit in der Karibik befindet mit einigen Kreuzfahrten aus. In der Karibik finden die nächsten drei Reisen mit der Aidaluna nicht statt. Die nächste Reise der Luna soll nun am 29. Januar starten. Laut Aida Cruises könnten von der Absage betroffene Kunden, die ihren Urlaub noch antreten möchten, aber auf die Aidadiva oder die Aidaperla umbuchen, die ebenfalls in der Karibik unterwegs sind. Die nächste planmäßige Reise der Aidanova soll am 15. Januar von Las Palmas auf Gran Canaria starten.

Ursprungsmeldung: Wegen eines Notfalls an Bord hat die Aidaluna kurz nach dem Auslaufen in Kiel wenden müssen. Doch schon zwei Stunden nach dem Ablegen im Hafen in Kiel, musste eine Passagierin wieder von Bord geholt werden. Das Schiff war gegen 19 Uhr in Kiel zur Kreuzfahrt gestartet, zum Zeitpunkt des Notfalls gegen 21 Uhr war das 252 Meter lange Schiff bereits mitten auf der Ostsee und hatte Kurs auf den Südeingang des Großen Belts. Der Kapitän ließ die Aidaluna wenden und mit Höchstfahrt in Richtung Kiel zurückfahren. Über die Seenotrettungszentrale der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wurde von Laboe aus der Seenotrettungskreuzer Berlin in Marsch gesetzt. In weniger als einer Stunde erreichte der Seenotrettungskreuzer das Kreuzfahrtschiff. Etwa vier Meilen östlich des Kieler Leuchtturms ging die Berlin bei der Aidaluna längsseits und übernahm die 68 Jahre alte Patientin, die dann nach Laboe gebracht wurde. In Laboe wartete ein Rettungswagen und übernahm den Weitertransport der Frau in ein Krankenhaus nach Kiel. Nach der Aktion wendete das Kreuzfahrtschiff dann erneut und setzte seine Fahrt zu den Orkney Inseln vor Schottland fort. Woran genau die Frau gelitten hat, ist aus Datenschutzgründen nicht bekannt. Auch wie es ihr jetzt geht, ist vorerst unklar.

Erst Anfang Mai hatten Ehrenamtliche Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und von der DLRG auf der Elbe einen Patienten von der Aidaluna gerettet. Der Mann war eine Treppe heruntergefallen. Von dem Sturz hatte er erhebliche Verletzungen davongetragen, die nicht im Schiffshospital behandelt werden konnten und deshalb einen Krankenhausaufenthalt an Land erforderten. In Stadersand rückten deswegen das neue Hilfsleistungslöschboot „Henry Köpcke“ der Stader Feuerwehr und das Motorrettungsboot „Kiek ut“ der Stader Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft aus, bargen den Mann und brachten ihn in ein Krankenhaus.

Weitere Informationen unter https://www.kn-online.de/Kiel/Seenotrettungskreuzer-Berlin-holte-erkrankten-Passagier-von-der-Aidaluna