Die Carnival Corporation hat aufgrund des COVID-19-Ausbruchs reagiert und einen hohen Kredit in Höhe von insgesamt drei Milliarden US-Dollar aufgenommen

Update 17.8.: Auf der Carnival Vista sind bei der Ankunft in Belize mehr als zwei Dutzend Corona-Infizierte festgestellt worden. Die positiven Fälle betreffen 26 Besatzungsmitglieder und einen Passagier der Carnival Vista, die mehr als 1.400 Besatzungsmitglieder und fast 3.000 Passagiere an Bord hat. Alle 27 Betroffenen waren geimpft, hatten leichte oder gar keine Symptome und wurden sofort isoliert. Der Tourismusverband von Belize teilte mit, dass 99,98 % der Schiffsbesatzung sowie 96,5 % der Passagiere geimpft seien. Carnival schreibt vor, dass Passagiere geimpft werden müssen, Ausnahmen gibt es für Kinder und Menschen mit medizinischen Problemen. Die Kreuzfahrtgesellschaft erklärte, dass Passagiere in bestimmten Innenbereichen eine Maske tragen und innerhalb von drei Tagen nach Einschiffung für Kreuzfahrten ab dem 14. August einen negativen Covid-Test vorlegen müssen. Das Schiff kam aus Galveston, Texas und setzte die Kreuzfahrt mit Kurs auf das mexikanische Cozumel fort. Die US-Gesundheitsbehörde CDC meldet, die Vista stehe unter Beobachtung.

Weitere Informationen unter https://www.travelweekly.com/Cruise-Travel/Carnival-crew-test-positive-Covid-19?

Update 24.7.: Carnival Cruise Line (www.carnivalcruiseline.de) drückt aufs Tempo. Das Mutterunternehmen von Aida und Costa rechnet damit, dass Ende 2021 drei Viertel aller Schiffe wieder im Einsatz sind. Für die Marke Carnival Cruise Line gehen die Planungen vom Einsatz der vollen Flotte aus. Nachdem seit Anfang Juli die ersten Schiffe der US-Reederei wieder mit Passagieren von Florida aus in See stechen, plant die US-Reederei in den nächsten Wochen die sukzessive Rückkehr von mehr als der Hälfte ihrer Flotte. So sollen bis zum 21. Oktober 15 der aktuell 24 Schiffe des Marktführers wieder im Einsatz sein. Die Abfahrtshäfen liegen dabei ausschließlich im Süden der USA (in Florida und am Golf von Mexiko Florida) sowie in Kalifornien. Ziele sind die Karibik, die Mexikanische Riviera und Alaska. Die Reisen richten sich in erster Linie an vollständig gegen Covid-19 Geimpfte, die mindestens 95% der Passagiere ausmachen werden. Die Zahl Nicht-Geimpfter an Bord wird in jedem Fall die 5%-Grenze nicht überschreiten, wobei diese Gäste einer Reihe von Tests sowie verschiedenen Einschränkungen vor und während der Kreuzfahrt unterliegen. Im Zusammenspiel mit den umfangreichen Hygienemaßnahmen auf den Schiffen sollen so unbeschwerte Tage auf See ermöglicht werden. Vor dem Hintergrund der für Europäer zurzeit noch geltenden Beschränkungen bei Reisen in die USA sind Buchungen der neuen Kreuzfahrtangebote in Deutschland, Österreich und der Schweiz erst für Abreisen ab dem 1. Oktober möglich.

Update 2.7.2021: Carnival Cruise Line  wird die eigene Flotte bis 2023 um zwei weitere, zusätzliche Schiffe erweitern. Neben einem Neubau der Excel-Klasse, der ursprünglich für die Konzernschwester AIDA vorgesehen war, übernimmt die Reederei auch die Costa Magica, bislang im Besitz einer weiteren Marke des Carnival-Konzerns. Sie wird umgebaut und ab Mitte 2022 unter neuem Namen eingesetzt.  Dank der beiden Schiffe erhöht Carnival Cruise Line die Angebotskapazität weiter, nachdem erst kürzlich mit dem Neubau Mardi Gras das erste mit Flüssigerdgas (LNG) betriebene Schiff zur Flotte gestoßen ist. Mit der Carnival Celebration folgt Ende 2022 ein weiterer LNG-Neubau, der im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag von Carnival erstmals zum Einsatz kommt. Unter Einbeziehung dieser vier „Newcomer“ wird die Carnival-Flotte bis Ende 2023 somit auf insgesamt 27 Schiffe anwachsen.

Update 9.6.2021: Carnival Cruise Line (www.carnivalcruiseline.de) bereitet sich intensiv auf den Restart vor. Ab Anfang Juli will der Marktführer mit zunächst vier Schiffen sein Kreuzfahrtprogramm von US-Häfen aus wieder aufnehmen. Nachdem umfangreiche Auflagen der amerikanischen Gesundheitsbehörden erfüllt wurden, hat das Unternehmen mittlerweile damit begonnen, die benötigten Crews gegen Corona zu impfen und wieder an Bord zu bringen. Der Startschuss fällt am 3. Juli im texanischen Galveston, von wo aus die Carnival Vista zu einwöchigen Kreuzfahrten durch die Westliche Karibik mit Stopps in Belize und Cozumel (Mexiko) aufbricht. Einen Tag später folgt die Carnival Horizon von Miami aus mit einer Serie 6- bzw. 8-tägiger Cruises in die Westliche und Südliche Karibik mit Aufenthalten u.a. in Aruba und Bonaire. Ab dem 15. Juli macht sich dann die Carnival Breeze ebenfalls von Galveston aus auf eine Reihe von Kurztrips (5 Tage) durch die Westliche Karibik. Alaska ist schließlich das Ziel der Carnival Miracle. Am 27. Juli heißt es in Seattle „Leinen los“ zu insgesamt acht 7-tägigen Kreuzfahrten zu den Gletscherriesen des 49. US-Bundesstaates.

Der Start von Carnival ist ein wichtiges Signal der gesamten Branche, denn die in Miami ansässige Reederei ist einer der Marktführer: Mit 26 Schiffen und jährlich 5,2 Millionen Passagieren (2019) ist Carnival Cruise Line eine der beiden größten Kreuzfahrt-Reedereien weltweit. Bislang größtes Flottenmitglied (5.200 Gäste) ist die Mardi Gras, das zudem erste mit Flüssigerdgas (LNG) betriebene Schiff des Unternehmens. Die Muttergesellschaft, Carnival Corporation, zu der u. a. AIDA, Costa, Cunard oder HollandAmerica gehören, ist mit knapp 100 Kreuzfahrtschiffen mit Abstand der Branchenprimus.

Update 15.4. 2021: Bei der Carnival Corporation geht das Geld verbrennen, nach der finanziellen Horrorbilanz für die Saison 2020 mit mehr als 10 Milliarden Euro Verlust, munter weiter: Jeder Monat, den der weltweit größte Kreuzfahrtkonzern wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht mit seinen Schiffen fahren kann, kostet das US-Unternehmen rund 460 Millionen Euro. Dennoch sei das Unternehmen immer noch liquide genug, um auch dieses Jahr selbst ohne einen Cent an Einnahmen zu überstehen. Dafür hatte die rechtzeitige Aufnahme von Milliardenkrediten gesorgt, welche die Liquidität sichern. CEO Arnold Donald sagte, dass nicht einmal alle knapp 90 Schiffe des Konzerns, zu dem auch die deutsche Reederei AIDA gehört, fahren müssten, um die laufenden Kosten zu finanzieren: allein der Betrieb  der 25  größten (und neuesten) Schiffe von Carnival reiche aus, um bei voller Auslastung eine verlängerte Pause der restlichen mehr als 60 Schiffe zu finanzieren.

 

Update 8.4.2021: Die Carnival Corporation hat das erste Quartal mit einem Minus von knapp zwei Milliarden US-Dollar (rd. 1,6 Milliarden Euro) abgeschlossen. Damit summieren sich die Gesamtverluste durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf mehr als 10 Milliarden Euro, denn im Jahr 2020 gab es einen Fehlbetrag von 8,46 Milliarden Euro. In 2019 hatte es noch einen Gewinn von mehr als 350 Millionen Euro gegeben. Die Aktie notierte dennoch kräftig im Plus, denn CEO Arnold Donald verbreitete Optimismus: „Die Buchungen nehmen Fahrt auf. Sie lagen im ersten Quartal 2021 fast 90 Prozent über dem Volumen des vierten Vorjahresquartals.“ Die Vorausbuchungen für die Saison 2022 seien höher als im „sehr starken“ ersten Quartal des Vergleichsjahres 2019 für 2020 – und das bei lediglich geringem Werbe- und Marketing-Aufwand. Diese Entwicklung spiegele sowohl den Nachholbedarf als auch das langfristige Potenzial der Kreuzfahrt wider.

Update 18.3.2021: Den CEOs und Vorstände der Carnival-Gruppe scheint es trotz der Krise in der Kreuzfahrtbranche zumindest finanziell bestens zu gehen: Allein Carnival-CEO Arnold Donald kommt trotz Kürzungen im Grundgehalt 2020 auf 13,3 Millionen US-Dollar, davon erhält er rund 12,2 Millionen US-Dollar Wert in Aktien. Allein dies sind bereits gut zwei Millionen US-Dollar mehr als 2019. Wenn man bedenkt, dass der Aktienkurs der Carnival Corporation stark gelitten hat und mittlerweile trotz kräftiger Erholung mit derzeit 24,20 Euro bei knapp 40 Prozent des Wertes der Vorkrisenzeit durch Corona steht, kann sich diese Summe noch stark erhöhen.

Auch bei Costa-Chef Michael Thamm wird so schnell kein finanzieller Notstand eintreten. Sein Gehalt soll laut dem Fachblatt Cruise Industry News im Jahr 2020 knapp 5,2 Millionen US-Dollar betragen haben, rund 4,4 Millionen davon wurden in Aktien vergütet. Cruise Industry News hat die Entwicklung der Gehälter und der dazugehörigen Entlohnung in Form von Aktien von 2013 bis 2020 dargestellt:

https://www.cruiseindustrynews.com/cruise-news/24540-carnival-corporation-executives-made-more-money-in-2020.html

Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang ein Interview, dass CEO Arnold Donald der Financial Times vor kurzem gegeben hat. Darin sagt Donald, dass er davon ausgehe, dass das Vorkrisenniveau frühestens in der Saison 2023 erreicht werde. Die von der Pandemie hart getroffene Kreuzfahrtindustrie hat nach Ansicht des Carnival-Chefs also noch mindestens zwei weitere harte Jahre vor sich. Zwar strebe man an die gesamte Flotte des US-Kreuzfahrtkonzerns bis Ende dieses Jahres wieder fahren zu lassen, gewiss sei das aber nicht. Insgesamt 19 der zuvor 107 Schiffe seien während der Krise ausgemustert worden.

Donald sagte, dass die Branche jetzt härter daran arbeiten müsse, neue Kunden anzulocken, die noch nie einen Kreuzfahrturlaub gemacht hätten. Carnival bietet derzeit eine begrenzte Anzahl von Fahrten in Europa und Asien an. Wegen des Geschäftsausfalls durch die Krise hatte das weltweit größte Kreuzfahrunternehmen im vierten Quartal einen Nettoverlust von 1,9 Milliarden Dollar eingefahren. Im dritten Quartal betrug das Minus knapp 2,9 Milliarden Dollar.

Update 20.1.2021: Kreuzfahrt-Branchenführer Carnival leidet weiter stark unter der Corona-Krise und meldet für das vierte Quartal einen hohen Verlust. Laut vorläufigen Ergebnissen dürfte sich der Nettoverlust in den drei Monaten bis Ende November auf 2,2 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) belaufen, wie der Konzern in Miami mitteilte. Zusammen mit den übrigen drei Quartalsergebnissen resultiert daraus ein Jahresfehlbetrag von 8,46 Milliarden Euro. Vor einem Jahr hatte es noch einen Gewinn von 423 Millionen Dollar gegeben. Laut Carnival-Chef Arnold Donald wurden im Jahr 19 Mrd. US-Dollar liquider Mittel beschafft, um die Krise zu überstehen. Carnival rechnet damit, dass die Geschäfte bald wieder besser laufen. Für die zweite Jahreshälfte 2021 lägen die Buchungen im historischen Durchschnitt und die Nachfrage für 2022 steige.

Update 8.10.: Das weltgrößte Kreuzfahrtunternehmen Carnival hat im Sommer viel Geld verloren, die Einnahmen gingen um 99,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. In den drei Monaten bis Ende August beliefen sich die Einnahmen nach Unternehmensangaben auf insgesamt 31 Millionen Euro. Grund ist der Stillstand der Geschäfte angesichts der weltweiten Corona-Pandemie. Noch vor einem Jahr hatten sich die Sommer-Erlöse auf mehr als 6,5 Milliarden Euro summiert.

Unter dem Strich stand nun ein Verlust in Höhe von fast 2,9 Milliarden Dollar oder 3,69 Dollar je Aktie. Im Vorjahr hatte die Aida-Mutter noch gut 1,8 Milliarden Dollar verdient. Das Ergebnis entsprach der schon im September genannten Zahl. Der bereinigte Verlust belief sich auf 2,19 Dollar je Aktie und traf damit ziemlich genau die Konsensschätzung der Analysten von 2,20 Dollar. Im zweiten Quartal war der Verlust mit vier Milliarden Dollar noch größer ausgefallen.

Update 30.09.2020: Der weltgrößte Kreuzfahrtkonzern Carnival Corporation besaß zu Glanzzeiten mehr als 100 Kreuzfahrtschiffe. In der Corona-Krise wurden einige, ältere Einheiten verkauft und weitere Schiffe standen zum Erwerb. Insgesamt sollten 13 Kreuzfahrtschiffe die Flotte verlassen. Jetzt kündigte Carnival an, weitere Kreuzfahrtschiffe verkaufen zu wollen: Insgesamt sollen jetzt 18 statt 13 Schiffe die Flotte verlassen. Der Verkauf der älteren und weniger effizienten Schiffe soll vor allem Betriebs- und Treibstoffkosten senken. Außerdem werden bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres im November 2021 vier neue Schiffe weniger ausgeliefert als zuvor geplant. Von den eigentlich vier noch in diesem Jahr zur Auslieferung vorgesehenen Schiffen, werden nur noch zwei auch 2020 in Dienst gestellt. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2020/21 sollen es dann fünf statt neun sein.

Ursprungsmeldung: Carnival Cruise Line (www.carnivalcruiseline.de) will mit einer verkleinerten und verjüngten Flotte in die Post-Corona-Zeit starten. Als Reaktion auf die Pandemie-bedingten Auswirkungen auf das weltweite Kreuzfahrtgeschäft mustert die US-Reederei kurzfristig vier ihrer 28 Schiffe aus. Die in den 90er-Jahren gebauten Cruiser werden verkauft (Carnival Fantasy und Carnival Inspiration) bzw. auf unbestimmte Zeit stillgelegt (Carnival Fascination und Carnival Imagination). Gleichzeitig kommt ab November 2022 ein zweiter, bislang noch namenloser Neubau der Excel-Klasse zum Einsatz. Das Schwesterschiff der Mardi Gras, die ihrerseits schon bald die Carnival-Flotte verstärken wird, verfügt ebenfalls über einen umweltschonenden Flüssigerdgas-Antrieb (LNG). Als besondere An-Bord-Attraktion lockt auch hier eine Achterbahn. Heimathafen des dann jüngsten Flottenmitglieds wird Miami. Buchungen können ab dem kommenden Herbst vorgenommen werden. Die demnächst mit einem Volumen von 200 Mio. US-Dollar auf einer europäischen Werft komplett renovierte Carnival Radiance wird ebenfalls zur weiteren Qualitätssteigerung des Carnival-Produkts beitragen. Vom kalifornischen Long Beach (Los Angeles) aus startet das rund 1.500 Kabinen bietende Schiff dann im April 2021 zu kurzen Kreuzfahrten entlang der Baja California.  Mit den genannten Maßnahmen einher gehen Verschiebungen innerhalb des ursprünglich geplanten Kreuzfahrtenprogramms. Betroffene Passagiere werden direkt von der deutschen Vertretung der Reederei kontaktiert und über Buchungsalternativen informiert.

Die Muttergesellschaft Carnival Corporation, weltweit größter Kreuzfahrtanbieter mit Marken in den USA und Europa sowie mehr als 100 Kreuzfahrtschiffen wird ihre Flotte deutlich verkleinern: Insgesamt sollen 13 Kreuzfahrtschiffe wegen der Corona-Krise zum Verkauf stehen. Bereits im vergangenen Monat hatte die US-Reederei mit Sitz in Miami, zu der unter anderem auch AIDA, Costa und die traditionsreiche britische Cunard Line gehören, ein Schiff verkauft und Vereinbarungen über die Veräußerung von fünf weiteren Schiffen getroffen. Darüber hinaus gibt es so genannte Vorverträge für zusätzliche drei Schiffe, die alle in den nächsten 90 Tagen die Flotte verlassen sollen. Diese Abgänge kommen zu dem bereits angekündigten Verkauf von vier Schiffen hinzu. Dabei handelt es sich um die Pacific Aria und Pacific Dawn, die Costa Atlantica und die Costa Mediterranea. Außerdem werden auch nicht alle Schiffsneubauten wie ursprünglich geplant ausgeliefert. «Das Unternehmen geht derzeit davon aus, dass nur fünf der neun Schiffe, die ursprünglich für die Lieferung im Geschäftsjahr 2020 und im Geschäftsjahr 2021 vorgesehen waren, noch vor Ende des Geschäftsjahres 2021 ausgeliefert werden.

Mit einer schlankeren Flotte rechnet Carnival damit, dass es Nachfrage geben wird, um die reduzierte Kapazität zu füllen, insbesondere durch einen schrittweisen Neustart. „Wir sind gut positioniert, um den aufgestauten Wunsch nach Reisen rund um die Welt zu optimieren“, so die Einschätzung von Carnival-CEO Arnold Donald. „Wir erwarten, dass die Nachfrage mehr als ausreichend sein wird, um die Schiffe in einem gestaffelten Neustart zu füllen und werden ein schlankeres, effizienteres Unternehmen hervorbringen.“

Die Carnival Corporation hatte angesichts der aktuellen Unsicherheit auf den Weltmärkten aufgrund des COVID-19-Ausbruchs reagiert und einen hohen Kredit aufgenommen. Die Muttergesellschaft von Aida Cruises und Costa Crociere nahm einen Kredit in Höhe von insgesamt drei Milliarden US-Dollar auf, um ihre Liquidität zu sichern. Carnival sagte, dass die Mittel aus dem Kredit für Betriebskapital, allgemeine Unternehmenszwecke und andere Zwecke verwendet werden, um den betriebswirtschaftlichen Verpflichtungen nachzukommen.

Carnival sagte in der verpflichtenden Börsenmitteilung, dass die anhaltenden Auswirkungen von COVID-19 auf seine weltweiten Buchungen und Operationen einen wesentlichen negativen Einfluss auf s Finanzergebnisse und Liquidität haben werden. So müssten zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität ergriffen werden, um dringend notwendige Investitionen vorzunehmen. Außerdem sollen die laufenden Betriebskosten drastisch reduziert werden. Dies wurde nicht weiter ausgeführt, dürfte aber den Zwangsurlaub aller auf den mehr als 100 Schiffen der Carnival-Gruppe beschäftigten Mitarbeiter zur Folge haben. Aufgrund der Verbreitung des Virus und der jüngsten Entwicklungen, einschließlich der mit dem Ausbruch der Pandemie verbundenen Hafenbeschränkungen, gab Carnival zuvor bekannt, dass alle Marken ihren Kreuzfahrtbetrieb vorübergehend eingestellt haben.

Die volle Auswirkung der Stilllegung wird laut Carnival durch die Zeitdauer bestimmt, in der das Ereignis die Reiseentscheidungen beeinflusst. Der Kreuzfahrtriese rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit großen Einbußen und einem Rückgang der Passagierzahlen, denn die ausfallenden Wochen können im Gegensatz zum produzierenden Gewerbe nicht durch Kapazitätserweiterungen zu einem späteren Zeitpunkt aufgefangen werden. Carnival sagte, es sei daher derzeit nicht möglich, eine Prognose vorzulegen. Es wird jedoch erwartet, dass die Ertragslage für das am 30. November 2020 endende Geschäftsjahr zu einem Nettoverlust führen wird. Dies wäre der erste jährliche Nettoverlust für das Unternehmen seit seinem Börsengang im Jahr 1987.