Im niedersächsischen Landtag steht ein Antrag zur Abstimmung, nach einem neuen Betreiber für die Elbfähre zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel zu suchen. 

Update 26.12.: Die Elbfähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven ist nach nur neun Monaten Betrieb bereits wieder eingestellt worden.  Die Fähre hat ihre regelmäßigen Fahrten bereits abgesetzt so der Betreiber, die  Elbferry GmbH & Co. KG. Die Greenferry I  soll nun wieder nach Norwegen gebracht werden.  Ende November hatte das Unternehmen wegen drohender Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht Cuxhaven Insolvenzantrag gestellt. Zuvor waren die im Juni von den Betreibern beantragten Corona-Härtefallhilfen von 800.000 Euro abgelehnt worden. Die Greenferry I hatte am 1. März ihren Fährbetrieb aufgenommen und fuhr zwischen Brunsbüttel in Schleswig-Holstein und Cuxhaven in Niedersachsen täglich im Drei-Stunden-Takt. Auf der 130 Meter langen, mit Flüssigerdgas betriebenen Fähre hatten 150 Autos, 28 Lastwagen sowie 600 Personen Platz.

Ursprungsmeldung: Ein Jahr ist es her, dass die Elbfähre zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel ihren Betrieb eingestellt hat. Nach Ansicht der SPD- und CDU-Fraktionen Niedersachsens ist es den völlig überzogenen Charter-Preisen des Betreibers zu „verdanken“, dass die Elbfährlinie Ende letzten Jahres eingestellt werden musste. Im November 2017 hatte die Elb-Link Fährgesellschaft Insolvenz beantragt, nachdem die Firma in wirtschaftliche Schieflage gekommen war. Seitdem wird ein Großteil des Verkehrs von der einen Elbseite zur anderen über Hamburg abgewickelt. Das soll sich ändern: Im niedersächsischen Landtag steht ein Antrag der SPD- und CDU-Fraktion zur Abstimmung, worin die Landesregierung gebeten wird, zusammen mit Schleswig-Holstein nach einem neuen Betreiber zu suchen.

Die Fähre verbessere die Anbindung Cuxhavens und entlaste den Verkehr im Großraum Hamburg. Weil Güterströme und Tourismus im Norden stetig wachsen, könnte eine weitere Elbquerung helfen, Staus und Emissionen zu vermeiden. Gesucht wird ein Anbieter, der den Betrieb wieder aufnimmt. Die Politik ist überzeugt, dass die Linie sich lohnt: Die Zahlen der beförderten Fahrzeuge und Passagiere hätten einen wirtschaftlichen Betrieb bereits in der Vergangenheit möglich machen können.