Florida hat Klage gegen die Bundesregierung und die Gesundheitsbehörde CDC, dabei geht es um die Auflagen für einen Neustart von Kreuzfahrten

Der US-Bundesstaat Florida hat Klage gegen die Bundesregierung und die Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) eingereicht. Seit mehr als einem Jahr hat die CDC mit ihrer „No-Sail Order” Kreuzfahrten in US-amerikanischen Gewässern verboten. Florida ist das US-Zentrum der Kreuzfahrtindustrie und will jetzt gegen dieses Verbot gerichtlich vorgehen. Dabei geht es vor allem um die Auflagen, welche die CDC für einen Neustart der Kreuzfahrten erlassen hatte.

Gouverneur Ron DeSantis gab bekannt, dass Florida die Klage eingereicht hat, um die Einstellung des Betriebs der Kreuzfahrtindustrie zu beenden. Der Plan der CDC für einen Neustart funktioniert laut DeSantis nicht schnell genug. Florida wehre sich, sagte der Gouverneur in Port Miami, die Regelung der Gesundheitsbehörde sei weder vernünftig noch rational. Die Auflagen für einen Neustart seien unrealistisch und könnten nicht funktionieren, begründete Ron DeSantis die Klage. Der Gouverneur sagte weiter, der Erlaß der CDC verhindere nicht Kreuzfahrten allgemein, sondern benachteilige nur die Häfen in Florida und den USA, da Kreuzfahrtreedereien ihre Schiffe in andere Teile der Welt verlagern würden, wo Kreuzfahrten möglich seien. Zuvor hatten bereits die Chefs der Kreuzfahrtkonzerne die Gesundheitsbehörde kritisiert: Norwegian Cruise Line forderte die CDC auf, ihre Sicherheitspläne zu genehmigen. Die Reederei nimmt  Kreuzfahrten mit ihren Schiffen im Juli wieder auf – nur nicht von US-Häfen aus. Stattdessen werden die Karibikkreuzfahrten von NCL von Häfen in Jamaika und der Dominikanischen Republik abfahren.

Die CDC hatte Kreuzfahrten aus US-amerikanischen Häfen im März 2020 verboten, als sie einen „No-Sail“-Befehl erteilte. John Murray, Chief Executive Officer von Port Canaveral, lobte DeSantis und den Generalstaatsanwalt von Florida, Ashley Moody, für die Einleitung rechtlicher Schritte. Murray sagte, er glaube, dass die neuesten Leitlinien der CDC überhaupt nicht dazu beitragen, um Kreuzfahrten neu starten zu können: „Dieser Rahmen ist so beschwerlich und so schwer einzuhalten, dass es sich im Wesentlichen um eine Verhinderungstaktik handelt“, sagte Murray, der Chef eines Hafens ist, der, nach Port Miami, der am zweitstärksten frequentierte Kreuzfahrthafen der Welt war, gemessen an der Zahl der Passagiere vor der Pandemie. In Florida befindet sich auch der nach Passagierzahlen drittgrößte Kreuzfahrthafen der Welt, Fort Lauderdales Port Everglades. Murray sagte, er hoffe, dass die rechtlichen Schritte des Staates dazu beitragen würden, die Rückkehr zu Kreuzfahrten in den Vereinigten Staaten zu beschleunigen und Arbeitsplätze auf den Schiffen, in Kreuzfahrthäfen sowie in Unternehmen an Land zu sichern, die einen Großteil ihrer Einnahmen von Kreuzfahrtpassagieren erzielen wie Hotels, Restaurants und Einzelhändler.

Weitere Informationen unter https://eu.usatoday.com/story/travel/cruises/2021/04/08/desantis-cruise-lawsuit-florida-sues-cdc-get-us-cruises-sailing/7144936002/