Aus Protest gegen die Tourismuspolitik in Mecklenburg-Vorpommern verlegt Kuhnle Tours, Teile seiner Flotte ins Nachbarland Brandenburg.

Aus Protest gegen die Tourismuspolitik in Mecklenburg-Vorpommern verlegt Kuhnle Tours, einer der führenden deutschen Hausbootvermieter in der Mecklenburgischen Seenplatte, Teile seiner Flotte ins Nachbarland Brandenburg. Grund für die größte Überführungsaktion der Firmengeschichte sei die Ankündigung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, „den touristischen Lockdown im Gegensatz zu Brandenburg um einen weiteren Monat zu verlängern“, so Geschäftsführer Harald Kuhnle, der seit 30 Jahren Boote an der Müritz baut und verchartert. Während Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sein Land vorsichtig und mit Augenmaß für kontaktarme Urlaubsarten öffne, habe Frau Schwesig alle Einwände des Tourismusverbands MV, der drei Industrie- und Handelskammern und der Unternehmen im Land ignoriert, kritisierte Kuhnle.

Brandenburg habe verstanden, dass es unterschiedliche Urlaubsformen gibt, von denen unterschiedliche Infektionsrisiken ausgehen.  Hausbooturlaub in Brandenburg (Zehdenick/Fürstenberg/Zeuthen) startet ab Pfingsten und in Mecklenburg-Vorpommern (Hafendorf Müritz und Priepert) ab dem 7. Juni. Kuhnle Tours beschäftigt rund 100 Mitarbeiter und betreibt 130 Charter-Boote. Jetzt soll ein größerer Teil der Flotte in Zehdenick und Fürstenberg (Oberhavel) stationiert werden. Die seen- und flussreiche Region zwischen Zeuthen bei Berlin, der Havel von Brandenburg-Plaue bis Fürstenberg, der Müritz zwischen Mirow und Waren sowie der Müritz-Elde-Wasserstraße bis Schwerin ist ein beliebtes Revier für Tausende von Urlaubern, die mit dem Mietboot unterwegs sind.

Weitere Informationen unter https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/hausboot-vermieter-verlaesst-mv-1243504505.html

und

https://www.kuhnle-tours.de/