Royal Caribbean Cruises baut wegen der Corona-Krise massiv Stellen ab und schickt rund 1.300 Mitarbeiter in den Zwangsurlaub oder stellt sie frei.

Update 3.1.: Royal Caribbean International hat seine Sommer-Karibikkreuzfahrten 2024/25 vorgestellt, Urlauber haben die Wahl zwischen neun Schiffen, die zum Höhepunkten der Karibik fahren. Dazu  gehören die mit Spannung erwartete Icon of the Seas, die das ganze Jahr über von Miami aus in die östliche und westliche Karibik fährt sowie eine Premiere mit der Symphony of the Seas, die erstmals von Cape Liberty in Bayonne, New Jersey abfährt. Interessierte haben mehr als 20 Reiseziele zur Auswahl, darunter Roatan, Charlotte Amalie, Philipsburg, Cozumel und Costa Maya, Falmouth sowie die preisgekrönten Privatinseln von Royal Caribbean,  CocoCay auf den Bahamas und Labadee auf Haiti. Tatsächlich beinhalten die meisten Kreuzfahrten eines oder beide der Ziele.

Update 2.12: Die Europa-Kreuzfahrten mit Royal Caribbean International für die Sommersaison 2024 sind ab sofort buchbar. Die US-Reederei wird sieben ihrer Schiffe in Europa einsetzen, darunter erstmals die Oasis of the Seas. Damit wird zum ersten Mal überhaupt ein Flottenmitglied der gleichnamigen Schiffsklasse in europäischen Gewässern eingesetzt. Im Fahrplan stehen Sieben-Nächte-Routen ab Barcelona und Civitavecchia im westlichen Mittelmeer. Die sechs weiteren Royal-Schiffe sind die Anthem und die Odyssey of the Seas (ab Civitavecchia und Southampton), Explorer of the Seas (Ravenna), Jewel of the Seas (Amsterdam), Serenade of the Seas (Barcelona und Dubai) sowie die Voyager of the Seas (ab Barcelona, Civitavecchia, Ravenna und Piräus).

Update 2.9.: Mithilfe der Starlink-Technologie von Tesla-Chef Elon Musk will  Royal Caribbean Cruise Lines seinen Passagieren bald schnelles Internet auch auf dem Meer bieten. Dazu wird der Breitband-Internetdienst Starlink von Elon Musks SpaceX installiert – eine Innovation in der Kreuzfahrtindustrie. Die Umrüstung ist bereits in vollem Gange und soll bis Ende des ersten Quartals 2023 abgeschlossen sein. Das erste Schiff mit Highspeed-Internet an Bord wird die neue Celebrity Beyond, sein. Es folgen die beiden Schwesternschiffe der Edge-Klasse, die Celebrity Edge und Celebrity Apex – auf beiden Schiffen soll der neue Internetdienst bis Ende des Jahres eingeführt werden. “Diese Technologie wird eine bahnbrechende Internetverbindung an Bord unserer Schiffe bieten und das Kreuzfahrterlebnis für Gäste und Besatzung gleichermaßen verbessern”, erklärte Jason Liberty, Präsident der Royal Caribbean Group. Ein Testeinsatz an Bord der Freedom of the Seas habe ein “enorm positives Feedback” erhalten. Starlink, Tochterfirma von Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX, betreibt mehr als 2000 Satelliten, die in der erdnahen Umlaufbahn kreisen. Dies ermöglicht ein schnelles Internetsignal, insbesondere in Regionen mit ansonsten eingeschränkter Konnektivität.

Inzwischen hat Starlink, das zum Unternehmen SpaceX gehört, nach Unternehmensangaben weltweit mehr als 400.000 Kunden.

Ursprungsmeldung: Die Corona-Krise schlägt voll auf das Kreuzfahrtgeschäft durch: Nachdem bereits seit Mitte März keine neuen Kreuzfahrten mehr starteten und nun die USA ihre Häfen für weitere 100 Tage für Abfahrten und Anläufe von Kreuzfahrtschiffen gesperrt haben (Ausnahme: lebensbedrohliche Situationen durch das Virus an Bord), schicken nun die erste Reederei in den USA ihre Mitarbeiter nicht nur in Zwangsurlaub oder Kurzarbeit, sondern stellt sie komplett frei: Der Kreuzfahrtkonzern Royal Caribbean Cruises baut wegen der Corona-Krise massiv Stellen ab. Das Unternehmen mit Sitz in Miami schickt mehr als 25 Prozent der mehr als 5.000 Beschäftigten in den USA in den Zwangsurlaub oder stellt sie frei. Rund 1.300 Mitarbeiter in den Büros und Häfen in den USA müssen das Unternehmen verlassen.  Zuvor waren bereits zahlreiche Verträge von Crewmitgliedern an Bord der Schiffe vorzeitig beendet worden. Royal Caribbean ist nach der Carnival Corporation die Nummer zwei im weltweiten Kreuzfahrtmarkt. Die Reederei begründet die Massenentlassungen mit den Folgen der Corona-Pandemie, es sei “schmerzhaft, sich von so vielen talentierten Mitarbeitern trennen zu müssen”. Rund die Hälfte der betroffenen Angestellten arbeitete in Florida, aber auch in anderen Bundesstaaten, in denen das Kreuzfahrtunternehmen Callcenter betreibt, wurden Mitarbeiter freigestellt.

Die Royal Caribbean Cruises Ltd. hatte zuvor bereits einen Kredit in Höhe von 2,2 Milliarden US-Dollar zur Sicherung der Liquidität aufgenommen. Aufgenommen wurde der Kredit laut Medien mit einer Fazilität von einem Jahr. Diese soll um ein weiteres Jahr verlängert werden können. Gemeinsam mit diesem Kredit verfügte das Unternehmen über eine Liquidität von 3,6 Milliarden US-Dollar. Die Kreuzfahrtlinie hatte bereits im März bestehende Kreditfazilitäten angezapft und sich Zugang zu Fremdkapital von 600 Millionen US-Dollar verschafft. Kürzung und Streichung von Investitionen, Betriebskosten und andere Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität sollen mindestens weitere 1,7 Mrd. USD im Jahr 2020 bringen. Die Freistellungen der Mitarbeiter gehören zu den angekündigten Sparmaßnahmen. Völlig offen ist, wann der Schiffsbetrieb weitergehen kann. Das Unternehmen hat insgesamt 61 Kreuzfahrtschiffe, zu den Marken von RCL gehören Royal Caribbean International, Celebrity, Azamara und Silversea Cruises. RCCL gehört durch ein Joint Venture mit der TUI auch die Hälfte der deutschen TUI Cruises und 49 Prozent von Pullmantur Cruceros in Spanien. Royal Caribbean Cruise Line hat wegen des Corona-Virus alle Fahrten mindestens bis zum 12. Mai ausgesetzt, einige Kreuzfahrten werden wegen Hafenschließungen in Kanada sogar bis zum 1. Juli abgesagt. Man kann aber davon ausgehen, dass die Reederei die Aussetzung aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen weiter verlängern wird, zumal ja die oben angeführte 100 Tage-Regel in den USA gilt.

Weitere Informationen unter https://www.miamiherald.com/news/business/tourism-cruises/article242023321.html