Ein Großvater wurde in Puerto Rico angeklagt, weil er für den tödlichen Sturz seiner Enkelin auf der Freedom of the Seas mitverantwortlich gemacht wird

Im Juli diesen Jahres stürzte die eineinhalbjährige Chloe rund 45 Meter tief von einem Kreuzfahrtschiff, das 18 Monate altes Kleinkind aus den USA verstarb im Krankenhaus. Der Großvater soll das Kind laut dem Lokalmagazin „Primer Hora“ während der Kreuzfahrt am Hafen von San Juan (Puerto Rico) aus dem Fenster im elften Stock der „Freedom Of The Seas“ gehalten haben. Andere Medien berichteten dagegen, das Kleinkind sei auf dem Arm seines Großvaters gewesen, als dieser ausgerutscht sei und dabei seine Enkelin losgelassen habe. Den Ermittlungen der Polizei zufolge soll das Kind von einem Balkon im elften Stock der „Freedom of the Seas“ auf den Bürgersteig am Anleger gefallen sein. Das Mädchen aus Indiana soll gemeinsam mit ihren Eltern, dem jüngeren Bruder und beiden Großelternpaare auf der Kreuzfahrt gewesen sein.

Der Großvater wurde nun von einem Gericht in Puerto Rico angeklagt, weil er für den tödlichen Sturz seiner eineinhalbjährigen Enkelin auf einem Kreuzfahrtschiff mitverantwortlich gemacht wird. Salvatore Anello, der Großvater der toten Chloe, soll sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Die Familie gab nach dem Tod des Mädchens der Reederei Royal Caribbean die Schuld. Denn das Unternehmen habe der Polizei nicht klargemacht, dass fahrlässigerweise die Fenster im Kinderbereich offen waren.  Während des Prozesses erklärte ein Anwalt der Familie, dass Chloe ihren Großvater gebeten habe, sie hochzuheben, damit sie gegen das Fensterglas schlagen könne. Die weiteren Details des Falls müssen allerdings noch geklärt werden. Der Richter hatte Anello vorläufig inhaftiert, durch eine Zahlung von 72.000 Euro kann er aber bis zum nächsten Verhandlungstermin am 20. November auf freiem Fuß bleiben.

Weitere Informationen unter https://www.primerahora.com/noticias/policia-tribunales/nota/muereninaalcaerdecruceroensanjuan-1351524/