Ecuador hat den Notstand für Galápagos ausgerufen. Der berühmte Archipel ist von einem Schiffsunglück bedroht, bei dem Diesel auslief

Update 11.6.: Auf Galapagos gibt es Ärger um ein Bauprojekt auf San Cristobal, dem östlichsten Eiland der Inselgruppe. Galapagos gehört wegen seiner unberührten Flora und Fauna zum Unesco-Weltnaturerbe. Nun gibt es Pläne einer Investorengruppe auf San Cristobal einen Touristenkomplex zu errichten. Im Gespräch sind 35 Zimmer, Hütten, Tagungszentrum, Pool und Wellness. Das Projekt wurde bereits 2015 von der Verwaltung des Nationalparks Galapagos abgelehnt. Die Verwaltung von San Cristobal will das Projekt nun aber zulassen, weswegen es starke Proteste gibt.

Update 26.4.: Beim Untergang eines Touristenschiffs vor den Galápagos-Inseln ist Diesel ins Meer gelaufen. Das Unglück ereignete sich vor der Insel Santa Cruz, an mehreren Stellen der Bucht Academia ist ein Dieselteppich entstanden. Nach der Havarie legten herbeigeeilte Helfer Ölsperren aus, es sollen rund 7500 Liter Diesel an Bord gewesen sein. Bei dem Unglück des vor allem als Tauchbootes für Touristen eingesetzten Schiffes kamen keine Menschen zu Schaden, vier Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Ganz in der Nähe der Havarie, in Puerto Ayora, der Hauptstadt von Santa Cruz, befindet sich der Hauptsitz und die Aufzuchtstation für Tiere des Galápagos-Nationalparks.  Dessen Inseln zählen wegen der besonderen Flora und Fauna seit 1978 zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Update 26.1.: Ecuador hat das Naturschutzgebiet um die Galápagos-Inseln erweitert. Das Meeresschutzgebiet wurde um 60.000 Quadratkilometer vergrößert und erstreckt sich jetzt von den Galápagos-Inseln bis zur Kokos-Insel vor der Küste Costa Rica. Mit der Erweiterung wurden die Wanderrouten bedrohter Arten wie Schildkröten, Wale und Haie im Pazifik unter Schutz gestellt. Das Gebiet soll durch weitere Schutzgebiete im angrenzenden Kolumbien und in Panama ergänzt werden, um ein internationales Biosphärenreservat zu schaffen. Das neue Schutzgebiet, in dem industrielle Fischerei verboten ist, ist mit nun 198.000 Quadratkilometern das zweitgrößte der Welt.

Ursprungsmeldung: Ecuador hat den Notstand für Galápagos ausgerufen. Der wegen seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt berühmte Archipel ist von einem Schiffsunglück bedroht: Beim Beladen eines Frachtschiffs kam es zu einem Unglück, das Schiff sank. Ein Kran, der einen Container auf das Schiff laden wollte, war zusammengebrochen. Der fallende Container brachte dann das Schiff zum Sinken. Auf dem Schiff sollen rund 2500 Liter Dieselkraftstoff gelagert sein. Der auslaufende Treibstoff bedroht nun die Gewässer und die umliegenden Inseln. Umweltaktivisten versuchen bereits, die Auswirkungen einzudämmen. Wie die Behörden des südamerikanischen Landes mitteilten, ereignete sich das Unglück vor der östlichsten Insel des Archipels, San Cristóbal. Das Militär sowie Umweltaktivisten seien dabei, Schutzbarrieren zu errichten, um die Auswirkungen durch das Unglück einzudämmen, teilte der Galapagos-Nationalpark auf Twitter mit. Umweltminister Raúl Ledesma twitterte, die Regierung habe Sofortmaßnahmen ergriffen, um Gefahren für die Umwelt zu reduzieren. Die 1978 von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärten Galapagos-Inseln gehören zu Ecuador und liegen tausend Kilometer westlich der südamerikanischen Küste. Die Artenvielfalt auf den abgelegenen Vulkaninseln im Pazifik ist weltweit einzigartig.

Die Inselregierung hatte frühzeitig strenge Auflagen für den Besuch des Nationalparks und Kreuzfahrtreedereien erlassen. Bereits seit Jahren gilt einPlastikverbot:  Die Regierung von Ecuador verkündete eine Verordnung, dass aus Umweltschutzgründen ab Februar 2019 Plastikflaschen auf dem Archipel verboten sind. Plastiktüten und Verpackungen aus Plastik wurden bereits 2014 verboten, die Nutzung von Trinkhalmen ist bereits seit Mai 2018, die von Plastiktüten seit Juli 2018 untersagt. Galapagos wird damit die erste Zone ohne bestimmte Kunststoffe sein, dazu zählen u.a. auch  Kunststoff-Behälter für Speiseeis, Kunststoffhüllen für T-Shirts oder Schaumstoffbehälter. Hotels, Restaurants und Unterkünfte des Archipels werden von den Behörden regelmäßig kontrolliert, um den Verkauf und die eventuelle Verwendung von Plastik, wie beispielsweise Kunststoff-Behälter, zu überwachen.

Weitere Informationen unter https://www.eluniverso.com/noticias/2019/12/22/nota/7661910/barcaza-colapsa-galapagos-recibir-contenedor