Für seekranke Passagiere ist es besser, auf Kreuzfahrt auf histaminhaltige Lebensmittel von Salami, Schinken oder Käse zu verzichten

Klingt komisch, aber für viele Passagiere wäre es besser auf einer Kreuzfahrt auf den Genuss von Salami, Schinken oder Käse zu verzichten. Dann nämlich, wenn man zu den Menschen zählt, die seekrank werden und denen es auf einem Schiff schnell hundeelend geht. Der Grund für Seekrankheit sind die widersprüchlichen Informationen, die das Gehirn von Ihren Sinnesorganen erhält. Dann “denkt” das Gleichgewichtsorgan im Innenohr, wir bewegen uns, das Auge kriegt es aber nicht mit. Und schon beginnt das Unwohlsein.

Das Problem Seekrankheit trifft die große Mehrheit der Passagiere, nur eben unterschiedlich ausgeprägt: einige sind nur etwas müde, anderen ist etwas schwindelig, aber manche Menschen leiden richtig und denken ihr letztes Stündlein habe geschlagen. Nur jeder Zehnte bleibt von Bewegungskrankheiten, sogenannten Kinetosen, zu denen auch z. B. Reisekrankheit in Autos oder im Flieger zählen, gänzlich verschont. Übliche Symptome der Seekrankheit sind Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Blässe, kalter Schweiß und Kopfschmerzen. Wer den Beginn dieser Symptome auf der Kreuzfahrt verspürt oder weiß, dass er schnell seekrank wird, der sollte auf alle Lebensmittel verzichten, die Histamin enthalten. In verschiedenen Tests und Studien konnte gezeigt werden, dass Histamin der wichtigste Auslöser für Seekrankheit ist.

Besonders viel Histamin enthalten unter anderem diese Lebensmittel:

  • Käse, vor allem keine Hartkäse
  • Schinken, Wurst, Salami
  • Thunfisch
  • Hülsenfrüchte, Sojaprodukte
  • Weizenprodukte
  • Sauerkraut, Tomaten, Spinat, Aubergine, Avocado
  • Bananen, Birnen, Orangen
  • Alkoholische Getränke, vor allem Rotwein
  • Kakao

Essen ist aber wichtig, dabei sollte man auf Vitamin C-reiche Lebensmittel zurückgreifen, denn Vitamin C senkt den Histamingehalt im Körper und verhilft zur Linderung der Symptome einer Seekrankheit. Zu Vitamin-C-reichen Lebensmitteln zählen:

  • Paprika
  • Erdbeeren
  • Rosenkohl
  • Brokkoli
  • Schwarze Johannisbeere
  • Petersilie

Zudem kann auch auf Vitaminpräparate zurückgegriffen werden.