Japan, Taiwan, die Philippinen und Guam haben aus Furcht vor dem Corona-Virus der Westerdam von HollandAmerica verboten in Häfen ihrer Länder anzulegen.

Nachdem die Westerdam von HollandAmerica insgesamt fünf asiatisch-pazifische Länder wegen Angst vor dem Corona-Virus nicht anlaufen durfte, hat sich nun ein Land bereit erklärt die 1.455 Passagiere und 802 Crewmitglieder an Land zu lassen. Die Westerdam konnte in Kambodscha festmachen, nachdem auch Thailand seine Zusage wieder zurückgezogen hatte. Dabei ist an Bord KEIN EINZIGER FALL eines mit dem Corona-Virus-Infizierten bekannt. Der Westerdam wurde zum Verhängnis, dass sie auf ihrer Reise auch Hongkong angelaufen und dort rund 800 Passagiere an Bord genommen hatte. Jetzt liegt die Westerdam auf reede vor Sihanoukville. Die Passagiere sollen jetzt medizinisch untersucht und auf Fieber überprüft werden. Wer Symptome des neuen Virus hat, wird getestet. Heute sollen erst einmal 600 Menschen das Schiff verlassen, 800 weitere dann morgen. Unter den Passagieren sind auch 57 Deutsche.

UPDATE

Die Westerdam soll Thailand anlaufen und die Passagiere von Bord gehen dürfen, gibt Holland America Line auf seiner Website bekannt. Das Schiff nimmt Kurs auf Laem Chabang, rund 100 Kilometer von Bangkok entfernt. Dort soll  der Törn für die 1.455 Passagiere zu Ende sein. Laut Holland America Line fliegen die Gäste von Bangkok aus nach Hause. Alle Passagiere an Bord erhalten den vollen Reisepreis für die 14-tägige Kreuzfahrt zurück und zudem eine Kreuzfahrt kostenlos, so die Reederei, die betont, dass es an Bord keinen Fall mit Coronavirus gebe und das Schiff auch nicht unter Quarantäne stehe.

Ursprungsmeldung

Die Westerdam von Holland America Line darf vier asiatische Länder nicht anlaufen, dabei ist an Bord nicht ein einziger Fall eines Corona-Infizierten bekannt! Japan, Taiwan, die Philippinen und Guam haben aus Furcht vor dem Corona-Virus der Westerdam verboten in Häfen ihrer Länder anzulegen. Die Reederei versichert aber, dass an Bord kein einziger Krankheitsfall bekannt ist, der auf das Corona-Virus zurückzuführen sein könnte. Die Westerdam war mit 1.455 Passagieren und 802 Crewmitgliedern von Hongkong zu einer 14-tägigen Kreuzfahrt nach Taiwan und Japan ausgelaufen. Rund 800 Passagiere waren dabei in Hongkong eingeschifft worden. Neben Taiwan standen Naha, Okinawa, Nagasaki und Fukuoka auf dem Plan, bevor die Reise in Yokohama zu Ende gehen sollte.

Ersatzhäfen zu finden, gestaltet sich für Holland America Line äußerst schwierig. Denn nachdem zunächst Japan und Taiwan der Westerdam das Einlaufen in einen Hafen verboten haben, haben nun auch die Philippinen und Guam dem Kreuzfahrtschiff das Anlegen verboten. “Das Schiff suchte in zwei anderen Häfen Einfahrt. Diese wurde jedoch aufgrund des potenziellen Infektionsrisikos und der Notwendigkeit einer langen Quarantäne verweigert”, erklärte das Büro des Gouverneurs von Guam. Dabei hatte das US-Verteidigungsministerium den Gouverneur von Guam zuvor noch gebeten, das Schiff einlaufen zu lassen. Die Reederei arbeitet nun mit Hochdruck an einer Lösung und sucht Ausweichhäfen. Die nächste Kreuzfahrt, die eigentlich am 15. Februar in Yokohama beginnen sollte, wurde abgesagt.

Weitere Informationen unter https://www.postguam.com/news/local/guam-denies-cruise-ship-entry/article_6eb7b290-4993-11ea-87ab-4f4b0e8fc3a1.html

Auf der in Yokohama liegenden Diamond Princess von Princess Cruises sind unterdessen 60 neue Fälle von mit dem Corona-Virus infizierten Kreuzfahrtpassagieren registriert worden, wie das japanische Gesundheitsministerium mitgeteilt hat. Alle Betroffenen werden vom Schiff evakuiert und zur Versorgung in lokale Krankenhäuser gebracht. Mit den neuen Fällen erhöht sich die Zahl der festgestellten Infizierten auf 130 Menschen.  Die übrigen der insgesamt 2666 Passagiere und 1045 Crew-Mitglieder sollen noch bis zum 19. Februar an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen.