Auf der Meyer Werft begann nun der Bau des bisher größten Kreuzfahrtschiffes für den britischen Markt. Der Neubau wird Platz für 5200 Passagiere haben. Es ist das erste Mal seit 20 Jahren, dass P&O Cruises ein Schiff bei der Meyer Werft bauen lässt.

Mit dem Zuschneiden der ersten Stahlplatte im Laserzentrum der Meyer Werft begann nun der Bau des bisher größten Kreuzfahrtschiffes für den britischen Markt. Der Neubau wird Platz für 5200 Passagiere haben und unter anderen über acht Spezialitätenrestaurants und vier Swimmingpools verfügen. Es ist das erste Mal seit 20 Jahren, dass P&O Cruises ein Schiff bei der Meyer Werft bauen lässt. Bereits 1995 und 2000 hatten die Papenburger Schiffbauer mit der „Oriana“ und der „Aurora“ Kreuzfahrtschiffe für P&O gebaut. Das noch namenlose Kreuzfahrtschiff für P&O Cruises ist das erste von insgesamt zwei baugleichen Ozeanriesen für die britische Carnival-Marke und soll im Frühjahr 2020 abgeliefert werden. Ein weiteres Schiff folgt 2022.

Der Weltmarktführer in der Kreuzfahrtindustrie, Carnival, hat die Meyer-Werften-Gruppe insgesamt mit dem Bau von neun Schiffen an den Standorten in Papenburg und im finnischen Turku beauftragt, die mit dem umweltfreundlicheren Flüssiggas (LNG) angetrieben werden. Alle Schiffe werden 337 Meter lang und 42 Meter breit sein. Die Papenburger Schiffbauer haben damit weltweit den größten Bestand an LNG-Schiffen in den Auftragsbüchern. Geschätzter Wert: mehr als sechs Milliarden Euro.

Nach Angaben von Carnival sinken allein die CO2-Emissionen um 25 Prozent. Die LNG-Schiffe werden sowohl im Hafen, als auch auf dem offenen Meer mit LNG angetrieben. Zum Einsatz kommen MaK-Motoren der Firma Caterpillar aus Kiel. Sie wurden extra für die neuen Schiffe entwickelt. Der auf 162 Grad herunter gekühlte Treibstoff wird in speziellen Tanks an Bord gelagert. Maximal 3600 Kubikmeter LNG an Bord reichen etwa 14 Tage.

Weitere Informationen unter www.meyerwerft.de/de/meyerwerft_de/index.jsp