Norwegen erwägt, Kreuzfahrtschiffen in den UNESCO-Weltnaturerbe-Gebieten zu verbieten, mit Schweröl (HFO, (Marine) Heavy Fuel Oil) zu fahren.

Die maritime Behörde Norwegens erwägt, Kreuzfahrtschiffen in den UNESCO-Weltnaturerbe-Gebieten zu verbieten, mit Schweröl (HFO, (Marine) Heavy Fuel Oil) zu fahren. Das beträfe dann auch Schiffe selbst mit modernen Scrubber-Entschwefelungsanlagen, auch sie müssten auf den teureren Marine Diesel als Treibstoff umsteigen, wenn sie noch in bestimmte Fjorde fahren möchten. Die geplanten Auflagen betreffen den Nærøyfjord, Aurlandsfjord, Geirangerfjord (Bild), Sunnylvsfjord und Tafjord. Der Vorstoß beinhaltet unter anderem strengere Auflagen in Bezug auf Schwefel und Stickoxide und auch strengere Regulationen im Bereich Abwässer und Abgase.

Gefordert wird, dass der in den Fjorden verbrauchte Treibstoff maximal 0,1% Schwefel enthält. Mit dem Abgasreinigungssystem Scrubber sind zwar Emissionen von Schweröl (3,5% Schwefel) vergleichbar gereinigt wie bei der Verwendung von Marine Diesel (0,1%), aber es wird immer noch Schweröl verbrannt. Dieses möchten die Norweger nun definitiv aus ihren Fjorden verbannen, gefürchtet wird insbesondere eine mögliche Gewässerverschmutzung. In anderen Schutzregionen, zum Beispiel der Antarktis, dürfen bereits seit einigen Jahren Schiffe nur mit Marine Diesel kreuzen. Dort ist Schweröl grundsätzlich verboten. Dies hat zu einem massiven Rückgang der Kapazitäten geführt, weil vor allem große Schiffe mit vielen Passagieren wegen der zusätzlichen hohen Kosten nicht mehr in die Antarktis fuhren. Da in einigen Schutzgebieten der Antarktis auch nur 200 Passagiere am Tag an Land gehen dürfen, fahren dort fast nur noch kleinere Expeditionsschiffe.