Die US-Reederei Princess Cruises verlängert die Einstellung des Betriebs und streicht alle Kreuzfahrten bis mindestens 15. Dezember. Damit werden mehr als 100 weitere Reisen mit Princess-Schiffen weltweit abgesagt.

Die US-Reederei Princess Cruises verlängert die Einstellung des Betriebs und streicht alle Kreuzfahrten bis mindestens 15. Dezember. Damit werden mehr als 100 weitere Reisen mit Princess-Schiffen weltweit abgesagt.

Die jetzt stornierten Fahrten umfassen:

Alle Fahrten in der Karibik, an der kalifornischen Küste, auf Hawaii, am Panamakanal, in Mexiko, Asien, Südamerika, der Antarktis, Japan und Tahiti sowie im Südpazifik bis zum 15. Dezember. Alle Fahrten von und nach Australien mit Regal Princess, Majestic Princess, Sapphire Princess, Sun Princess und Sea Princess bis zum 31. Oktober. Alle Reisenden, die vollständig bezahlt haben, bekommen ein Guthaben für zukünftige Kreuzfahrten in Höhe des bezahlten Tarifs und als Bonus ein nicht erstattungsfähiges Guthaben für zukünftige Kreuzfahrten in Höhe von 25 Prozent des ursprünglichen Tarifs, das für alle Kreuzfahrten bis zum 1. Mai 2022 verwendet werden kann. „Wir teilen die Enttäuschung unserer Gäste über die Absage dieser Kreuzfahrten”, sagte Jan Swartz, Präsident der Kreuzfahrtlinie. “Wir freuen uns auf die Tage, an denen wir wieder auf Reisen gehen können.” Die Tochter des Carnival-Konzerns war mit ihren Schiffen in der Coronakrise mit hunderten Infektionen und mehreren Todesopfern besonders betroffen. So hat  Princess Cruises eine Sammelklage von Gästen am Hals, die sich bei Ausbrüchen des Corona-Virus an Bord von Schiffen der Reederei unzureichend informiert und deswegen gefährdet fühlten. Mehr als 2.000 Passagiere der Grand Princess, die im Februar von San Francisco nach Mexiko segelte, haben sich zu der Sammelklage entschieden und werfen Carnival und Princess vor, sie hätten die Passagiere nicht geschützt und die Ausbreitung des Virus nicht eingedämmt.

Die freiwillige Verlängerung der Betriebspause von Princess Cruises geht weit über die No-Sail-Order der US-Gesundheitsbehörde CDC hinaus, die am 30. September ausläuft. Die rund 100 Kreuzfahrtschiffe des Carnival-Konzerns mit seinen Marken wie AIDA, Carnival Cruise Line Cunard, Costa oder HollandAmerica werden wohl gestaffelt erst nach und nach wieder in Dienst gestellt. Mit einer vollen Auslastung wird erst wieder in der Saison 2022 gerechnet. Auch P & O Cruises, eine weitere Tochtergesellschaft der Carnival Corporation hat in einem ihrer Hauptfahrgebiet rund um Australien und Neuseeland die Kreuzfahrtpause freiwillig bis zum 29. Oktober verlängert.

Weitere Informationen unter https://eu.usatoday.com/story/travel/cruises/2020/07/22/princess-cruises-cancels-100-sailings-across-globe-through-dec-15/5489557002/