Steht die erste Kreuzfahrtreederei vor dem Aufgeben: Pullmantur Cruises hat nach dem spanischen Insolvenzrecht Gläubigerschutz beantragt.

In den englischsprachigen Fachmedien wird diskutiert, dass die erste Kreuzfahrtreederei vor dem Aufgeben steht: Denn das spanische Kreuzfahrtunternehmen Pullmantur Cruises hat nach dem spanischen Insolvenzrecht Gläubigerschutz beantragt. Außerdem berichten die Fachmedien, dass Mitarbeiter Ausrüstung von zwei Kreuzfahrtschiffen des Unternehmens entfernen und die Innenräume abbauen sollen. Die „Monarch“ mit einer Kapazität von 2.752 Passagieren und die „Sovereign“ für 2.733 Gäste befinden sich derzeit im Kreuzfahrthafen von Neapel (Stazione Marittima – Terminal di Napol), wo den Berichten zufolge, eine große Menge an Ausrüstung entfernt wird. Die Innenräume beider Pullmantur-Schiffe werden danach im Wesentlichen abgebaut – rund 1.500 Paletten sollen gepackt worden sein, um die Gegenstände von jedem der Schiffe zu versenden. So soll alles Wertvolle von den Schiffen entfernt werden, einschließlich Kunstwerken sowie Navigations- und Elektrogeräten. Zum Beispiel bauen Arbeiter das Theater einschließlich der LED-Wand auf der „Monarch“ ab, die Showhintergründe sowie Bühnenbeleuchtung und andere Produktionsanlagen projizierte.

Pullmanturs drittes Schiff der Flotte, die „Horizon“, befindet sich derzeit vor der Küste von Mumbai, wo indische Besatzungsmitglieder von Bord gingen. Es gibt Gerüchte, dass alle Pullmantur-Schiffe verschrotten werden sollen. Alle drei Schiffe, „Sovereign“ (Baujahr 1988), „Horizon“ (1990) und „Monarch“ (1992), sind relativ alt und ineffizient. „Monarch“ und „Sovereign“ befanden sich früher in der Flotte der Royal Caribbean. Die „Horizon“ wurde früher von Celebrity Cruises betrieben. Gleichzeitig gibt es Gerüchte, dass zwei der Schiffe zum Verkauf stehen – die „Monarch“ für 125 Millionen US-Dollar und die „Horizon“ für 65 Millionen US-Dollar.

Pullmantur hatte zuvor alle Kreuzfahrten bis zum 15. November storniert und plante, seine drei Schiffe vorerst aufzulegen, in einem sogenannten „cold lay up“. Dies bedeutet, dass nur ein absolutes Minimum an Schiffsangestellten für die Feuerwache und Sicherheit der Schiffe an Bord bleibt. Es scheint klar zu sein, dass Pullmantur aufgrund der Einstellung des durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Betriebs erhebliche finanzielle Probleme hat. Die „Horizon“ hatte auch Berichten zufolge rund 150 Besatzungsmitglieder, die positiv auf das COVID-19-Virus getestet worden waren. Pullmantur Cruises ist ein Joint Venture, an dem ein spanischer Finanzinvestor 51 Prozent hält, die anderen 49 Prozent gehören Royal Caribbean Cruises.

Weitere Informationen unter https://www.cruiselawnews.com/2020/06/articles/disease/is-pullmantur-cruises-ending-operations/