Royal Caribbean muss einer ehemaligen Angestellten ein hohes Schmerzensgeld bezahlen. Eine ehemalige Angestellte bekommt 20,3 Millionen Dollar.

Royal Caribbean muss einer ehemaligen Angestellten ein hohes Schmerzensgeld bezahlen. Lisa Spearman, ehemalige Revenuemanagerein auf der Voyager of the Seas bekommt 20,3 Millionen Dollar, weil sie sich bei einer Übung schwere Handverletzungen zuzog. Eine zuschlagende Brandschutztür brach ihr zwei Finger, die Verletzung wurde zunächst falsch diagnostiziert und hatte chronische Schmerzen zur Folge.

Die Frau hatte die Reederei daraufhin auf Schmerzensgeld und Wiedergutmachung geklagt. Zu dem Unglück war es gekommen, weil ein anderes Crewmitglied – eine Krankenschwester, die nicht über der Übung informiert worden war  – eine schwere, wasserdichte hydraulische Rolltür öffnete. Die Krankenschwester stolperte vor Schreck über die Schwelle der sich schließenden Tür. Spearman, die auf der anderen Seite der Tür stand, bewahrte die Frau davor eingeklemmt zu werden, quetschte sich dabei aber selbst ihre Hand in der zugehenden Tür. Unfälle mit wasserdichten Türen scheinen kein Einzelfall bei Royal Caribbean zu sein: Das Gericht hörte zwölf (!) aktive und ehemalige Crewmitglieder als Zeugen an, die in ähnlichen Situationen ebenfalls Handverletzungen erlitten hatten.

Spearman, die seit dem Unfall unter erheblichen Schmerzen leidet, wurde zwei Jahre nach dem Vorfall mit der Begründung entlassen, sie könne ihrer Arbeit nicht mehr vollständig nachkommen. Die Reederei teilte mit, sie widerspreche dem Urteil und werde Berufung einlegen.