Aus Angst vor dem Coronavirus lassen sowohl Spanien und die Seychellen als auch die Vereinigten Arabischen Emirate keine Kreuzfahrtschiffe mehr in ihre Hoheitsgewässer.

Aus Angst vor dem Coronavirus lassen sowohl Spanien als auch Norwegen sowie die Seychellen als auch die Vereinigten Arabischen Emirate keine Kreuzfahrtschiffe mehr in ihre Hoheitsgewässer. Zuvor hatte bereits Indien seine Häfen für Kreuzfahrer gesperrt. Da die USA, viele asiatische Staaten, einige süd- und lateinamerikanische Staaten sowie Südsee-Inseln und Israel auch keine Deutschen, Schweizer und Österreicher einreisen lassen, werden die Ziele für Kreuzfahrtschiffe knapp.

Die spanische Regierung lässt wegen der Coronavirus-Pandemie sämtliche Kreuzfahrthäfen schließen. Die Maßnahme gilt nach jetzigem Kenntnisstand bis zum 26. März. Noch bis 15. März sollen Schiffe in Spaniens Häfen anlegen dürfen. Durch die Schließung bricht den Kreuzfahrtreedereien der größte europäische Kreuzfahrthafen im Mittelmeerraum weg: Barcelona.

Auch Norwegen hat darstische Maßnahmen eingeleitet: Hier durften bereits mehrere Kreuzfahrtschiffe nicht in Häfen einlaufen und es wird erwartet, dass der nordische Staat die Häfen für Keruzfahrtschiffe ganz schließt. Nur der Inlandsverkehr (Hurtigruten mit den Postschiffen) soll aufrechterhalten werden. Drastische Schritte gelten auch für Reisende: Alle Norweger und Ausländer , die sich nach dem 27. Februar  im Ausland außerhalb der sogenannten nordischen Länder (Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland, Island) aufgehalten haben, müssen automatisch 14 Tage lang in Quarantäne, nachdem sie wieder in Norwegen eingereist sind.

Nur Schiffe, die bereits in Dubai oder Abu Dhabi sind, dürfen innerhalb des Staatsgebiets der VAE weiter kreuzen. Diese Einschränkung trifft vor allem Aida und TUI Cruises. Aida Cruises wird aber mit Aida Prima weiterhin Reisen in den Vereinigten Arabischen Emiraten durchführen und die Häfen Dubai und Abu Dhabi anlaufen. Aber der Anlauf in Muskat wird durch einen Seetag und einen verlängerten Aufenthalt in Abu Dhabi ersetzt. Damit fällt eine wichtige Attraktion der Reise weg. Dubai und Abu Dhabi gestatten künftig Kreuzfahrtschiffen nicht mehr in ihre Hoheitsgewässer einzulaufen, diese Einschränkung gilt jedoch nur für die Anmeldung neuer Kreuzfahrtanläufe oder Schiffe, die aus anderen Regionen in die Hoheitsgewässer einlaufen wollen. Auch die Mein Schiff 5 von TUI Cruises befindet sich bereits in Dubai und wird die Region auf der nächsten Reise auch nicht verlassen. Die „Mein Schiff 6“ dagegen ist auf dem Rückweg aus Asien. Die Reise von Singapur nach Dubai wurde bereits abgesagt, die Weiterfahrt von Dubai nach Kreta ab 4. April soll nach jetzigem Stand durchgeführt werden. Dubai und Abu Dhabi sind im Winter ein wichtiger Wechselhafen für die Kreuzfahrtreedereien. Auch Costa Kreuzfahrten und MSC-Cruises sind am Golf aktiv. Normalerweise werden auf den Törns allerdings weitere Häfen in der Region angelaufen, etwa Muskat im Oman, Doha in Katar oder Manama in Bahrein.

Auch die Seychellen machen dicht: Der Inselstaat hat seine Häfen ab sofort für Kreuzfahrtschiffe geschlossen. Daher durfte die Norwegian Spirit zwar am Dienstag noch den Hafen von Victoria auf der Insel Mahé anlaufen, doch Passagiere und Crew mussten an Bord bleiben. Lediglich Treibstoff und Nahrungsmittel konnten aufgenommen werden. Nach der raschen Ausbreitung des Coronavirus in Europa, woher die meisten Besucher der Seychellen stammten, habe die Regierung beschlossen, die Kreuzfahrtsaison zu beenden und keine Schiffe mehr einlaufen zu lassen, so der Tourismusminister des Landes, Difdier Dogley. Bereits in der Vorwoche hatten die Behörden Passagiere und Crew der Costa Mediterranea, die zuvor schon von Madagaskar abgewiesen worden war, nach dem Anlaufen der Insel Praslin nicht von Bord gelassen. Die Regierung der Seychellen begründet die Schließung der Häfen für Kreuzfahrtschiffe damit, dass sie die Ausbreitung des Coronavirus dadurch vermeiden wolle. Sein Land habe nicht die Kapazitäten, um Tausende von Kreuzfahrtgästen nach ihrer Ankunft darauf zu überprüfen, ob sie das Coronavirus in sich trügen, erklärte ein Vertreter der Gesundheitsbehörde.