Die besonders bei älteren deutschsprachigen Gästen beliebten Schiffe von Transocean Kreuzfahrten wie Astor oder Vasco da Gama fahren nicht mehr. Transocean hat den Betrieb eingestellt, nachdem die Muttergesellschaft in Großbritannien Insolvenz anmelden musste:

Die Corona-Krise hat ein neues Opfer in der besonders stark betroffenen Kreuzfahrtbranche getroffen: Die besonders bei älteren deutschsprachigen Gästen beliebten Schiffe von Transocean Kreuzfahrten wie Astor oder Vasco da Gama fahren nicht mehr. Transocean hat den Betrieb eingestellt, nachdem die Muttergesellschaft in Großbritannien Insolvenz anmelden musste: Die South Quay Travel Limited (SQTL) ist unter der Marke Cruise & Maritime Voyage (CMV) in Großbritannien aufgetreten, in Deutschland firmierte man als Transocean Kreuzfahrten.

Die Muttergesellschaft hatte bis zuletzt versucht, von Banken und Investoren frisches Geld zu bekommen, war aber ohne Erfolg geblieben. Paul Williams, Phil Dakin und Edward Bines von der Londoner Rechtsanwaltskanzlei Duff & Phelps Ltd. wurden zu gemeinsamen Verwaltern der SQTL ernannt. Derzeit verschaffen sich die Verwalter einen Überblick über die Finanzlage von SQTL.

Alle ausgeschriebenen Reisen von CMV und Transocean wurden abgesagt. Kunden, die eine von SQTL bereitgestellte Pauschalreise mit einem späteren Abfahrtsdatum als dem 20. Juli gebucht haben, sollten sich zunächst an ihr Reisebüro wenden, um dort weitere Beratung und Unterstützung zu erhalten. Die von SQTL verkauften Kreuzfahrtpakete sind durch Sicherungsscheine der ABTA Ltd. (Association of British Travel Agents) mit Sitz in London geschützt. ABTA ist der britische Reisebüroverband, der sich auf der Insel um die Absicherung von Reiseveranstaltern kümmert. Wenn Sie direkt bei SQTL gebucht haben, ist Ihre über SQTL gebuchte Kreuzfahrt durch ABTA oder durch Ihren Kredit- oder Debitkartenaussteller geschützt.

Um Ansprüche geltend zu machen, sollten Betroffene sich auf der Website www.abta.com/failures  informieren.

Transocean bzw. SQTL ist bereits das zweite Kreuzfahrtunternehmen, welches durch die Reiseabsagen wegen des Corona-Virus in existenzielle Schwierigkeiten gerät. Zuvor hatte bereits das spanische Kreuzfahrtunternehmen Pullmantur Cruises nach dem spanischen Insolvenzrecht Gläubigerschutz beantragt.