Was tun, wenn man das Kreuzfahrtschiff wegen verspäteter Anreise verpasst? Das kommt ganz darauf an, ob man auf eigene Faust oder beim Veranstalter bucht

Eine Kreuzfahrt, die ist lustig? Nicht, wenn im Hafen das gebuchte Kreuzfahrtschiff ausläuft und man auf der falschen Seite steht, nämlich am Kai statt an der Reling. Schließlich kann bei der Anreise zum Kreuzfahrtschiff einiges schiefgehen, wenn man auf das Auto, den Zug oder das Flugzeug angewiesen ist. Es kommt daher immer wieder vor, dass Touristen sich verspäten und die Abfahrt verpassen..

Zwar nennen Reedereien wie Aida Cruises, TUI Cruises, Norwegian Cruise Line, Costa oder MSC keine konkreten Zahlen – sie sprechen aber von einigen Fällen pro Monat. In aller Regel handelt es sich bei den unglücklichen Urlaubern um jene, die ihre Hin- und Rückreise auf eigene Faust organisieren: In diesen Fällen warten die Reedereien nicht auf Nachzügler. Die Touristen müssen dann selbst dafür sorgen, dass sie zum nächsten Hafen und doch noch aufs Kreuzfahrtschiff kommen – auf eigene Kosten.

Wenn die Gäste dagegen ein Paket mit An- und Abreise bei der Reederei gebucht haben, wartet das Schiff meistens. Bei extremer Verspätung kann es nach Auskunft der Reedereien auch einen kostenfreien Transfer zum nächsten Hafen geben: Hier ist der Anbieter in der Pflicht. Im Fall eines Pauschalpakets inklusive An- und Abreise bekommen die Urlauber auch einen Teil des Reisepreises zurück, wenn sich der Beginn einer Kreuzfahrt zum Beispiel wegen eines Flugausfalls verspätet. Die Höhe der Preisminderung hängt vom Gesamtpreis der Kreuzfahrt ab. Schadenersatz von der jeweiligen Reederei gibt es aber nicht, entschied zum Beispiel das Amtsgericht Rostock im Jahr 2015 (Az.: 47 C 181/14).