Die Hamburg Cruise Days sind in Gefahr und das gleich doppelt: Der Veranstalter setzt die Stadt Hamburg unter Druck die Kosten für die Antiterrorsicherung zu übernehmen und erwägt sogar gerichtliche Schritte.

Die Hamburg Cruise Days sind in Gefahr und das gleich doppelt: Der Veranstalter setzt die Stadt Hamburg unter Druck die Kosten für die Antiterrorsicherung zu übernehmen und erwägt sogar gerichtliche Schritte. Bislang trugen Veranstalter von Straßenfesten und Großveranstaltungen wie Hamburg Cruise Days, Harley Days oder Fanfesten zu Fußball-Weltmeisterschaften die Kosten für Sicherheitsdienste. Mit den Kosten und den Anforderungen einer Antiterrorsicherung seien sie aber überfordert, so Veranstalter Uwe Bergmann. Rechtlich sieht er den Staat und damit die Stadt in der Pflicht.

Der Deutsche Schaustellerbund hat dazu ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Position der Hamburger Veranstalter stärkt. Eine Kostenabwälzung nach Paragraf 71 der Gewerbeordnung widerspräche dem Sinn des deutschen Gewerberechts, das darauf abziele, Gefahren, die von der gewerblichen Betätigung ausgehen, abzuwehren. Der Terror wirke aber von außen auf das Gewerbe ein. Ihn abzuwehren sei die Aufgabe der Ordnungs- und Polizeibehörden.

50.000 Euro Antiterrorkosten bei den Cruise Days

Uwe Bergmann geht davon aus, dass unter Umständen das Programm abgespeckt werden muss, Eintrittsgelder erhoben oder Veranstaltungen sogar ganz abgesagt werden könnten. Denn für die entsprechenden Maßnahmen fallen bei den Cruise Days etwa 50.000 Euro an. Man übernehme selbstverständlich die Sicherheit bei Veranstaltungen, sei aber nicht für die Terrorgefahr verantwortlich. Entweder müsse massiv beim Programm gespart werden oder auch Großveranstaltungen seien nicht mehr kostenlos für die Hamburger und ihre Gäste. Falls sich die Stadt nicht an den Kosten beteiligen wolle, müsse man notfalls vor Gericht ziehen.

Die Hamburg Cruise Days sind ein Touristenmagnet
Die Hamburg Cruise Days sind ein Touristenmagnet

 2019 sollen die Hamburg Cruise Days vom 13. bis 15. September 2019 stattfinden. Die Veranstaltung ist nicht nur ein Kreuzfahrthighlight, sondern auch ein Wirtschaftsfaktor: Im vergangenen Jahr kamen an drei Tagen rund 600.000 Menschen in den Hamburger Hafen, um insgesamt elf Kreuzfahrtschiffe zu bewundern.  Nach einer Untersuchung übernachteten 72 % der auswärtigen Gäste in der Stadt und blieben durchschnittlich 2,4 Tage, sie gaben ohne die Ausgaben auf dem Event selbst  294 € an dem Eventwochenende aus.

Weitere Informationen unter www.hamburgcruisedays.de/