Durch die Nutzung von LNG konnte der CO2-Ausstoß pro Person und Tag an Bord von AIDAnova in 2019 um rund 55 Prozent gesenkt werden

Update 11.9.: AIDA Cruises entwickelt gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wissenschaft und Industrie innovative Lösungen und nutzt Technologien mit dem Ziel, bereits 2030 das erste Zero-Emission-Schiff in Dienst zu stellen. Bis 2040, zehn Jahre vor den Klimazielen der International Maritime Organization (IMO), will das Kreuzfahrtunternehmen mit seiner Flotte emissionsneutral auf Kurs sein. Damit leistet AIDA Cruises einen aktiven Beitrag zur Erreichung der Klimaziele von Paris und des European Green Deal. Mit seiner Green Cruising Strategie zeigt das Unternehmen auf, wie es sich bereits seit vielen Jahren den globalen Herausforderungen des Klimawandels stellt.

Die wichtigsten Meilensteine im Überblick:

  • 2004: Bereits mit dem Auftrag für AIDAdiva und bei allen weiteren Neubauten wird die Landstromnutzung berücksichtigt.
  • 2011: Auftragsvergabe für die weltweit ersten Schiffe, die im Hafen mit emissionsarmem Flüssigerdgas (LNG) oder Landstrom versorgt werden können.
  • 2016: Indienststellung von AIDAprima: Neben der Möglichkeit zur LNG-Versorgung im Hafen verfügt das Schiff auch über einen Landstromanschluss und ein Abgasreinigungssystem.
  • 2017: Premiere in Hamburg: AIDAsol nutzt als erstes Kreuzfahrtschiff Europas erste Landstromanlage.
  • 2018: Weltpremiere: Indienststellung von AIDAnova, des ersten Kreuzfahrtschiffes, das mit emissionsarmem LNG angetrieben wird und 2019 mit dem “Blauen Engel” ausgezeichnet wurde. Die Nutzung von LNG ist für AIDA Cruises eine Brückentechnologie. Zusammen mit verschiedenen Partnern aus der Wirtschaft und Wissenschaft wird bereits an Lösungen für eine CO2-freie Gewinnung von Flüssiggas gearbeitet.
  • 2019: Zehn Schiffe der AIDA Flotte sind landstromfähig beziehungsweise technisch darauf vorbereitet, weitere Schiffe folgen.
  • 2021: Dank der Initiative von AIDA Cruises werden Landstromanlagen in Kiel und Rostock eröffnet. An Bord von AIDAnova werden erstmals Brennstoffzellen zum Einsatz kommen. Indienststellung von AIDAcosma, des zweiten LNG-Kreuzfahrtschiffes von AIDA.
  • 2022: Ein AIDA Schiff erhält das bisher größte Batteriespeichersystem in der Kreuzfahrt.

Im Rahmen seiner Green Cruising Strategie investiert AIDA Cruises nicht nur in modernste Umwelttechnologie für seine Neubauten, sondern beschäftigt sich auch intensiv damit, technische Lösungen für die Schiffe der bestehenden Flotte zu finden. Es geht dabei zum Beispiel um die Frage, ob man bereits in naher Zukunft so effiziente Brennstoffzellen auf einem Schiff nachrüsten kann, dass diese einen großen Teil des Energiebedarfes wie etwa für den Hotelbetrieb liefern könnten. Oder wie man Abfälle als Wertstoffe an Bord zur Energiegewinnung wiederverwerten kann und vieles mehr.

Der sorgsame Umgang mit Ressourcen ist eine weitere elementare Säule des Nachhaltigkeitsengagements von AIDA Cruises. Ziel ist es, beispielsweise die Lebensmittelabfälle pro Person an Bord bis Ende 2022 um 30 Prozent im Vergleich zu 2019 zu senken. Die Anzahl der Einwegplastikartikel wurde bis heute bereits um 50 Prozent im Vergleich zu 2018 reduziert. Bis Ende 2022 soll eine Einsparung um 75 Prozent gegenüber 2018 erreicht werden.

Weitere Informationen unter www.aida.de/aidacares.

Ursprungsmeldung: Im Geschäftsjahr 2019 hat die Reederei mit der Indienststellung von AIDAnova, dem weltweit ersten mit LNG (Liquified Natural Gas / flüssiges Erdgas) angetriebenen Kreuzfahrtschiff, erneut einen Technologiesprung in Richtung emissionsneutraler Kreuzfahrt vollzogen. In 2021 wird AIDAcosma, das zweite Kreuzfahrtschiff von AIDA Cruises mit LNG als Treibstoff, erstmals Gäste an Bord begrüßen. In 2023 ist die Auslieferung des dritten Neubaus mit dem umweltfreundlicheren Treibstoff durch die Meyer Werft in Papenburg geplant.

Durch das neue Schiffsdesign, die Nutzung von LNG sowie weiterer Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauches im Hotel-, Gastronomie- und Freizeitbereich konnte der CO2-Ausstoß pro Person und Tag an Bord von AIDAnova in 2019 um rund 55 Prozent auf 27 kg gegenüber dem Flottendurchschnitt des Geschäftsjahres 2018 (59,8 kg) gesenkt werden. Zum Vergleich: Laut CO2-Rechner der Stiftung myclimate ist ein Pendler zwischen Hamburg und Bremen mit seinem Pkw auf der Hin-und Rückfahrt täglich für den Ausstoß von rund 80 kg CO2 verantwortlich. Der sorgsame Umgang mit Ressourcen ist eine weitere elementare Säule des Nachhaltigkeitsengagements von AIDA Cruises. 31 Prozent weniger Plastikabfälle und 15 Prozent weniger Lebensmittelabfälle pro Person und Tag an Bord im Vergleich zum Vorjahr sind das Ergebnis vieler Einzelmaßnahmen, die das Unternehmen 2019 umgesetzt hat. Der Wasserverbrauch pro Person und Tag an Bord sank im gleichen Zeitraum um 6,8 Prozent. Gleichzeitig baute AIDA Cruises sein Engagement zum Schutz der lebenswichtigen Ressource Wasser weiter aus. 2019 betrug die Eigenproduktionsrate an Bord bereits 86 Prozent.

Das Unternehmen richtet seinen Blick auch auf eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Destinationen. 2018 stand das Engagement von AIDA Cruises allein in Europa für eine jährliche Wertschöpfung von rund 5,3 Mrd. EUR und die Sicherung von 27.000 Arbeitsplätzen. In Deutschland leistete AIDA Cruises mit 3,4 Mrd. EUR den größten gesamtwirtschaftlichen Beitrag, davon 1,6 Mrd. EUR allein in Norddeutschland. Dieses Engagement steht für die Schaffung und Sicherung von mehr als 15.600 Vollzeitarbeitsplätzen. AIDA Cruises arbeitet mit mehr als 2.600 Lieferanten (ohne Schiffbau) in ganz Deutschland zusammen, rund 350 Lieferanten haben ihren Sitz in Mecklenburg-Vorpommern. Darüber hinaus zählten 2019 mehr als 12.000 Reisebüros zum Netz von Vertriebspartnern. Auf der Meyer Werft in Papenburg entsteht mit AIDAcosma derzeit nicht nur das zweite LNG-Kreuzfahrtschiff, es ist bereits das elfte AIDA Schiff, das in Deutschland gebaut wird.

2019 wurde das soziale und kulturelle Engagement im In- und Ausland unter dem Dach von AIDA Cruise & Help gebündelt. Der Fokus liegt insbesondere auf der Verbesserung der Zukunftsperspektiven von Kindern und Jugendlichen durch den Bau von Schulen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Im Geschäftsjahr 2019 konnten insgesamt bereits 8 Projekte finanziert werden. Die erste Schule wurde im Mai 2019 in Cebu, auf den Philippinen eröffnet. Weitere folgten z.B. in Nepal, Haiti, Indien und Indonesien. Auch in diesem Jahr hat das Unternehmen sein Engagement fortgesetzt und bereits den Bau sechs weiterer Schulprojekte, z.B. in Namibia und Madagaskar, initiiert.

Informationen zum gerade erschienenen Nachhaltigkeitsbericht unter https://media.aida.de/fileadmin/user_upload/v4/Unternehmen/Nachhaltigkeit/Content-Bilder/2019/190711_AIDAcares2019_Gesamt_DE.pdf