Brasilien hat wegen zahlreicher Coronafällen an Bord den Kreuzfahrtbetrieb  bis zum 21. Januar unterbrochen und ermittelt gegen MSC und Costa

Brasilien hat wegen zahlreicher Coronafällen an Bord den Kreuzfahrtbetrieb  bis zum 21. Januar unterbrochen. Der brasilianische Landesverband der  CLIA  teilte mit, diese Restriktion sei angesichts der stark steigenden Zahlen freiwillig erfolgt. Die brasilianische Gesundheitsbehörde hatte zuvor jedoch eine Unterbrechung empfohlen , nachdem in den vergangenen Tagen ein sprunghafter Anstieg der Covid-19-Fälle an Bord von Kreuzfahrtschiffen  registriert worden war. Die Unterbrechung gilt ab sofort für neue Abfahrten, bereits auf Reisen befindliche Schiffe dürfen ihre Kreuzfahrten wie geplant zu Ende führen. Die Unterbrechung trifft aus Sicht der DACH-Marke vor allem MSC Cruises und Costa Crociere, die beide ein Winterprogramm mit Abfahrten ab und Anläufen in Brasilien aufgelegt hatten. Beiden Reedereien drohen auch möglicherweise weitere Konsequenzen: Die brasilianische Gesundheitsbehörde Anvisa hat Ermittlungen wegen möglicher Nichteinhaltung von Gesundheitsvorschriften angekündigt, nachdem sie zuvor den Abbruch von zwei Kreuzfahrten wegen zahlreicher Coronafälle  angeordnet hatte. Vom 26. Dezember bis 3. Januar waren unter Passagieren und Crewmitglieder der derzeit fünf in Brasilien fahrenden Kreuzfahrtschiffe 798 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. MSC hatte drei Schiffe für Winterkreuzfahrten nach Brasilien geschickt, nachdem die Gesundheitsbehörde nach einer 20-monatigen Pause grünes Licht gegeben hatte: Die MSC Preziosa, die MSC Splendida und die MSC Seaside sollten zwischen November 2021 und März 2022 in Brasilien ihren Heimathafen haben.