Fähren sind in: Die Reedereien wollen für rund 2,6 Milliarden Euro 32 neue Schiffe bauen und auch in die Umweltstandards investieren.

Fähren sind in, das Geschäft boomt: Millionen Passagiere nutzen die Verbindungen in Europa. Deshalb wollen die Reedereien für rund 2,6 Milliarden Euro ihre Flotten aufrüsten und auch in die Umweltstandards investieren. In den vergangenen fünf Jahren buchten rund 24 Millionen Passagiere eine Fähre auf einer der mehr als 200 Verbindungen auf Nord- und Ostsee sowie in der Irischen See und im Mittelmeer. Das beliebteste Ziel ist Skandinavien mit 43 Prozent vor der Mittelmeerregion mit 30 Prozent sowie Großbritannien und Irland mit 23 Prozent. Reisen mit Fähren sind vor allem bei Familien mit Kindern beliebt, oft mit dem eigenen Auto und viel Gepäck in die Ferien reisen. Dabei achten sie besonders auf den Preis, aber auch auf die Erreichbarkeit der Fährhäfen, die Abfahrtzeiten und die Ausstattung der Schiffe.

2,6 Milliarden Euro werden investiert

Derzeit sind 25 Schiffe mit einer Tonnage von mehr als einer Million Bruttotonnen im Bau oder bestellt. Dafür investieren die Unternehmen bis 2021 rund 2,6 Milliarden Euro. Das entspricht einer Kapazität von 35.600 Passagieren sowie 66.000 Lademetern für Pkw und Fracht. Über diese fest bestellten Fähren hinaus stehen Optionen für weitere 8 Schiffe mit einer Tonnage von 450.000 Bruttotonnen in den Büchern. Die neuen Schiffe werden nach modernen Umweltstandards gebaut und nutzten unterschiedliche Technologien wie Rauchgasreinigung durch sogenannte Scrubber, verflüssigtes Erdgas (LNG), Hybrid-Technik, Windkraft und Energie-Rückgewinnung. Den größten Einzelauftrag hat sich die Flensburger Schiffbaugesellschaft gesichert: Eine Großfähre mit 67.300 Bruttotonnen für die Reederei Irish Ferries, die ab 2020 zwischen Großbritannien und Irland verkehren soll.