Was ist das denn? Hat die Queen Mary 2 etwa einen Maschinenschaden? Dies plötzlich aufgetretene und immer lauter werdende Gedröhne und Knattern kann doch nicht normal sein! Verwundert und teilweise etwas beunruhigt schauen sich die gerade an Bord gegangenen Gäste in der weiträumigen Lobby der Königin der Meere, die im Hamburger Hafen festgemacht hat, an. Der anschwellende Lärm kommt von draußen, soviel ist sicher, und jetzt sind auch noch Jubelschreie, Rufe und Beifall zu  vernehmen. Alles drängt nach draußen an die Reling, um einen Blick zu erhaschen. Denn jeder hat es mittlerweile verstanden: Peter Maffay muss angekommen sein. Der Star, dessentwegen alle diese Kreuzfahrt gebucht haben. Und normal, das ist nach diesem Auftakt bereits klar, werden auf dieser Musikreise von Peter Maffay mit der Queen Mary 2 höchstens die ohnehin hohen Cunard-Standards bei Ausstattung, Essen und Service sein.

Mit der Harley zum Schiff
Mit der Harley zum Schiff

Draußen, vor dem Hamburg Cruise Center, steigt Peter Maffay von seiner Harley-Davidson. Mit einem Pulk aus 25 Harleys ist der Musiker mit Freunden quer durch Hamburg gecruist. Als er den Helm abnimmt, grinst er breit ins Blitzlichtgewitter der vielen Fotografen und freut sich über das Empfangskomitee aus Reederei- und Medienvertretern, aber vor allem über die vielen Fans, die ihm zujubeln. Nachdem er für einige Selfies posiert, dutzende Hände geschüttelt und die ersten Autogramme geschrieben hat – immer mit einem kurzen Gespräch mit seinen Verehrern – macht sich der 68-jährige auf, um über die Gangway die Queen Mary 2 zu betreten.

Völlig entspannt und gespannt auf die Reise
Völlig entspannt und gespannt auf die Reise

Dort wartet die erste Überraschung auf den Sänger – eine musikalische. Denn in der Lobby des Ozeanliners, wo die Fans dicht an dicht gedrängt warten, schmettert ein Shanty-Chor die größten Maffay-Hits – und viele Fans singen lauthals mit. Ein grandioser Empfang und der Sänger ist gerührt, applaudiert laut und drückt anschließend jedem Chormitglied die Hand, um sich zu bedanken. Maffay ist bereits zum zweiten Mal an Bord der Queen Mary 2 und genießt die Atmosphäre inmitten seiner Anhänger sichtlich. Das gilt natürlich auch umgekehrt, denn kaum jemals werden viele der Fans ihrem Idol so oft so nahe kommen wie auf dieser Kreuzfahrt. Das ist sicherlich ein Grund dafür, warum sowohl die erste als auch die zweite „Stars an Bord“-Konzertreihe mit Peter Maffay auf der Queen Mary 2 ausverkauft waren. Ein Rekord für das Hamburger Cunard-Büro, denn noch nie waren so viele deutschsprachige Gäste auf einer Queen Mary 2-Reise.

Queen Mary 2 im Geiranger Fjord
Queen Mary 2 in Norwegen

Darunter ist Architekt Jens aus Oldenburg, der seiner Ehefrau Heike die Kreuzfahrt zur Silberhochzeit geschenkt hat: „Wir sind beide große Maffay-Fans und waren schon auf vielen Konzerten. Aber die waren in großen Hallen oder auf riesigen Open-Air-Geländen, da bist Du schon weit weg von der Bühne. Das ist hier auf dem Schiff in dem Theater schon was anderes. So wie in einem Club, wo man ganz nah dran ist und richtig gut sieht, was da vorne so abgeht.“

Auch Kumpel Michael ist mit Gattin dabei. Der 56-jährige Zahnarzt hat sich genau wie Jens eine Queens Grill- Suite geleistet und ist vollauf zufrieden: „Die Suite ist der Hammer! Groß, aber trotzdem gemütlich und echt modern. Das war gar nicht so teuer wie ich gedacht habe, wenn man mal bedenkt, was man dafür alles bekommt, so mit dem Butler-Service, der eigenen Lounge und dann das großartige Essen im eigenen Restaurant.“ Ehefrau Diana hat es vor allem die Einrichtung angetan: „Das ist sehr stylish hier auf dem Schiff. Das Design in der Suite ist absolut stimmig, mit schönen Farben und sehr modern. Und auch sonst ist das alles wirklich schön und sehr stilvoll. Ich habe immer gedacht, so ein Schiff wie die Queen Mary 2 wäre eher was für ganz alte Leute, so  steif und angestaubt. Ich bin absolut positiv überrascht, wie locker das hier alles ist.“

Die Cunardfarben setzen Akzente in den Queens Grill Suiten
Die Cunardfarben setzen Akzente in den Queens Grill Suiten

Locker ist auch der Dresscode, es gibt keine formellen Abende wie zum Beispiel auf einer zehntägigen Atlantiküberquerung von Hamburg nach New York, wo an zwei Abenden, außer im Buffetrestaurant King´s Court, in den Restaurants Anzug mit Krawatte oder Smoking Pflicht ist. Auf der Maffay-Konzertreise gilt das Motto „Jeans on“ und so sieht man die Passagiere allenthalben in gemütlicher Freizeitkleidung und vor allem in Jeans und mit viel Leder.

Mit Küchenchef Klaus Kremer 250 Liter Suppe rühren
Mit Küchenchef Klaus Kremer 250 Liter Suppe rühren

In Lederjacke läuft auch Peter Maffay über das Schiff. Neben den täglichen Proben im Theater für die Konzerte, bleibt viel Zeit, um die Queen Mary 2 auch hinter den Kulissen kennen zu lernen. Der Musiker besucht Commodore Christopher Rynd auf der Brücke und lässt sich zeigen, wie die Queen Mary 2 manövriert wird. Mit Küchendirektor Klaus Kremer besichtigt Maffay die sogenannte Galley hinter dem Britannia Restaurant und erfährt die Abläufe, die nötig sind, um bis zu 1.000 Passagieren ohne große Wartezeiten perfekte Gerichte servieren zu können. Beeindruckt ist der Star von den gewaltigen Lebensmittelvorräten im Lager und den Mengen, die vorbereitet werden müssen. In der Suppenküche greift Maffay selbst zum riesigen Schneebesen und rührt im 500-Liter-Topf. Gut, dass der 68-jährige auch Sportler ist und täglich im großen Fitness-Center der Queen Mary 2 die Muskeln stählt!

Der Musiker macht auch im Fitnesscenter eine gute Figur
Der Musiker macht auch im Fitnesscenter eine gute Figur

Beim Rundgang über Deck nimmt sich Maffay immer wieder viel Zeit für seine Fans, bleibt stehen, plaudert und signiert Karten, CDs, T-Shirts und sogar hingehaltene Arme und Hände mit persönlicher Widmung. Man merkt, wie wichtig dem Musiker seine Fans sind, ohne die, so sagt er, seine beispiellose lange Karriere nicht möglich gewesen wäre. Peter Maffay verkaufte bislang knapp 50 Millionen Tonträger und gilt seit rund vier Jahrzehnten als einer der erfolgreichsten deutschen Rockmusiker aller Zeiten. Seine Studioalben erreichten seit 1979 alle die Top Ten der deutschen Albumcharts, 13 seiner Alben verkauften sich bereits mehr als eine Million Mal – 18 schafften es sogar auf Platz eins der deutschen Albumcharts, damit hält er den Rekord.

Mit dem Kapitän der Queen Mary 2, Commodore Christopher Rynd
Mit dem Kapitän der Queen Mary 2, Commodore Christopher Rynd

Maffay war als Kind mit seinen Eltern aus dem rumänischen Siebenbürgen nach Deutschland gekommen und startete seine Karriere als Gitarrist in einer Beat-Rock-Band, die er 1964 gründete. Die Jungs probten im Keller des Gasthauses Weißer Hirsch im oberbayerischen Waldkraiburg. Ende der Sechziger gründete er dann in München mit einer Schulfreundin zunächst ein Folk-Duo. Den Durchbruch als Künstler bescherte Maffay allerdings ein Schlager: „Du“ machte ihn über Nacht zum Star. Die Rückkehr zum Rock wurde Maffay Anfang der Achtziger nicht leicht gemacht. Doch seine Alben blieben erfolgreich. Mit den Songs und Musicals rund um den kleinen Drachen Tabaluga schuf der Star auch für Kinder eine eigene Musikwelt, die ebenfalls seit vielen Jahren sehr erfolgreich ist.

Nicht nur als Musiker erfolgreich, sondern auch sozial engagiert
Nicht nur als Musiker erfolgreich, sondern auch sozial sehr engagiert

Benachteiligte Kinder und Jugendliche liegen Maffay sehr am Herzen, im Jahr 2000 gründete er eine Stiftung, die in Starnberg, Duderstadt, auf dem bayrischen Gut Dietlhofen, auf Mallorca und in Rumänien Häuser betreibt und den Kids therapeutische Traumabewältigung, Aus- und Bildungs-möglichkeiten sowie gesunde, regelmäßige Ernährung ermöglicht. Um auch auf der Queen Mary 2 Geld für die Stiftung zu sammeln, schlägt Maffay eine Auktion an Bord vor.

Bei der Versteigerung ist es im Queens Room proppenvoll. Der Musiker hat tief in seine Kiste gegriffen und viele signierte Dinge für die Auktion gespendet: Eine Gitarre, eine Lederjacke, CD´s , Bücher und andere Devotionalien sowie Tickets für das Abschlusskonzert an Bord. Die sind begehrt, denn jeder Passagier bekommt auf der Kreuzfahrt normalerweise nur eines von drei Konzerten zu sehen. Das Theater auf der Queen Mary 2 fasst knapp 900 Menschen und 2.600 Gäste wollten mit auf diese ausverkaufte Maffay-Reise. Jetzt freuen sich 50 von ihnen über ein weiteres Konzerterlebnis, insgesamt kommen bei der Auktion für die Maffay-Stiftung mehr als 10.000 US-Dollar (US-Dollar sind die Bordwährung, daher keine Euro) zusammen.

Dem Star gefällt es auf der Kreuzfahrt sichtlich gut
Dem Star gefällt es auf der Kreuzfahrt sichtlich gut

Zu sehen bekommen aber auch alle anderen Passagiere ihren Star recht häufig: neben den täglichen Sessions im Fitness-Studio geht Maffay auch viel über Deck, um frische Luft zu schnuppern, schaut sich beim Anlauf in Oslo die Stadt an und plaudert in Interview-Sessions aus seinem Leben –  ein Star (fast) zum Anfassen. Selbst bei den täglichen Workshops seines Gitarristen Carl Carlton und seines Schlagzeuger Bertram Engel schaut Maffay ab und an kurz rein. Auch bei den Konzerten nach seinen Konzerten taucht der Musiker im Queens Room auf, um Wingenfelder zuzuhören. Das Brüderpaar begeistert das Publikum mit seinen melodisch-melancholischen Stücken und vielen Anekdoten aus „Fury in the Slaughterhouse“-Zeiten. Peter Keller hat auf der Queen Mary 2 sogar eine Premiere: Erstmals trägt der Maffay-Gitarrist und Co-Produzent allein auf der Bühne von ihm geschriebene Songs vor. Auch er erhält viel Beifall.

Maffay hat eine ungeheure Bühnenpräsenz und das Publikum im Griff
Maffay hat eine ungeheure Bühnenpräsenz und das Publikum im Griff

Doch wenn es um Musik geht, dann kann es auf diesem Schiff nur einen geben: den Meister persönlich! An drei Konzertabenden tobt das Publikum im pickepacke vollen Royal Court Theater, schon nach den ersten Gitarrenriffs hält es niemanden mehr auf den Sitzen. Cindy, die einen Friseursalon in Leipzig betreibt, steht mit ihren Freundinnen Doreen, Cathleen und Ramona in der ersten Reihe. Genau für diese Momente sind sie gekommen, glückselig umarmen sie sich, singen jeden Song lauthals mit und jubeln, kreischen, pfeifen und johlen: „ Wir waren schon vor dem Mauerfall große Maffay-Fans. Peter hier jetzt so ganz nah erleben zu können,  das ist etwas ganz Besonderes, einfach nur geil!“

Diese besondere Stimmung nehmen Maffay und die Band sofort auf, es macht den Musikern sichtlich Spaß hier zu spielen. Der Star spricht zwischen den Liedern viel mit seinem Publikum, bedankt sich immer wieder für die jahrzehntelange Treue und betont die besondere Nähe, die sich hier auf der Queen Mary 2 von selbst ergebe. Das Repertoire ist an allen drei Konzertabenden gleich, so dass kein Passagier etwas verpasst. Maffay und Band spielen vor allem Titel aus dem neuen Album, sehr rockig, aber zwischendurch werden immer wieder ruhigere Stücke und Balladen eingestreut.

Ältere Stücke und die großen Hits werden für die Zugabe aufbewahrt, die von der feiernden, tanzenden und kreischenden Menge stürmisch gefordert wird. Es kann nicht nur bei einem Zugaben-Set bleiben, dafür hat Maffay einfach zu viele Hits gelandet. Dreimal kommt die Band wieder auf die Bühne, spielt „Eiszeit“, „Über sieben Brücken“, „So bist Du“, „Sonne in der Nacht“, „Und es war Sommer“, Halleluja“ und „Tiefer“. Krachende Gitarrenriffs, Trommelwirbel, dazu die unverwechselbare, angeraute Stimme –  das sind die Klänge, die Maffay-Fans kennen und lieben.

Und spätestens jetzt in, diesem Augenblick, da sind sich alle im Theater auf der Queen Mary 2 einig – die Musiker auf der Bühne und alle Fans – man könnte diese Reise nicht besser zusammenfassen als mit dem Titel des letzten Liedes: „Niemals war es besser“.

 

Nach den beiden restlos ausverkauften Reisen 2013 und 2015 geht Peter Maffay wieder an Bord der Queen Mary 2. Vom 27. Mai bis zum 1. Juni 2018 heißt es “Rock ‘N’ Sail” und das sechs Tage lang ab Hamburg über St. Peter Port auf der britischen Kanalinsel Guernsey bis Southampton und wieder zurück in die Hansestadt.

Bei drei Livekonzerten im Royal Court Theatre kann jeder Gast der Eventreise garantiert eine Show des Rockmusikers und seiner Band hautnah miterleben. Neben Songs vom jüngsten Studioalbum “Wenn das so ist” dürfen sich Fans auch auf bekannte Klassiker des Künstlers freuen. Jam-Session-Abende im Queens Room, Musik-Workshops und Auftritte weiterer Live-Gäste runden das Rahmenprogramm dieser besonderen Kreuzfahrt ab.

Weitere Informationen und Preise unter https://www.cunard.de/reise-finden/reisedetailseite/journey/m819/?utm_source=facebook&utm_medium=afiliates&utm_campaign=Pre_Wave_Maffay_2018&utm_content=Peter_Maffay_30.04.18

 

Diese Reise wurde unterstützt von Cunard