Der Hochbau des neuen Kreuzfahrtterminals Warnemünde am Liegeplatz P8 im Werftbecken hat begonnen. Die Gesamtinvestitionen betragen 15,1 Millionen Euro.

Der Hochbau des neuen Kreuzfahrtterminals am Liegeplatz P8 im Werftbecken hat begonnen. An der Stahlkonstruktion für das Dach und die Halle wird bereits gearbeitet. Dazu werden etwa 580 Tonnen Profilstahl für die Stützen und Dachbinder montiert. Die Dachdeckung von 2100 Quadratmetern wird in den kommenden Monaten mit so genanntem Trapezblech ausgeführt. Wie schon das Warnemünde Cruise Center am Liegeplatz 7 erhält auch das am Liegeplatz 8 eine Sicherheitsglasfassade; 1.900 Quadratmeter sind es insgesamt. Das „Warnemünde Cruise Center 8“ (WCC8) hat eine Grundfläche von 2.200 Quadratmetern und das dazugehörige zweistöckige Servicegebäude eine Grundfläche von 490 Quadratmetern je Etage. Die 2980 Quadratmeter große Bodenplatte ruht auf 556 Stahlbeton-Bohrpfählen, die im letzten Winter elf Meter tief in das Erdreich eingebracht wurden. Rund 1600 Kubikmeter Beton, 900 Tonnen Bewehrungs- und Profilstahl, 2100 Quadratmeter Trapezblech und 1900 Quadratmeter Glas werden für den Bau des neuen Kreuzfahrtterminals verwendet. Die Mehrzahl der am Bau beteiligten Unternehmen kommt aus Mecklenburg-Vorpommern. ROSTOCK PORT ist Bauherr der Stahl-Glas-Konstruktion und des Servicegebäudes. Der neue Gebäudekomplex erfordert auch eine Umgestaltung des Hafengeländes am Warnemünder Passagierkai. Dazu zählen ergänzende Flächenbefestigungen, neue Straßenführungen und eine teilweise Neugestaltung der Außenanlagen.

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph übergab beim offiziellen Baustart einen Zuwendungsbescheid an die Stadt Rostock für das Investitionsvorhaben „Erweiterung Seetouristisches Informations- und Organisationszentrum“. Die Anlagen dienen unter anderem der Passagierabfertigung (Check-in der Reedereien), Grenzkontrolle sowie der Gepäckabfertigung. Da die Zahl der abzufertigenden Passagiere stetig gestiegen ist und die bislang am Liegeplatz P8 bestehende mobile Zeltlösung nicht mehr ausreicht, soll das Seetouristische Informations- und Organisationszentrum (SIO) erweitert werden. Dabei werden unter anderem ein festes Abfertigungsgebäude mit einer Grundfläche von rund 2.200 Quadratmetern sowie ein zweigeschossiges Servicegebäude errichtet. Außerdem entstehen 20 Auto- und 17 Busstellplätze. Die Umsetzung der Gesamtmaßnahme erfolgt in zwei Bauphasen. Die erste Phase begann im September 2018; jetzt startet der zweite Bauabschnitt. Die Gesamtinvestitionen betragen mehr als 15,1 Millionen Euro.

Der Kreuzfahrthafen Warnemünde hat sich in den vergangenen Jahren zum Haupteingangstor für ausländische Tagestouristen nach Mecklenburg-Vorpommern entwickelt und ist damit eine Visitenkarte von Stadt, Land und Bundesrepublik. Ein temporäres Terminalzelt an Liegeplatz P8 war nicht mehr zeitgemäß. In der Kreuzfahrtsaison 2019 gingen 98.000 US-Amerikaner, 44.000 Briten, 23.000 Spanier, 22.000 Kanadier, 20.000 Italiener, 12.000 Australier und 97.000 Seereisende aus 149 weiteren Nationen im Rostocker Passagierhafen von Bord der Urlauberschiffe. Zudem ist Warnemünde mittlerweile einer der wichtigsten deutschen Reisewechselhäfen. Mehr als 180.000 Seereisende, davon knapp 140.000 Deutsche, begannen oder beendeten allein in diesem Jahr ihre Kreuzfahrt im Passagierhafen an der Warnowmündung. „Der Kreuzfahrttourismus ist ein unverzichtbarer Bestandteil der auch weiterwachsenden Tourismuswirtschaft in unserem Land und stärkt so nachhaltig den Tourismusmarkt im Nordosten Deutschlands. Damit sich Mecklenburg-Vorpommern als attraktives Urlaubsland weiterhin erfolgreich um das Wohlergehen der seereisenden Gäste kümmern kann, ist der vorausschauende und nachhaltige Ausbau der Hafen-Infrastruktur unabdingbar. In Rostock-Warnemünde gehen Stadt und Land diesen Weg kooperativ miteinander. Mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums wird weiter investiert“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph am Donnerstag vor Ort. Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph übergab vor Ort einen Zuwendungsbescheid an die Stadt Rostock für die Erweiterung des Kreuzfahrtterminals. Für das Kreuzfahrtterminal  erfolgte im vergangenen Winterhalbjahr 2018/2019 die Tiefgründung und Betonierung der Fundamentplatte am Liegeplatz P8 im Warnemünder Kreuzfahrthafen. Jetzt startet der Hochbau des Terminals. „Zur Verbesserung der Qualität und der Sicherheit der Kreuzschifffahrt in Warnemünde investieren das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und ROSTOCK PORT mehr als 15 Millionen Euro in den Neubau eines weiteren Passagier- und Service-Terminals am Liegeplatz P8. Der Gebäudekomplex, 186 Meter lang und 30 Meter breit, soll zum Saisonstart der Kreuzschifffahrt im Frühjahr 2020 eröffnet werden“, sagt Jens A. Scharner, Geschäftsführer des Kreuzfahrthafens Rostock-Warnemünde.

Am 1. Mai 2020 plant ROSTOCK PORT zum 60. Geburtstag des Überseehafens Rostock einen Tag der offenen Tür im WCC8.

Weitere Informationen unter www.rostock-port.de