Havila, der neue Anbieter und Konkurrent von Hurtigruten auf der norwegischen Postschiffroute, startet am 1. Dezember 2021

Update 8.11.:  Havila Kystruten  gibt Gästen ihrer Schiffe auf den Postschiffrouten in Norwegen ein sogenanntes„Nordlicht-Versprechen“. Sollten bei einer Norwegen-Rundreise ab/bis Bergen bis nach Kirkenes mit Abfahrt bis 31. März keine Nordlichter zu sehen sein, erhalten Gäste eine neue sechs- oder siebentägige Reise auf  Postschiffroute kostenlos. Diese muss aber innerhalb eines Monats nach Ende der ersten Reise gebucht werden. ACHTUNG, wichtiges Detail: Das Nordlicht-Versprechen ist aber nur dann gültig, wenn der Gast am Bordtelefon auf seiner Kabine den sogenannten „Nordlicht-Alarm“ aktiviert hat. Über diesen Kanal informiert die Schiffsführung, sobald das Naturschauspiel zu sehen ist – und sei es um 3 Uhr nachts.

Update 26.9.: Havila Kystruten hat einen neuen Kreditgeber für die Refinanzierung der Flotte gefunden, der nicht, wie die ursprüngliche Gesellschaft, den EU-Sanktionen gegen Russland unterliegt. Die Finanzierung von insgesamt 370 Millionen Euro soll  Zahlungen für die neuen Schiffe Havila Polaris und Havila Pollux an die türkische Werft Tersan sowie für die aktiven Schiffe Havila Capella und Havila Castor abdecken. Die neuen Schiffe müssen aber später als geplant in Betrieb genommen werden. So soll die Havila Polaris erst ab dem 29. Dezember 2022 eingesetzt werden und die Havila Pollux ab dem 22. März 2023.

Update 20.6.: Die Schiffe von Havila Kystruten sind für die Zukunft gebaut und nach eigenen Angaben die umweltfreundlichsten Schiffe entlang der norwegischen Küste. Mit einem Batteriepaket von 6,1 Megawattstunden (MWh), dem weltweit größten Batteriepaket auf einem Passagierschiff, können die Schiffe bis zu vier Stunden mit reinem Batteriestrom fahren. In Kombination mit verflüssigtem Erdgas (LNG) werden die CO2-Emissionen um 30 % und die NOX-Emissionen um 90 % im Vergleich zu ähnlichen Schiffen reduziert, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Jetzt wurde die erste emissionsfreie Kreuzfahrt durch den Geirangerfjord absolviert. Damit hat Havila bereits vier Jahre vor Inkrafttreten die dann gültigen Umweltauflagen der norwegischen regierung erfüllt.

Update 10.5.2022: Die Reederei Havila, die als Konkurrenz für Hurtigruten auf der Postschiffroute fährt, hat ihr zweites Schiff in Dienst gestellt. Die Havila Castor, die künftig die klassische Küstenroute zwischen Bergen und Kirkenes befahren wird, ist laut Havila Voyages das umweltfreundlichste Passagierschiff der Welt. So verfügt das Schiff über ein energieeffizientes Rumpfdesign, das für die unterschiedlichen Wetterbedingungen an der norwegischen Küste ausgelegt ist. Außerdem hat die Havila Voyages das weltweit größte Batteriepaket auf einem Passagierschiff mit 6,1 Megawattstunden (MWh). Damit kann das Schiff bis zu vier Stunden lang emissionsfrei fahren. Der Antrieb  ist eine Kombination aus Erdgas (LNG) und dem Batteriepaket, wodurch das Schiff bereits die CO²-Emissionen um bis zu 30 Prozent und die Stickstoffoxid-Emissionen um 90 Prozent reduziert. Zu den Eigenschaften des Schiffes gehören neben der Emissionsreduzierung auch die Wärmerückgewinnung aus See- und Kühlwasser sowie ein Verpflegungskonzept, das Lebensmittel von Kurzstrecken- und lokalen Erzeugern umfasst.

Update 16.12.: Auf der norwegischen Postschiffroute zwischen Bergen und Kirkenes läuft der Countdown für eine weitere Verbindung. Die Havila Capella hat bereits ihre Jungfernfahrt angetreten und wird dann ab 21. Dezember regulär die Strecke zwischen beiden Häfen befahren.  Der erste Neubau auf der Strecke seit 18 Jahren ist im zeitgenössischen skandinavischen Stil eingerichtet. Die Kabinen und die Fenster sind relativ groß. In den Restaurants werden die Gäste bedient, auch um Lebensmittelabfälle reduzieren zu können. Darüber hinaus verfügen die so genannten Plug-in-Hybridschiffe unter anderem über die nach Eigenangaben weltweit größten für Passagierschiffe konzipierten Batteriepakete. Diese ermöglichen es dem Schiff, vier Stunden lang ohne Lärm und Emissionen zu fahren. Die Batterien sind nur eine von mehreren Maßnahmen, mit denen die Schiffe den CO2-Ausstoß um rund 25 Prozent senken können, heißt es von der Reederei weiter. Havila Voyages plant, drei weitere Schiffe in Dienst zu stellen.

Update 22.11.: Mit der Havila Capella nimmt Havila, der neue Anbieter und Konkurrent von Hurtigruten auf der norwegischen Postschiffroute, am 1. Dezember den Dienst auf. Die Havila Capella verfügt über 179 Kabinen und verschiedene Restaurants, ein Hydro-Antrieb mit Batteriespeicher ist vorhanden. Die Routen führen von Bergen nach Kirkenes und wieder zurück. Damit hat Hurtigruten sein Monopol bei den Postschiffreisen in Norwegen verloren (s.u.)

Ursprungsmeldung: Hurtigruten wird ab 2021 nicht mehr allein auf der traditionellen Route entlang der norwegischen Küste unterwegs sein. Hurtigruten verkehrt seit 1893 im Liniendienst an der norwegischen Fjordküste, um die kleinen Orte am Meer zu versorgen. Die norwegische Regierung hat nun beschlossen, die Strecke zwischen Bergen und Kirkenes auf zwei Unternehmen aufzuteilen. So wird künftig auch die Reederei Havila auf der Route fahren. Hurtigruten wird dann nur noch sieben statt wie bisher elf Schiffe in staatlichem Auftrag einsetzen. Der künftige Staatsvertrag läuft zehn Jahre bis 2030.

Verkehrsminister Ketil Solvik-Olsen erklärte, dass die Regierung einerseits sicherstellen wollte, dass weiterhin ganzjährig 34 Häfen an der Küste mit Personen und Fracht angefahren werden, und dass man nun mit der Schaffung von Konkurrenz dieses Angebot für die Kunden verbessern wolle. Total waren von der norwegischen Regierung drei Verträge mit insgesamt 11 Routen ausgeschrieben. Beide Reedereien befahren dieselbe Route, wie bisher von Bergen bis nach Kirkenes und zurück, allerdings an unterschiedlichen Tagen. Die vom norwegischen Staat ausbezahlten Gelder bleiben in der Summe gleich – bei der Postschiffroute handelt es sich ja vor allem um eine für große Teile der norwegischen Bevölkerung wichtige Versorgungs- und Verbindungsroute, und nur in zweiter Linie um eine touristische Kreuzfahrtroute. Es werden jährlich 788 Millionen Kronen für den Betrieb der Küstenroute ausbezahlt – nunmehr aber an zwei Unternehmen, die sich diese Summe teilen müssen.

Die vier neuen Schiffe von Havila
Die vier neuen Schiffe von Havila

Hurtigruten plant aber, auch nach 2021 täglich von Bergen nach Kirkenes zu fahren. Die drei größten Schiffe “Trollfjord”, “Midnatsol” und “Finnmarken” sollen dann als rein touristische Schiffe weiter auf der klassischen Hurtigruten-Strecke unterwegs sein. Damit wird Hurtigruten stärker zum klassischen Kreuzfahrtunternehmen werden. Entlang der norwegischen Küste dürften dann mit den drei großen Schiffen nur noch berühmte Orte wie Alesund, Trondheim, der Geirangerfjord oder das Nordkap bei Honningsvaag angefahren werden, während kleine Orte wie Båtsfjord oder Brønnøysund nur noch mit den kleineren Schiffen im regulären Linienverkehr angefahren werden.

Wie die norwegische Regierung im vergangenen Jahr angekündigt hat, sollen in Zukunft fünf bekannte Fjorde für Kreuzfahrtschiffe gesperrt werden, die nicht den neuesten Umweltanforderungen entsprechen. Das sind der berühmte Geirangerfjord, der Nærøyfjord, der Aurlandsfjord, der Sunnylvsfjord und der innere Tafjord. Der neue Staatsvertrag für die Küstenroute sieht Umweltauflagen vor. Welche Auswirkung dies für Hurtigruten hat, konnte die Reederei noch nicht sagen.

Weitere Informationen unter www.hurtigruten.de