Das erste Kreuzfahrtschiff von MSC, das mit LNG (Flüssiggas) angetrieben wird, soll MSC Europa heißen und mit 205.700 BRZ im Mai 2022 in See stechen

Update 27.9.: Die Kreuzfahrtsparte der MSC Group hat  sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen im Kreuzfahrtbetrieb bis 2050 zu eliminieren. Dieses Ziel, das sowohl die Kreuzfahrten von MSC Cruises als auch die der Luxusmarke Explora Journeys umfasst, geht weit über das Ziel der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) hinaus, die Emissionen der Schifffahrt bis 2050 um 50% gegenüber 2008 zu senken. Damit einher geht der Wettlauf, die notwendigen technologischen und kraftstoffbezogenen Entwicklungen zu beschleunigen.

MSC hat den Aufruf der “Getting to Zero”-Initiative unterzeichnet, um die Dekarbonisierung des gesamten Schifffahrtssektors, einschließlich der Kreuzfahrt, zu forcieren. Der Aufruf enthält drei Forderungen:

­    – die Festlegung, den emissionsfreien Schiffsbetrieb bis 2050 zu erreichen
­    – bis 2030 emissionsfreie Schiffe in Dienst zu stellen
­    – weitere gemeinsame Maßnahmen im privaten und öffentlichen Sektor

Der Aufruf zum Handeln wird den Regierungen der Welt im November 2021 vorgelegt, noch vor der COP26 (UN-Klimakonferenz 2021).

In den letzten Jahren hat sich das Unternehmen darauf konzentriert, die Intensität der Treibhausgasemissionen durch die Einführung von Maßnahmen zur Energieeffizienz- und Betriebsverbesserung in seiner gesamten Flotte zu verringern. Mit einer jährlichen Effizienzsteigerung von 2% bis 4% in der gesamten Flotte hat das Unternehmen bis 2019 eine Effizienzsteigerung von 28% im Vergleich zu 2008 erreicht und ist auf dem besten Weg, das IMO-Ziel einer Reduzierung der Intensität um 40% bis 2030 zu erreichen. Mit Blick auf die Zukunft werden Verbesserungen der Energieeffizienz und betriebliche Maßnahmen allein nicht ausreichen, um den Schifffahrtssektor auf Dekarbonisierungskurs zu bringen. Aus diesem Grund trägt die MSC Cruise Division aktiv dazu bei, die erforderliche technologische Entwicklung zu beschleunigen. In diesem Sinne beteiligt sich das Unternehmen an mehreren Forschungsprojekten der Branche, um Technologien und Kraftstoffe zu entwickeln, die das Potenzial haben, emissionsfreie Schiffe zu ermöglichen.

Wasserstoffbetriebene Schiffe:
Die MSC Cruise Division ist kürzlich eine Partnerschaft mit dem führenden Schiffbauer Fincantieri und dem Energieinfrastrukturunternehmen Snam eingegangen, um gemeinsam die Bedingungen für die Konstruktion und den Bau des weltweit ersten hybriden, mit Wasserstoff/LNG betriebenen Kreuzfahrtschiffs zu ermitteln, das in bestimmten Bereichen einen emissionsfreien Betrieb ermöglichen würde. Dazu gehören die Einrichtung von Schiffsräumen zur Unterbringung der erforderlichen Wasserstofftechnologien und Brennstoffzellen, die Ermittlung der technischen Parameter der Systeme an Bord, die Berechnung der potenziellen Treibhausgasemissionen sowie eine technische und wirtschaftliche Analyse der Wasserstoffversorgung und der Infrastruktur an Land.

Brennstoffzellen auf LNG-betriebenen Schiffen:
Brennstoffzellen bieten ein großes Potenzial zur Erzielung bedeutender Reduzierungen. Nach der Bestellung von drei Schiffen, die mit LNG betrieben werden – einem Übergangskraftstoff, der bis zu 21 % weniger Treibhausgasemissionen verursacht –, prüft MSC die Integration von Brennstoffzellen, um weitere Einsparungen zu erzielen. 2019 stellten die MSC Cruise Division und die Werft Chantiers de l’Atlantique „Blue Horizon“ vor, ein bahnbrechendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das sich auf die Integration einer Festoxid-Brennstoffzellen-Technologie (SOFC) auf LNG-betriebenen Kreuzfahrtschiffen konzentriert.

Nachrüstung der Brennstoffzellentechnologie:
Die MSC Cruise Division ist außerdem einem Konsortium mit GE Power Conversion, Lloyd’s Register und Ceres Power Holdings beigetreten, um zu untersuchen, wie die Hindernisse für die Einführung von Brennstoffzellen in großen Schiffen beseitigt werden können. Es soll untersucht werden, wie Festoxid-Brennstoffzellen (SOFCs) in die Betriebsfunktionen eines Schiffes integriert werden können, einschließlich der bestehenden Energie- und Antriebsarchitektur, so dass die Auswirkungen des Einsatzes der SOFC-Technologie im Hinblick auf die Reduzierung der Gesamtemissionen quantifiziert werden können. Das Projekt wurde im Rahmen der Clean Maritime Demonstration Competition des britischen Verkehrsministeriums gefördert.

Kohlenstoffarme Technologien und Schiffsdesign:
Die MSC Cruise Division arbeitet auch mit führenden Unternehmen der Branche und der Wissenschaft in einem Forschungsprojekt zusammen, das durch die Kombination von fortschrittlichen Energietechnologien und innovativem Schiffsdesign eine kohlenstoffarme Schifffahrt fördert. An dem von der Universität Vaasa geleiteten „CHEK-Konsortium“ (deCarbonising sHipping by Enabling Key Technology symbiosis on real vessels concept designs) sind unter anderem die World Maritime University, Wärtsilä, Cargill und Lloyds Register beteiligt.

Mit diesen und anderen zukünftigen Projekten wird die MSC Cruise Division weiterhin auf eine emissionsfreie Zukunft für sich selbst und die gesamte Kreuzfahrtbranche hinarbeiten.

 

Update 13. Juni 2021:  Die MSC Europa wird in Arabien starten. Das erste Schiff der MSC World Class, das derzeit in der Werft Chantiers de l’Atlantique in Saint-Nazaire, Frankreich, gebaut wird, wird über innovative Technologien verfügen, darunter die einzigartige Y-Form. Die Indienststellung des LNG-Schiffs, das seine erste Saison in der Golfregion verbringt, soll im Dezember 2022 erfolgen. Als erstes Schiff der MSC World Class zeichnet es sich durch zukunftssichere Schiffs- und Onbord-Technologien sowie ein rundum bahnbrechendes und hochmodernes Design aus. Mit 333 Metern Länge, 22 Decks und 40.000 m² öffentlicher Fläche ist die MSC World Europa das längste Schiff der Flotte von MSC Cruises.

Die MSC World Europa wird im Dezember 2022 in Dienst gestellt und ihre erste Saison mit Winterkreuzfahrten in der Golfregion verbringen. Zu beginnt steht eine 4-Nächte-Reise von Doha in Katar zu ihrem neuen Heimathafen Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf dem Programm. Das LNG-Schiff wird dann 7-Nächte-Kreuzfahrten von Dubai nach Abu Dhabi und weiter zur Insel Sir Bani Yas, w Gäste eine exotische Tierwelt entdecken oder sich an den Stränden in der Sonne entspannen können – unternehmen. Das Programm wird mit dem Anlauf im Hafen von Dammam in Saudi-Arabien ergänzt. Hier befindet sich die Oase Al Ahsa, ein UNESCO-Weltkulturerbe. Das Schiff läuft auch Doha, die futuristische Hauptstadt von Katar an, bevor es nach Dubai zurückkehrt und dort eine Nacht im Hafen verbringt. Am 25. März 2023 verlässt die MSC World Europa Dubai und nimmt Kurs auf das Mittelmeer. Im Sommer 2023 wird sie 7-Nächte-Kreuzfahrten zu den italienischen Häfen Genua, Neapel und Messina sowie Valletta auf Malta, Barcelona in Spanien und Marseille in Frankreich unternehmen.

Bei der Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten an Bord haben die Gäste die Qual der Wahl: welchen der neuen Shops besuchen sie zuerst und wie teilt man die Zeit zwischen sechs Pools und 14 Whirlpools am besten auf? Auf dem Familien-Sonnendeck können Eltern und Kinder einen Tag auf See genießen, während der Aquapark mit integrierter Virtual-Reality-Technologie sowohl Kinder als auch das innere Kind eines jeden Erwachsenen erfreuen wird. Zudem können die Gäste – wie auf allen Schiffen der MSC-Flotte – hochwertige, groß angelegte Theatershows erwarten und darüber hinaus neue Locations entdecken.

Das Schiff wird über 13 Lokale verfügen, darunter sechs Spezialitätenrestaurants. Der neue Prototyp bietet auch Raum, zwei völlig neue Konzepte einzuführen, bei denen der kreative, kulinarische Ausdruck im Vordergrund steht: Die Chef’s Garden Kitchen, bei der trendige und geschmackvolle Microgreens (Sprossen) im Fokus stehen und La Pescaderia, ein Sea-Food Grill mit Sitzbereichen im Freien. Bekannte Favoriten kehren auf dem Schiff noch besser zurück: das klassische Steakhouse Butcher’s Cut im amerikanischen Stil, der asiatisch inspirierte Kaito Teppanyaki Grill mit Sushi Bar und das neu eingeführte lateinamerikanische Street-Food-inspirierte Hola! Tacos & Cantina finden auf dem Schiff seinen Platz. Darüber hinaus wird es drei großzügige Buffet-Restaurants geben, eines davon wird rund um die Uhr geöffnet haben. Auch das Snack- und Barangebot wird sich sehenlassen können. Es werden neue Konzepte enthüllt und bekannte Gesichter kehren zurück. So beispielweise der Masters of the Sea Pub (über zwei Decks), der zum ersten Mal Craft-Bier speziell an Bord brauen wird. Zu den weiteren Angeboten zählen die Elixir-Cocktailbar mit ausgeklügelten Signature-Cocktails, ein südasiatisch angehauchter Teeraum mit orientalischen Düften, eine authentische Emporium Kaffeebar mit Kaffee aus aller Welt, ein reich bestücktes, von einer echten Destillerie inspiriertes Gin-Projekt, eine Saftbar, eine Gelateria mit einer Vielzahl an Eissorten für jeden Geschmack.

Die MSC World Europa verfügt über ein umfangreiches Angebot an Unterkünften für jeden Geschmack: 19 verschiedene Kategorien stehen zur Auswahl, 65 Prozent der Kabinen haben einen eigenen Balkon. Auf dem Schiff werden sieben neue und innovative Kabinentypen eingeführt. Dazu gehören:

  • Balkonsuiten und Kabinen mit Blick auf die Promenade, in denen die Gäste die pulsierende Atmosphäre unter Deck genießen können.
  • Luxuriöse Duplex MSC Yacht Club Suiten mit großen Balkonen und privatem Whirlpool sowie offenem Wohn-/Essbereich.
  • Stilvolle Aurea Suiten mit großzügigem Balkon und privatem Hot Tub.
  • Infinite Ocean View Kabinen mit Panorama-Schiebefenster, das sich im geöffneten Zustand in eine Glasbalustrade verwandelt

 

Eines der Hauptmerkmale der völlig neu konzipierten Promenade ist die Rutsche “The Spiral”: das markante architektonische Herzstück erstreckt sich über elf Decks und wird damit die längste auf See! Die geschmeidigen Kurven der Edelstahlrutsche machen sie zu einem wahren Kunstwerk und gleichzeitig zu einer unterhaltsamen Möglichkeit, vom oberen Teil des Schiffes zur Promenade zu gelangen.

Ursprungsmeldung: Pierfrancesco Vago, Executive Chairman von MSC Cruises, verkündete dabei hat den Namen des neuesten Schiffes bekanntgegeben: Das erste Kreuzfahrtschiff von MSC, das mit LNG (Flüssiggas) angetrieben wird, soll MSC Europa heißen. Die MSC Europa wird das erste von fünf mit LNG angetriebenen Schiffen. Das erste Schiff der sogenannten World Class, die MSC Europa, wird 2022 in Dienst gestellt. Mit einer Bruttoraumzahl von 205.700 wird die MSC Europa im Mai 2022 in Dienst gestellt werden und das erste von vier Schiffen der futuristischen World Class sein, die auf der französischen Werft gebaut werden. Die weiteren Schiffe sind für 2024, 2025 und 2027 geplant. Auch ein Schiff der Meraviglia-Plus-Klasse, das 2023 in Dienst gestellt wird, wird mit LNG angetrieben sein.

Die Integration einer SOFC-Technologie (Festoxidbrennstoffzelle) an Bord eines Kreuzfahrtschiffes ist eine Weltneuheit. Die Technologie arbeitet bei sehr hohen Temperaturen (ca. 750° C) und ist für schiffsähnliche Hochleistungsanwendungen effizienter als die wasserstoffbasierten Polymerelektrolytbrennstoffzellen (PEMFC)-Lösungen, die beispielsweise im Automobilsektor einge-setzt werden. Die SOFC-Technologie bietet einen sehr guten elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 60%. Da die erzeugte Wärme an Bord selbst genutzt werden kann, kann ihr Gesamtwirkungsgrad (Wärme und Strom) deutlich höher sein, was zu einer direkten Reduzierung des Energieverbrauchs und damit auch zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen führt. Die SOFC-Lösung, die mit LNG betrieben wird, würde somit die Treibhausgasemissionen um etwa 30% im Vergleich zu einem herkömmlichen LNG-Motor reduzieren, ohne Emissionen von Stickoxiden, Schwefeloxiden oder Feinstaub. Darüber hinaus bietet sie den Vorteil, dass sie mit vielen Kraftstoffen (LNG/Methan, Methanol, Ammoniak, Wasserstoff usw.) und damit mit ihren zukünftigen kohlenstoffarmen Versionen kompatibel ist.

Die MSC Grandiosa, die jetzt an MSC übergeben wurde, ist in punkto Umweltschutz das bislang fortschrittlichste Schiff von MSC Cruises und ist ein Symbol für das langjährige Engagement des Unternehmens zum Schutz der Meere und Gemeinden, in denen MSC arbeitet. Das Schiff ist mit modernsten Technologien ausgestattet, um immer sauberere Luftemissionen und damit auch eine verbesserte Umweltverträglichkeit insgesamt gewährleisten zu können, sowohl auf See als auch an Land. Neben einem hybriden Abgasreinigungssystem (EGCS), das auch im geschlossenen betrieben werden kann und die Schwefelemissionen des Schiffes um 97% reduziert, wird die MSC Grandiosa auch das erste Schiff von MSC Cruises sein, das über einen SCR-Katalysator (Selec-tive Catalytic Reduction) verfügt. Das SCR-System hilft, die Stickoxide um 80% zu reduzieren.

Alle weiteren im Bau befindlichen MSC Kreuzfahrtschiffe werden ebenfalls mit SCR-Katalysatoren ausgestattet sein, darunter die MSC Virtuosa, das Schwesterschiff der MSC Grandiosa, die im Oktober 2020 in Dienst gestellt wird und auch die MSC Seashore, die derzeit auf einer anderen Werft gebaut wird.

Weitere Informationen unter https://www.msccruises.de/unsere-kreuzfahrten/kreuzfahrtschiffe/msc-grandiosa