Nach langer Irrfahrt hat die Coral Princess jetzt mit zwei Toten und zwölf Corona-Infizierten an Bord im Hafen von Miami angelegt.

Nach langer Irrfahrt hat die Coral Princess jetzt im Hafen von Miami angelegt. Nach Angaben der Reederei Princess Cruises sind auf dem Schiff zwei Menschen gestorben und mindestens zwölf weitere mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Die sieben Passagiere und fünf Crew-Mitglieder wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Insgesamt sind 1.020 Gäste und 878 Besatzungsmitglieder an Bord. Wann die gesunden Passagiere und Crew-Mitglieder von Bord gehen dürfen, ist noch unklar. Das Ausschiffen kann nach Angaben der Reederei mehrere Tage dauern.

Die Coral Princess war am 5. März in Santiago de Chile ausgelaufen und hätte eigentlich am 19. März ihre Kreuzfahrt in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires beenden sollen. Dort wurde das Schiff aber abgewiesen, da Argentinien wegen der Coronavirus-Pandemie seine Grenzen geschlossen hatte. Auch in Uruguay und Brasilien durfte das Schiff nicht anlegen.

Princess Cruises ist die Kreuzfahrtreederei, die besonders stark vom Corona-Virus betroffen ist. Nach dem Drama um die Diamond Princess, die im Hafen von Yokohama in Quarantäne lag und mit mindestens zehn Toten und rund 700 Infizierten die bislang mit Abstand meisten Opfer zu beklagen hat, waren auch die Grand Princess, die Ruby Princess und die Pacific Princess betroffen.

Der US-Bundesstaat Kalifornien der Grand Princess die Einfahrt in den Heimathafen San Francisco verwehrt, nur wenige Stunden nachdem der erste Todesfall durch die Lungenkrankheit in dem Westküsten-Staat bekanntgeworden war. Bei dem Toten handelte es sich um einen älteren Mann, der sich im Februar an Bord des Kreuzfahrtschiffs angesteckt haben soll. Das Schiff war auf der Rückkehr von Hawaii nach San Francisco, zuvor hatte es eine Reise nach Mexiko absolviert. An Bord waren rund 2500 Passagiere und 1150 Crewmitglieder. Das Kreuzfahrtschiff legte Tage später im Hafen von Oakland an, mit mindestens 21 Infizierten an Bord, davon 19 Besatzungsmitglieder und zwei Passagiere. Alle von Bord gehenden Menschen mussten in eine für 14 Tage, noch andauernde, Quarantäne.

Die Pacific Princess war zuletzt das australische Melbourne angelaufen, um aufzutanken und Proviant sowie Wasser zu bunkern. Gäste oder Besatzungsmitglieder durften aber nicht von Bord gehen. Die jetzt noch 115 Gäste an Bord durften aufgrund von Erkrankungen, die aber nicht mit dem Coronavirus zusammenhängen, nicht vorzeitig nachhause fliegen. Das Schiff fährt jetzt über Hawaii zurück nach Los Angeles, wo es in knapp drei Wochen ankommen soll.

Jetzt ermittelt die australische Polizei ermittelt gegen die Muttergesellschaft von Princess in Australien, die trotz mehrerer Corona-Verdachtsfälle Tausende Passagiere im Hafen von Sydney von Bord der Ruby Princess gehen ließ. Die Ruby Princess liegt noch immer vor der Küste Sydneys vor Anker.