Die EU, Kanada, China, Japan, Südkorea, Russland und die USA haben ein Abkommen unterzeichnet, das ein Fischereiverbot in der 2,8 Millionen Quadratmeter großen Zone um den Nordpol für die nächsten 16 Jahre beinhaltet. Das Fischereiverbot betrifft den Arktischen Ozean außerhalb der 200 Seemeilenzone der Küstenstaaten

Die EU, Kanada, China, Japan, Südkorea, Russland und die USA haben ein Abkommen unterzeichnet, das ein Fischereiverbot in der 2,8 Millionen Quadratmeter großen Zone um den Nordpol für die nächsten 16 Jahre beinhaltet. Das Fischereiverbot betrifft den Arktischen Ozean außerhalb der 200 Seemeilenzone der Küstenstaaten, in denen die jeweiligen Staaten das Hoheitsrecht besitzen. Auch die Inuit unterzeichneten als Kulturnation das Abkommen, auch ihnen ist damit kein kommerzieller Fischfang erlaubt, sondern nur zur Nahrungsbeschaffung.

Kommerzieller Fischfang soll nach dem Vertrag erst dann erlaubt sein, wenn die Region ausreichend erforscht ist. Wissenschaftler gehen daher auch von einer Verlängerung ab dem Jahr 2033 aus. Der EU-Kommissar für maritime Angelegenheiten und Fischfang, Karmenu Vella, bezeichnete das rechtsverbindliche Abkommen als historisch und einmalige Chance den einzigartigen Aufzucht- und Lebensraum für Fische intakt zu halten. Wegen des Klimawandels könnten große Teile des Arktischen Ozeans bereits ab dem Jahr 2030 im Sommer eisfrei sein und damit kommerzielle Fischfangflotten anlocken. Dem wurde mit dem Abkommen ein Riegel vorgeschoben.

Weitere Informationen unter http://www.eu-umweltbuero.at/inhalt/eu-und-neun-weitere-staaten-einigen-sich-auf-fischereiverbot-in-der-arktis